blackeyed
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Zitat von Cremetussi:@blackeyed : Momentan ekle ich mich. Ich kann das nicht genau beschreiben.
Es wird sicher nicht so bleiben.
Er wird mir egal sein, ich werde meine Verletzungen geheilt haben...bald.
Ich habe das so ewig mitgemacht und viel dabei beobachtet.
Ich habe auch keinerlei Sehnsucht nach ihm, eher tiefe Trauer über die in meinen Augen verlorene Zeit.
Wie gesagt, im Rückblick kann ich an der Affäre nichts Gutes sehen... Guter 7, ok, aber ansonsten nur ... Krampf und Kampf. Dabei habe ich ihn zu einem bestimmten Zeitpunkt so geliebt. Den hat er nicht genutzt, ich habe den Absprung nicht geschafft, und jetzt bleibt man da mit einem Scherbenhaufen.
Ich weiß, es fühlt sich an wie aus einem Krieg zurückgekehrt.
Man ist nicht mehr unversehrt, es fehlt ein Bein oder ein Arm, man selbst hat Dinge getan, die man nie für möglich hielt. Die Normalität, der Alltag fühlt sich eigenartig an, irgendwie trostlos. Obwohl man jetzt "safe" ist.
Der Scherbenhaufen bleibt nicht, liebe Cremetussi. Ich bin ja kein gläubiger Mensch, aber ich bin mir sicher, dass dieser unser aller Knick in der Biografie einen Sinn hat.
Selbstliebe, Selbstwert, Selbstachtsamkeit --> so abgedroschen und ausgelutscht man diese Wörter an jeder Ecke liest, so wahr ist es.
Du wirst nie mehr in den Krieg ziehen, liebe Cremetussi, gleich wie ich und alle anderen Überlebenden hier.
Und wenn ich starke, selbstbewusste, intelligente, positive, reflektierte Frauen wie z.B @bazinga und @Kaetzchen lese, dann wird klar, wohin die Reise ursprünglich gehen sollte.
Und dann war sie es wohl wert.
Trotz Verlust des Gepäcks, des Reisepasses, Kohle, zigmal Versäumnis des Fliegers, einsames Herumirren in einem fremden Land inklusive Sprachschwierigkeiten etc.
Du hast all das erlebt und Du hast überlebt. Sei großzügig und lieb zu Dir - nicht nur zu anderen.

wie lieb, danke! Und ja, wir alle hier sind an der Sache gewachsen