Zitat von booksmart:
Zitat von booksmart: Mein Problem ist eher, dass ich eine total emotionale Esserin bin und Essen für mich einfach ein riesiges Highlight ist. Wenn mir jemand etwas anbietet, denke ich überhaupt nicht darüber nach, ob ich Hunger habe, sondern denke: Oh ja, MUSS ich haben!
Ich glaube also, dass mein Problem da irgendwo versteckt ist, das Essen für mich einfach so etwas Tolles ist. Wenn es mit übrigens richtig schlecht geht, habe ich keinen Hunger, aber den kleinen Stress im Alltag kompensiere ich ganz gerne damit.
Darauf mal ganz genau achten. Welches emotionale Verhalten führt zu Essen und durch welches Verhalten kann das ersetzt werden? Du bräuchtest hier eine neue Coping-Strategie. Irgendeine Ablenkung. Und ein bewusstes Nein sagen.
Vielleicht ist das so eine Art Fear-of-missing-out? Hast du Angst du könntest jetzt DAS krasse Geschmackserlebnis verpassen?
Eine Therapie ist da sicher sinnvoll.
Zitat von booksmart: Ich neige auch dazu, sehr hochtrabend mit allem anzufangen statt moderat. Dann kommt die Diät mit wenig Kalorien und dem Plan jeden Tag Sport zu machen. Auch das sehe ich selbst und weiß, dass es völliger Quatsch ist, aber ich verliere mich schnell in Aktionismus.
Das macht in der Tat wenig Sinn, weil man dann oft in den Jojo-Effekt rutscht.
Vielleicht macht es für dich Sinn mal ordentlich zu tracken. Geht mit Yazio oder MyFitnessPal ganz gut. Hier aber nicht auf 1200 Kcal runter, sondern moderat auf 1600 oder 1500. Kleine Ziele setzen und Geduld haben. Das geht schließlich nur über mehrere Monate.
Beim tracken muss aber alles (!) eingetragen werden, sonst beschei.ßt man sich nur selbst.
Sinnvoll wäre es auch zuckerhaltige Getränke wegzulassen. Entweder durch Zero ersetzen oder am Besten durch ungesüßten Tee oder Wasser.
Auch auf das Eiweiß solltest du achten, denn das sättigt gut und verringert den Heißhunger. Btw kommen letztendlich auch nur 70-80 % von den Kalorien im Körper an
😉 wegen der Proteinbiosynthese. Davon solltest du schon so ca. 2g / kg Körpergewicht zu dir nehmen. Die restlichen Kalorien kannst du dann mit Kohlenhydraten und Fetten auffüllen. Die Menge kann dir ein Rechner ausrechnen.
Ansonsten wäre ein Tipp für den Anfang viel Gemüse einzubauen und weniger Kohlenhydrate. Gemüse ist Volumenfood und füllt daher den Magen mit wenig Kalorien. Kohlenhydrate kann der Körper selbst herstellen, deswegen kannst du die ruhig runterschrauben. Nur bitte nicht an den gesunden Fetten (Avocado, Nüsse, reines Nussmus, etc) sparen.
Süßigkeiten aus dem Haus verbannen, wenn du das nicht unter Kontrolle hast und/oder dein Heißhunger nach einer Handvoll Chips nicht gestillt ist.
Alltagsaktivität erhöhen -->Treppe, Auto beim Einkaufen weiter wegstellen, kurze Wege zu Fuß etc.
Das wär mal so mein Senf auf die Schnelle. Langfristig muss da eine bewusste Umstellung der Ernährung her.
Bei mir hat das Tracken sehr geholfen, weil ich so ein Gefühl für die Kalorien und Nährwerte bekommen habe.
Du kannst dich auch gerne bei Fragen (auch via PN) melden. Viel Erfolg!
EDIT: Öl beim Anbraten rationieren macht sehr viel aus. Viele Lebensmittel (z.B. Hackfleisch) haben genug Fett und brauchen nicht noch zusätzlich Öl in der Pfanne.