Zitat von Jordis:Zitat von frischgeföhnt:Auch recht individuell. .oder?
Genau darum sind manche Fragen müßig.
Am Ende kann und muss man manches alleine klären.
Am Ende bleibt jeder allein und ist für sich
Geht es nicht am Ende darum, zu verstehen, dass man sich selbst mehr Wert sein sollte?
Es ist doch aber auch immer die Frage, was man eigentlich will. Nicht jede Frau möchte eine Alltagsbeziehung mit zusammenleben, womöglich Ring am Finger und dem ganzen Gedöns. Und wer sich anfangs auf eine Affäre einlässt, möchte in der Regel genau das eben gerade
nicht in seinem Leben, hat aber dennoch gewisse "Bedürfnisse" (über S. durchaus hinausgehend), die eine Affäre perfekt befriedigt. Jedenfalls für eine gewisse Zeit.
Nur kommen dann meistens doch Gefühle dazu, und dann wird es natürlich irgendwann dramatisch, weil einem die wenige gestohlene Zeit nicht reicht, wenn man Gefühle für den anderen hat. Dann aber rechtzeitig auszusteigen, ist halt einfach furchtbar schwer, erst recht, wenn der Geliebte auch nicht loslassen will und die Geliebte immer wieder in die Affäre zurückzerrt, obwohl er weiß, dass auf ihrer Seite Gefühle und damit auch Wünsche entstanden sind, die er so nicht befriedigen kann und will.
Eine Affäre ist ja wie jede andere Beziehung auch kein stehender Zug, sondern ein fahrender. Man steigt fröhlich ein, der Anfang der Fahrt ist auch meistens super, total schön, belebend, man ist verknallt, hat genialen S., Aufmerksamkeit, Bestätigung ... nur auf Dauer wird die Fahrt halt anstrengend. Und dann muss man sich dazu entscheiden, eventuell sogar bei voller Fahrt abzuspringen. Den Mut muss man erstmal haben. Da hofft man doch lieber darauf, dass die Fahrt noch ein bisschen weitergeht und der Geliebte eines Tages den Zug sanft zum Stillstand bringt, um die Geliebte auf den Händen rauszutragen. Nur - das tut er halt nicht. Aber bis man zu dieser Einsicht kommt, dauert es eben. Je nach Naturell der Geliebten (die Leidensfähigkeit spielt da auch eine große Rolle) mal länger, mal kürzer ...