Yessss... Grad eben hab ich zielstrebig und motiviert für den Kunden gearbeitet

Hab meine TODOs für diese Woche jetzt fast abgeschlossen, morgen noch ein bisschen REFACTORING, aber die Funktionalität ist drin

Dafür hab ich an meinem eigenen Projekt einen Bug bei der Zeiterfassung gefunden ._. Wenn man die Seite neu lädt oder zurück zur Übersicht will, wird die Zeiterfassung resettet. Muss quasi dazwischengehen und die bisherige Zeit dann schön abspeichern.
Ist nur ne Kleinigkeit, das schaff ich heute noch.
I mach jetzt ne Minipause.
Dann mach ich noch bisserl Tests für das neue Kundenfeature, ob das tadellos funktioniert.
Und danach fixe ich meine Zeiterfassung

Juhuuu.
Plötzlich fühl i mich produktiv.
Nur, wenn i drüber nachdenk, dass i noch die Anmeldeformulare für Südafrika drucken, ausfüllen, scannen und zurücksenden muss sowie den Flug buchen muss, dann kommt in mir wieder das übliche STRESSSS Gefühl, das ich immer hab, wenn ich irgendeinen Verwaltungskram machen muss

Briefkasten könnt ich auch mal wieder leeren, nicht dass wieder Mahnungen drin sind, aber normal hat man ja ne Woche Frist also sollts ausreichen, nur einmal die Woche den Briefkasten zu leeren.
Vll sprech ich mit meiner Therapeutin ab, dass ich immer wenn ich Therapie hab, am selben Tag den Briefkasten ausleeren muss und sie mich jedes Mal danach fragt .___. Auf der anderen Seite muss ich Verantwortung für mich selbst übernehmen und es allein schaffen.
I könnt auch ne Benachrichtigung aufm Handy einführen, die mich einmal die Woche erinnert. Das geht glaub ich ganz einfach in dieser KalenderApp die eh schon vorinstalliert ist... Da hab ich auch die Geburtstage alle eingetragen von wichtigen Leuten, etc....
Mhhh...
Ohhhh...
Ich mag erinnert werden, an alles, woran ich nicht selbst denken muss
I hab mal den Spruch von meinem 'Lieblingsprof' damals gehört: 'Gute Informatiker sind faul'
Das stimmt, weil man ja automatisieren und vereinfachen muss als Informatiker.
Der beste Anreiz dafür ist ein gewisses Maß an Faulheit, das im Endeffekt kreativ macht, wenn es darum geht, es sich einfacher zu machen.
I glaub nur, i machs mir teilweise zu einfach und belüg mich manchmal selbst, um bloß nichts unangenehmes tun zu müssen.
I hab versucht, das Thema bei der Therapie anzusprechen, aber i glaub sie hat nicht so ganz verstanden, dass ich das wirklich ernst gemeint hab. I sags vll nächstes Mal nochmal, dass ich glaube, dass daher meine 'Aufschieberei' kommt.
Aber ich komm mir sowieso ein bisschen seltsam vor, mit meinen ganzen Pseudoproblemen, die alle nur aus Chaos resultieren und nicht wirklich aus echter Not

Aber nein, ich sollte das nicht sagen.... Jeder Mensch sollte mit seinen Problemen ernst genommen werden.
Denn: Wenn die Probleme für immer bleiben, dann werden sie immer schlimmer - und auch wenn meine Probleme sich banal anhören (Unsicherheit in allen Lebensbereichen aufgrund Unfähigkeit, Dinge JETZT anzupacken und Entscheidungen JETZT zu treffen, statt alles zu vertagen), dann stresst es doch erheblich.
Lalalalalalalalala
Heute fühlt sich alles ok an.
Ja.
I fühl mich unabhängig, frei, selbstbestimmt, erwachsen.
I hab mich schon ewig nicht mehr als 'vergeben' oder 'Teil einer Beziehung' definiert, aber ich glaub, es tut mir gut, mich mit mir selbst zu identifizieren, anstatt an nen anderen Menschen dranzupappen. So seh ich, wer ich wirklich bin und was mir wichtig ist.
Ich lern verdammt viel über mich.
Mir sind auch noch ein paar Erkenntnisse gekommen zu Dingen, die in meiner Vergangenheit passiert sind.
Bzgl meiner Mutter, meiner Essstörung damals, i glaub i versteh zum ersten Mal, warum es damals passiert ist.
Und denk zum ersten Mal, hey vll doch keine Borderline.
I denk, es macht für mich immer mehr Sinn zu denken, dass ich 'normal' sein könnte und nur auf Abwege geraten bin und wirklich diese Normalität da draußen verstehen kann --- nur eben aus Sicht einer Introvertierten.
Extrovertiert will ich aber nicht mal sein.
Wer weiß.
Wer weiß.
I hab in der letzten Therapiestunde auch ein bisschen über meinen 1.Ex erzählt (wenig, ka ob das iwann ein größeres Thema wirD) und hab gemerkt, dass ich schon nach ganz wenigen Fragen, die sie gestellt hab, ihn abgewertet hab und gesagt (und auch so gemeint hab), dass ich froh bin, dass ich mich von ihm getrennt hab und dass ich mich damals für meine platonischen Freunde und Freundinnen entschieden hab, die er mir verbieten wollte und nicht für ihn.
ZACK.
Zum ersten Mal seit langem wieder so deutlich gesehen, weshalb es wirklich zur Trennung kam.
Vll war er ein guter Mensch, ein toller, interessanter Charakter. Aber er hat mich eingeschnitten und Dinge gefordert, von denen keiner von uns beiden was hatte. Und genervt hats außerdem, immer alles rechtfertigen zu müssen und mein Handy immer auf LAUT zu haben, weil es ein Verbrechen wäre, wenn ich nach 5 Mins die Nachricht noch nicht angesehen habe (kein Witz).
Hingegen ich selbst packs sogar ohne auszuticken, wenn A mich 1-2 TAGE ignoriert - hey und das ist es Wert!
Das war so ein schei., wie das damals lief.
Wenn ich nicht geantwortet hab, kamen sofort Vorwürfe von ihm per Mail hinterher, wenn ich die ebenfalls nicht gelesen hab, Anrufe im 5 Min Takt und wenn ich dann an mein Handy gegangen bin, musst ich gleich Rechenschaft leisten, wieso ich erst jetzt an meinem Handy bin.
Das ist passiert.
Und ich hab ihn geliebt
Vll weil ich mich durch sein Geklammer geliebt und wichtig gefühlt hab, dabei wars nur Terror.
Und hatte mit Liebe eigtl nichts zu tun, man muss doch eigtl vertrauen und es gut mit dem anderen meinen, wenn man liebt.
I hab so viel verstanden.
Naja, vergessen werd ich ihn trotzdem nie.
Aber i schaffs inzwischen denk ich, mich selbst völlig davon zu distanzieren und sein Verhalten kein bisschen mehr vor mir selbst oder vor anderen zu verteidigen, wenn es angesprochen wird.
Hey..
Ok, i bin mal wieder vom Thema abgekommen...
I fühl mich so befreit irgendwie.
I fühl mich so verdammt befreit.