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Zitat von Liesl:Mein Narz hat ja auch einen 5-jährigen Sohn. Ich hatte aber am Anfang schon das Gefühl, dass er ihn liebt. Er hat schon sehr gelitten, wenn der Sohn wieder zur Mutter musste. Ich meinte, dass er ihn dann vermisst und depressiv ist.
Er hat auch sehr viel mit dem Kind gemacht. Gespielt, gebastelt, Bücher vorgelesen, Schlitten gefahren, Rad gefahren.
Auf der anderen Seite kamen mir seine Gefühlsregungen auch sehr gekünstelt vor.
Z.B. wenn der Kleine mal hingefallen ist und kleine Schrammen am Knie hatte, also nix Schlimmes. Da hat er den Sohn mit (gespieltem weil übertriebenem) Mitleid überhäuft. Wir brauchen ein Pflaster, nein einen Verband oder gleich den Notarzt! Der war wie ne Glugge. Oder es kam wahrscheinlich so rüber, weil es nur gespielt war (und meiner war eben kein guter Schauspieler bzw. ich habe es durchschaut).
Auf der anderen Seite konnte er aber auch ganz schön ungeduldig und ekelhaft zu ihm werden, wenn er nicht gefolgt hat.
Nach euren Beiträgen, dass die Narzissten nicht mal ihr eigen Fleisch und Blut lieben können, frage ich mich, warum er sich - ganz im Gegensatz zu euren - um ihn gekümmert hat.
Wollte er anderen Leuten zeigen was für ein aufoperungsvoller Vater er ist? (Bessere Chancen bei den Frauen.)
Wollte er mit seinem Sohn angeben?
Hat der Sohn ihn von seiner inneren Leere abgelenkt?
Sieh mal Liesl, die wissen meist gar nicht, dass sie nicht so fühlen wie andere Menschen.
Die glauben ihre Schauspielerei selber.
Für Aussenstehende wirkt es dann so, als kümmerten sie sich rührend um den Nachwuchs,
aber die innere Beziehung fehlt.
