Zitat von artemisia:was ich hier nicht verstehe, ihr seid alle in dem Bewusstsein, dass zu hause ein Ehepartner auf ihn wartet, eine Affäre mit ihm eingegangen,
was habt ihr ihm vorzuwerfen? er hat Versprechungen gemacht? liebesschwüre heruntergebetet?
das ist dann der Fall, wenn man vorher die Fronten nicht klärt, klare ansage, ich möchte Spaß mit dir, Alltag vergessen, ansonsten gehöre ich zu meiner Frau, nur das, glaube ich zumindest, wollt ihr nicht hören?
für uns im umkehrschluss, Leidenschaft, Lust, kurzreisen, gelegentlich gemeinsamer wertungslauf usw., wie könnt ihr irgendwelche Hoffnungen auf Beziehung entwickeln? das sind gebundene Männer!
Bei mir war es umgekehrt. Ich wollte nur eine Affäre, aber er fing nach ein paar Monaten damit an, mehr zu wollen und entsprechend rumzuhampeln (ich kann meine Freundin nicht verlassen, aber du bist die Liebe meines Lebens ...). Da ich zu dem Zeitpunkt schon gut "eingelesen" war in das Thema Affäre, habe ich die Reißleine gezogen und die Affäre beendet, denn diese war danach nicht mehr mit Leichtigkeit zu führen. Es wäre das übliche Gezerre und Geeier gefolgt, das hier so viele beklagen, und davor wollte ich mich schützen.
Was trotz des Endes der Affäre nicht so gut geklappt hat, denn das Geeier gab es danach trotzdem noch - 1,5 Jahre lang

aber ohne Affäre, so war es immerhin besser zu ertragen für mich.
Das hier
Zitat:ich möchte Spaß mit dir, Alltag vergessen, ansonsten gehöre ich zu meiner Frau,
ist aber nicht das, was in den allermeisten Affären gesagt wird. Es geht nicht darum, dass das keiner hören will - es HÖRT halt keiner, weil es keiner SAGT. Die meisten hier wären nach so einer Ansage direkt gegangen und hätten die Affäre beendet. Da der AM das auch weiß, sagt er genau das eben NICHT, sondern stattdessen so was wie "Ich verlasse sie, aber nicht jetzt, weil (die Schwiegermutter krank ist, der Hamster hustet oder der Hund noch nicht erwachsen ist)." Genau dadurch entsteht ja das Leid, verursacht haben es also die AM mit ihrem Gelaber. Wenn man verliebt ist, klammert man sich an jede Hoffnung. Und Hoffnung schüren konnten die Herren alle ziemlich gut, um ihres eigenen Vorteils willen.