Rappi
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Ich sehe ihn täglich bei der Arbeit, und das ist/war das aller Schwerste. Dieses schlimme Abschotten und Ignorieren. Wenn ich nicht ignoriert und abgeschottet habe, gab es regelmässig Heulkrämpfe (versteckt auf dem Klo bei der Arbeit). Einfach weil ich meine innere Offenheit ihm gegenüber nicht geschafft habe abzudichten. Ich konnte nicht ertragen ihn zu sehen, zu hören um mich zu haben und ihn gleichzeitig NICHT erreichen zu können. Wenn er z.B. beim Mittagessen allen Kollegen über seinen Familienurlaub erzählt und ich das anhören muss, gehe ich regelmässig aus dem Raum. Bin etwas komisch und unsozial in den Augen der Kollegen vielleicht... Das ist mir aber egal. Jetzt ist es besser, aber weiterhin schwer. Ich heule nicht mehr. Ich hätte niemals gedacht, dass dieses schlimme Gefühl verschwindet. An alle die es nicht glauben - es geht vorbei, wenn man innerlich für lange Zeit dicht macht und nur auf sich selbst und andere nette Menschen schaut. Enorm erwachsen geworden ...
Von meinem Mann bin ich jetzt getrennt. Wir haben einen guten Umgang und wohnen noch im selben Haus, aber in getrennten Wohnungen. Ich war von Anfang an ehrlich zu ihm. 4 Jahre haben wir es noch versucht. Aber es gab keine funktionierende Kommunikation mehr.
Nur der Abstand hilft. Zu beiden Männern. Aber bei mir sind die Umstände so, dass ich beiden nicht komplett aus dem Weg gehen kann. Der eine ist der Vater meiner Kinder, der andere ein naher Arbeitskollege. Es scheint zu funktionieren. Obwohl der AM wieder schlüpfrige Bemerkungen macht, wenn ich nur einmal zulasse, dass er Worte an mich richten kann.
Um mich abzulenken date ich. Heute hatte ich wieder ein date. Irgendwie retten diese Männer mich nur aus meinen Gedanken und dem manchmal existierenden Einsamkeitsgefühl. Aber wirklich nah ranlassen kann ich niemanden. Ich bin auch nicht wirklich interessiert irgendwie, obwohl ich mir vor dem date sehr viele Hoffnungen gemacht habe. Es sind aber immerhin nette Gespräche.
Hauptsächlich bin ich froh FREI zu sein.
