Zitat von Emily: Ende Mai 2023 im Internet einen Mann kennengelernt
Zitat von Emily: Schnell hat sich aus Problem herausgestellt, dass ich ihm nicht vertrauen konnte, da ich zuerst dachte, er ist einfach nur einer, der alles mitnimmt, und mich wegen seiner privaten Situation belügt.
Zitat von Emily: Ich hab ihm wirklich "Beton" gegeben, alles getan, um ihn zu vergraulen.
Mitte Oktober konnten wir dann beide nicht mehr, Kontaktabbruch bis Anfang Dezember.
Eure Schmetterlingsphase währte also gerade mal 4,5 Monate und Ihr wart offenkundig wenig kompatibel, wobei Du Deine Anteile daran hier klar benennst.
Zitat von Emily: Jetzt haben wir es wieder drei Monate miteinander versucht, es klappt einfach nicht für mich, obwohl ich ihm mittlerweile vetraue, weil ich gesehen habe, dass er ein lieber, verlässlicher Mann ist.
Er ist so der liebste, fürsorglichste Mensch. Hat sehr viel für mich getan.
Zitat von Emily: Aber wenn es um Gefühle ging, hat er immer zu gemacht. Sagt auch, er braucht nicht darüber reden, es sie selbstverständlich, dass er Gefühle für mich hat, sonst wäre er nicht bei mir.
Warum brauchst Du Worte, wenn er doch "sehr viel" für Dich tut, wie Du selbst schreibst?
Zitat von Emily: Heute beim Frühstück hab ich ihn dann gefragt, ob er mich auf eine Hochzeit begleitet (würde nur ein paar Stunden dauern). Das hat er gleich kategorisch abgelehnt, da er dort keinen kennen würde. (Ich kenne auch nur die Braut).
Und weiter? Wo genau war das Problem? Gehst Du halt allein dort hin und gönnst ihm seine Ruhe. Ist doch nicht lang und kommt auch nicht jede Woche vor.
Zitat von Emily: Er hat das Gefühl, dass ich ihn in eine fixe Partnerschaft dränge, obwohl wir eine Pause hatten, und gerade erst wieder in der "Werbephase" sind. Das fällt ihm nach drei Monaten ein?
Ja, das fällt ihm dazu ein. Oder hattet Ihr irgendwo in den letzten drei Monaten etwas anderes ausgemacht?
Zitat von Emily: dann meinte er noch, wir sind emotional wahrscheinlich nicht auf dem selben Level.
Will heißen: Er sieht Euch noch in der Kennenlernphase und will sich daher emotional nicht so engagieren, wie es für eine Festbeziehung erforderlich wäre. Eine sehr ehrliche Aussage, die ich übrigens für bodenständig halte, wenn man sich Euren holprigen Start seit 2023 von außen anschaut.
Zitat von Emily: Ich habe es dann beendet (Ich hatte ihm übrigens schon vor einigen Wochen angeboten, dass wir uns weniger oft treffen, oder es in eine F+ unwandeln, das lehnte er ab).
Gut möglich, daß so ein Angebot ihm suggerierte, daß es mit Deinem eigenen emotionalen Engagement jetzt nicht wirklich so weit her ist, sondern auch Du "es" locker und leicht angehen möchtest. Umso unverständlicher, daß Du ein Ding daraus machst, ob er Dich hier oder dahin begleitet oder nicht. Ist jetzt kein Vorwurf, sondern nur eine logische Schlußfolgerung (von mir, versteht sich - sein Innerstes kenne ich ja nicht).
Zitat von Emily: Er fuhr am We immer zu seinem Sohn, es war nie Thema, mich da irgendwie einzubinden, bis zum heutigen Tag weiß auch seine Ex Partnerin nicht, dass es mich gibt. (Sein Heimatort ist ca. 250 km weit von meinem, anderes Land und Sprache,arbeitet seit 10 Jahren in meiner Stadt, und hat hier eine Wohnung).
Zitat von Emily: Ich denke mir auch oft, er ist ein Feigling, sonst würde er seine Verhältnisse ordnen, und zu mir stehen.
Oops.
Seinen (angehenden) Partner als "Feigling" zu titulieren, hat schon ein gehöriges Maß an fehlendem Respekt an sich. Punkt.
Davon ab: Seine Verhältnisse
sind geordnet. Er ist getrennt, hat einen ordentlichen Beruf, kümmert sich am Wochenende um seinen Sohn und er pflegt Freunde und Hobbies (wie ich weiteren, hier nicht näher zitierten Beiträgen Deinerseits entnahm). Und dann hat er noch eine Freundin (Dich), mit der es vielleicht mal was werden könnte, wenn die gerade vor 3 Monaten erst wieder angeschobene Kennenlernphase diesmal positiver verlaufen sollte als 2023 im ersten Anlauf.
Wo hast Du Dich da gesehen, in seinem Leben - wenn nicht auf einem klar zugewiesenen Platz 3, der hinter Sohn und Beruf liegt? Und was genau gibt es daran zu bekritteln?
Hattet Ihr Eure Vorstellungen denn nicht längst miteinander besprochen, ehe Ihr Euch erneut (!) auf einen Versuch miteinander eingelassen habt? Hattet Ihr etwas anderes vereinbart, was Nähe und Freiraum betrifft?
Aber schauen wir mal weiter, durch diesen Thread:
Zitat von Emily: Er hat auch vor kurzem offen gesagt, dass er den Stress nicht braucht, und auch deshalb seiner Ex nichts von mir erzählt (er hat Angst, dass sie ihm das Kind entzieht, wenn sie von einer neuen Partnerin erfährt).
Das ist ein handfester Grund und wozu sollte sie von Dir wissen? Wohnt doch eh weit weg und begegnet Dir nicht.
Seine Priorität ist der Sohn, daher macht das Sinn. Denn so kann er beides vereinbaren, ohne sich unnötig zu stressen.
Zitat von Emily: Nein, er habe dann nicht einmal 48 Stunden mit seinem Sohn, bei seiner Mutter muss er auch vorbei fahren - okay, sie ist krank und braucht oft Hilfe - und mich könne er theoretisch unter der Woche jeden Tag sehen.
Handfester Grund. Auch seine Eltern hat man nur einmal im Leben. Laß Dir das von jemand geschrieben sein, die ihre bereits verloren hat und bis heute davon zehrt, sie vorher so oft wie möglich besucht zu haben, statt andere Dinge zu priorisieren.
Was ich nicht verstehe ist das Wörtchen "theoretisch". Wie ist das gemeint? Habt Ihr Euch denn unter der Woche nun gesehen und wenn ja, wie oft?
Zitat von Emily: Ich habe ihn z. B. nur gebeten, sich doch mal am We zu melden, wenn er bei seinem Sohn ist.
Wozu? Hattest Du Sorge, er könne nicht sicher dort ankommen oder es könne ihm was zustoßen?
Oder ging es Dir um Kontrolle dabei, hm? Die allerdings hätte ich mir an seiner Stelle auch nicht bieten lassen.
Zitat von Emily: Er hat so große Angst vor Konflikten, dass er gegen seinen Willen Dinge tut. Verstehe ich nicht.
Siehe oben. Es geht um Sohn und Mutter und beides ist nicht trivial. Take it or leave it.
Zitat von Emily: Er ist also nicht in der Lage, mal ein Wochenende auf seinen Sohn zu verzichten und ein paar Tagen mit mir wegzufahren? Das ist das Mindeste!
Ich schreib's mal neutral: Nein, das ist
Deine persönliche Vorstellung von dem, was das Mindeste sein sollte.
Er hat eine völlig andere und damit ist er übrigens nicht allein in der Welt.
Ich werde diese Vorstellungen nicht bewerten. Denn es geht hier nicht darum, was das "Mindeste" ist. Sondern darum, wo Eure Prioritäten im Leben sind. Er sieht Dich eindeutig auf Platz 3 und Du versuchst Dich im Kampf um Platz 1. Das zeigt sich auch in Deinen weiteren Ausführungen:
Zitat von Emily: es ging mir darum, dass er seiner Ex sagt, dass er eine Freundin hat, und deshalb mal ein WE skippt.
Du siehst also nicht nur Sohn und Mutter, sondern sogar seine Ex als Konkurrenz um die Dir gewährte Beziehungszeit.
Zitat von Emily: Ich will den Mann, nicht seine familiären Verstrickungen.
Dieser Mann ist kein Single, sondern nur mit Sohn, Mutter, Ex, Beruf, Freunden und Hobbies zu haben. Du hattest schon 2023 jede Menge Zeit, das entweder vor dem Zulassen von körperlicher und emotionaler Nähe mit ihm zu klären, oder es während Eures Zusammenseins schlicht festzustellen. Dennoch hast Du Dich erneut auf ihn eingelassen. Sorry - take it, or leave it, denn:
Zitat von Emily: Denn er ist nicht bereit, irgendetwas zu ändern.
Wie gesagt: Die ersten beiden Plätze in seinem Leben sind fest belegt und das wußtest Du ja nun bereits. Oder bezieht "irgendwas" sich am Ende noch auf viel mehr?
Zitat von Emily: Er hat mir nach drei Wochen offen und ehrlich gesagt, dass sie mit Kind in Urlaub fahren.
Und damit kommst Du erst mitten im Thread raus? Sorry, aber allein das wäre ein handfester Grund gewesen, die Kennenlernphase sofort zu beenden. Denn so bekommt seine hartnäckige Weigerung, die Ex über Deine Existenz in Kenntnis zu setzen, natürlich schon ein Geschmäckle. Aber dennoch hast Du Dich weiter auf ihn eingelassen und das vor drei Monaten sogar ein zweites Mal. Warum? Hatte er Dir versprochen, etwas daran zu ändern?
Zitat von Emily: Wie kann ein Mann ein Doppelleben führen, und wird kein einziges Mal von seiner vermeintlichen Partnerin angerufen oder angeschrieben, in 10 Monaten?
Dafür genügt ein Zweithandy auf der Arbeit.
Zitat von Emily: Er war sehr kompromissbereit, aber ich habe seine aufkeimende Liebe erstickt. Jetzt sitzt er im emotionalen Schneckenhaus, un traut sich nicht mehr raus.
Weiter oben schreibst Du, er sei nicht bereit gewesen "irgendwas" zu ändern. Finde den Widerspruch!
Zitat von Emily: Mehr Rücksicht, als ich genommen habe, geht nicht.
Du willst Sohn und Mutter vom ersten Platz verdrängen und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß Du meinst, auch die Ex auf einen anderen "Rang" verweisen zu müssen. Das hat ziemlich wenig mit Rücksicht und umso mehr mit Besitzansprüchen zu tun, die in diesem Fall wenig realisierbar scheinen, da der Mann seine Grenzen klar setzt und durchzieht.
Zitat von Emily: habt die eine oder andere Strategie, wie ich ihn loslassen kann
Zitat von Emily: Ich würde gerne Verachtung aufbauen, um ihn leichter gehen zu lassen.
Zitat von Emily: Das Gespräch am Dienstag war echt der Endpunkt, da wusste ich, das will ich so nicht mehr. Er wurde immer unattraktiver, als Beziehungskandidat.
Aber ich muss mal jetzt ehrlich sagen, er ist ein Adonis und ein Geschenk im Bettchen. Wieso nicht das Positive mitnehmen, vielleicht noch ein paar nette Gespräche?
Wenn Du ihn loslassen willst, dann mach auch richtig Schluß. Will heißen: Abschlußgespräch, Kontaktsperre einleiten, Fotos und Erinnerungsstücke zumindest aus der Sichtweite räumen (oder gleich schreddern) und dann den Blick nach vorn richten, statt sich dem Gedanken hinzugeben, er sei der letzte Mensch auf dieser großen Welt, mit dem man sich intelligent unterhalten und echte Freuden im Bett erleben kann.