@Cappuccetto
Nein, ich habe ihm nicht geschrieben. Wie immer nicht.
Derzeit bin ich aber echt am zweifeln.
Diese bescheidene Hoffnung in mir, ich kann sie nicht abstellen. Ich habe so oft diese Sätze im Kopf, die er ja bis zum Schluss sagte. OBWOHL er mir gleichzeitig gesagt hat, ich soll mir keine Hoffnung machen. Aber das, was er am Anfang alles gesagt hat, ist momentan stärker.
Es ist für mich oft noch so unbegreiflich, dass er nicht so fühlt wie ich. Dass es ihm so leicht fällt, das hinter sich zu lassen.
Es MUSS doch noch was da sein.
Die Trennung war notwendig. Aber für immer? Warum wirft man das einfach weg. warum nicht an sich arbeiten.
Jetzt wissen wir doch, wo unsere Schwächen gelegen haben, jetzt hätten wir eine ehrliche Chance es aufzuarbeiten, neu anzufangen. in getrennten Wohnungen, neuen Wohnungen.
Es hat einfach auch so vieles gepasst zwischen uns. Aber wahrscheinlich nehme ich selbst das ganz anders wahr, als er. Und das macht mich noch trauriger.
Ich würde ihm so gerne jetzt, nach Wochen der Stille, einen Brief schreiben. Keinen Bettelbrief. Keinen "ich muss dich nun davon überzeugen-Brief". Eher meine Sichtweise auf die Trennung und was ich gerade denke.
Auch wenn es womöglich nicht das Ergebnis bringt, was ich mir wünsche. Aber vielleicht kommt er ja doch ins Grübeln.
Vielleicht hatte er doch ein paar Momente, in denen er ähnlich gedacht hat.
Vielleicht denkt er aber auch inzwischen gar nicht mehr dran, oder nur melancholisch, nicht mehr traurig.
Lieben tut er mich nicht. Aber irgendwas an Gefühlen ist ja vielleicht. noch da. Ich meine, er hat sich doch auch mal in mich verliebt. ganz so abwegig muss es doch nicht sein.
Über diese Phase "er hat sich getrennt, er will Abstand, du nervst ihn nur" sind wir längst hinaus. Das war die ersten Wochen bestimmt so. Da habe ich ihn auch extrem genervt.
Ich hatte ja schon mal hier geschrieben, dass ER nun gerne Kontakt gehabt hätte. Er war ja traurig darüber, als ich vor 3,5 Wochen gesagt habe, dass es für mich keine Freundschaft gibt und ich den Kontakt nun abbrechen werde. Damit will ich nur sagen, es ist nicht so, dass er nix mehr mit mir zu tun haben will - was aber auch nicht heißt, dass ich denke er will mich vielleicht wieder.
Natürlich ist so ein Brief auch nicht gerade das, was er wahrscheinlich gerne hätte. aber er würde ihn lesen und sich da auch seine Gedanken zu machen. So aufrichtig ist er. er macht sich schon auch Gedanken um Vieles, gerade um Menschen, die ihm nahe stehen oder standen. Ich kenne ihn ja nicht nur als Partner, sondern auch als Freund. Seine Ex-Freundin hat ihn damals so betrogen und trotzdem war es ihm wichtig, dass er guten Kontakt zu ihr hat und hat sich für ihr Leben interessiert. (Was mich im übrigen nicht gestört hat). Obwohl alle nur mit dem Kopf schütteln konnten, dass er "zu nett" ist.
Immer heißt es, wenn er dich liebt, wenn er dich vermisst, wenn er gemerkt hat, was er hatte, dann kommt er schon.
Nein, er liebt mich nicht mehr (nicht mehr genug - ich bin der Meinung Liebe verschwindet nicht komplett), also wird er auch nicht kommen. Je mehr Zeit ins Land geht, umso geringer wird diese Chance.
Aber ich denke, man sollte nicht aufgeben.
Ich weiß, ich rede, wie am Anfang. Aber momentan ist das irgendwie meine Überzeugung.
Ist halt ein Hin und Her mit mir, aber diese Gedanken kommen immer öfter raus in letzter Zeit.
Vielleicht formuliere ich einen Brief - was ich dann damit mache, keine Ahnung.
"Ein Kämpferherz bricht oft, geht aber niemals kaputt."