julian1
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Ich (24) bin nun seit dem 3. Juli also knapp 5 einhalb Wochen von meiner Ex Freundin (24) getrennt. Wir waren fast 2,5 Jahre zusammen und hatte bis zuletzt beide Zukunftspläne miteinander. Im Oktober wollten wir das erste Mal zusammen in den Urlaub fliegen. Im Januar werde ich mein Studium beenden und sie hat immer betont, dass sie dann dorthin ziehen wird, wo ich einen Job finden werde. Wir haben auch oft darüber gesprochen Kinder zusammen zu bekommen.
Nun aber zu unserem Problem, das sich in den letzten Monaten schon öfter durch unsere Beziehung gezogen hat. Sie ist leider sehr stark übergewichtig. Ich kann nichts über das genaue Ausmaß sagen. Würde sie aber auf 140 kg schätzen. Sie hat auch schon erste Beschwerden zu beklagen. Ihre Hormone spielen einfach verrückt, sodass sie nur unregelmäßig ihre Periode erhält. Zu Neujahr 2015 hat sie dann von sich aus mit einer Diät begonnen, was mich sehr glücklich gemacht hat, da ich davon aus ging, dass sie das Problem nun endlich selbst festgestellt hat.
Sie hatte dann auch erste Erfolge und hat oft berichtet wie besser ihr es ging. Leider ist das Ganze dann im April wieder eingeschlafen. Dies hat mich dann sehr enttäuscht und traurig gemacht. Da ich weis, dass sie allergisch auf das Thema reagiert, habe ich es jedoch zunächst nicht angesprochen. Im Mai 2015 habe ich ihr dann schließlich schweren Herzens erzählt, wie sehr ich mir Sorgen um sie mache. Ich habe ihr angeboten zusammen zum Arzt zu gehen, oder zusammen Sport zu machen. Irgendwie ist das ganze jedoch nicht wirklich bei ihr angekommen.
In den folgenden Tagen hab ich es immer öfter versucht mit ihr zu Reden. Ihre Antworten waren jedoch immer von Gleichgültigkeit im Sinne von "was soll schon passieren", "wenn ich sterbe, dann ist es eben so".
Das hat mich einfach traurig gemacht, sodass ich sie dann oft einfach ignoriert habe, wenn wir abends weg waren, da ich einfach mit meinen Gedanken ganz wo anders war. Sie hat natürlich gemerkt, dass in über etwas nachdenke und hat mich darauf angesprochen, was los sei. Ich habe es dann aber meistens nicht geschafft mit ihr darüber zu reden, weil ich ja weiß wie sie auf das Thema reagiert und habe meine Sorgen einfach runtergeschluckt.
Naja und aus dem Grund kam es einfach immer wieder zu Streit. Ich war traurig, weil ich mich um ihre Gesundheit sorge und sie war traurig, weil ich so kalt zu ihr war.
Am Freitag (3.Juli 2015) ist das ganze dann so weit gekommen, dass sie sich von mir getrennt hat mit der Begründung, dass ich "einfach ein Ar. zu ihr bin, ihr dieser Schritt zwar selbst im Herzen sehr weh tue aber sie einfach nicht mehr kann".
Das macht mich sehr traurig. Eine Woche zuvor saßen wir noch zusammen auf dem Parkplatz und haben uns eine halbe Ewigkeit geküsst und dann das. Ihre Gefühle sind sicher nicht weg, sie liebt mich, aber sie kommt einfach mit der Situation nicht klar.
Ich hab dann in meiner Verzweiflung nach der Trennung viel falsch gemacht. Ich war eine Woche später mit Rosen bei Ihr und wollte ihr zeigen, dass ich mich ihr gegenüber auch anders verhalten kann. Sie wollte sich dann das Ganze noch einmal durch den Kopf gehen lassen, ist eine weitere Woche später dann jedoch zu dem Schluss gekommen, dass es keinen Sinn mehr hat.
Sie kommt denke ich einfach nicht damit klar, dass ich mir so große Sorgen um sie mache und will es nicht wahr haben, dass sie endlich etwas ändern muss, um nicht mit Mitte 30 ans Bett gefesselt zu sein.
Ich habe dann ein paar Tage später noch einen Versuch gestartet, um ihr zu zeigen, wie viel sie mir bedeutet und habe ihr bei einem Treffen eine Unendlichkeitskette mit der Erläuterung "mein Herz wird immer für dich Schlagen" geschenkt. Unter Tränen hat sie mich dann gebeten nach Hause zu gehen. Von ihrer Mutter weis ich, dass sie sofort nachdem ich weg war sehr stark weinen musste.
Das ganze ist jetzt 3 Wochen her und seither halte ich auch die berühmte Kontaktsperre. Es gibt Tage an denen es mir gut geht, aber es gibt auch Tage wie heute an denen ich mich einfach mies fühle. Vor einer Woche sind ihre Eltern in den Urlaub gefahren. Ich habe gehofft, dass sie sich dann verstärkt mit unserer Beziehung auseinander setzen wird, aber leider kam noch kein Lebenszeichen von ihr. Ihr geht es bestimmt auch nicht gut, aber wieso tut sie sich den Schmerz freiwillig an, obwohl wir beide uns doch noch so lieben. Aus diesem Grund will ich auch so gerne weiter um die Beziehung kämpfen, aber weiß einfach nicht mehr wie.
Bevor ich mich hier angemeldet habe, habe ich Erfahrungsberichte von anderen Leidensgenossen gelesen. In einem wurden verschiedene Trennungstypen erläutert. Der Trennungstyp 2 trennt sich demnach trotz Liebe aus dem Grund, dass der (Ex)-Partner ein Ar. ist, was ja demnach auf mich zu treffen sollte. Dort wird geraten von einer Kontaktsperre abzusehen, da sich ansonsten der Verlasser in der Entscheidung bestätigt fühlt, da ich sie ja weiterhin ignorieren würde. Nun hat sie jedoch auf meine Kontaktversuche wie oben geschrieben negativ reagiert, sodass ich ihren Wunsche auf Abstand erfüllt habe. Trotzdem weis ich jetzt nicht wie ich weiter vorgehen soll. Soll ich mich in den nächsten Wochen bei ihr melden?
Vielen Dank an alle im Voraus.