Zitat von Emily: Ich glaube, Aline hat das in ihrem Thread erwähnt, dass es Menschen gibt, die immer unabhängig sein müssen, weil sie Angst haben, sich in einem anderem zu verlieren. Das müssen sie auch ständig betonen. Auch distanzieren sie sich von bedürftigen Menschen.
Ja weil das auch seine Gründe hat. Ebenfalls in der Kindheit. Es muss nicht immer ein dickes fettes Trauma sein.
Aber ggf hat er auch in seiner Prägungszeit die Erfahrung gemacht, dass es niemanden gibt, auf den er sich verlassen kann.
Ich kann nur für mich sprechen, ich bin ja auch so.
Ich fühle mich nicht gut dabei, aber wenn ich merke, dass jemand "zuviel von mir möchte", mir damit in irgendeiner Form druck vermittelt, mir damit sagen will, dass so wie ich bin "nicht gut genug, oder ausreichend für mein Gegenüber bin" dann zieh ich mich zurück.
Das trifft einen alten nerv von mir.
Ich kann mit Bedürftigkeit nicht umgehen, weil ich sie mir selbst ja nicht gestatte, schwach sein, hilfe annehmen, mich fallen lassen. Dann überträgt es sich auf mein Gegenüber und die trigger lassen mich eine Distanz einnehmen.
Aus mehreren Gründen.
Ich möchte mich schützen
Ich möchte nicht das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich "nicht richtig bin"
Ich möchte nicht dass jemand Erwartungen an mich hat
Ich möchte mein Gegenüber nicht weiter verletzen
Ich brauche Abstand um mich mit mir und meiner Gefühlswelt auseinander setzen zu können
Mich belastet das phasenweise sehr und es ist nicht ein bestrafen oder Zuckerbrot und peitsche