Zitat von blackeyed:Das Gefühl habe ich ihm hochdosiert vermittelt.
Ich war ja sehr bald sehr verliebt.
Und er fühlte sich dadurch - und durch mich - aufgewertet. Eine ganze Weile lang. Er kannte meine Beziehungs - und Lebensgeschichten und er wusste, ich bin schwer zu haben. Immer schon.
Bei den Jungs hatte ich früh den Spitznamen "Miss Runaway". Ich war immer schon lieber alleine als eine Käse-Kompromiss-Beziehung zu haben um jeden Preis.
Also war ich der Preis. Er sagte, er hat mich gesehen und wollte mich unbedingt haben.
Er bekam mich und hat mich stolz wie Bolle präsentiert.
Ich habe ihn geliebt.
Im Nachhinein denke ich allerdings, dass ich ihm (unbewusst) folgendes vermittelt habe: "Ich liebe Dich, aber ich brauche Dich nicht (zum Überleben)."
Er braucht das allerdings. Eben diese permanente Aufwertung - durch z.B "gebraucht werden".
Das Gefühl, jemand unterliegt ihm und ist abhängig von ihm. Und er dadurch vom Gegenüber.
Ich dachte an Liebe auf Augenhöhe.
Da habe ich mich krass verschätzt und es nicht kommen sehen oder wollen.
Ich habe vor kurzem in einem anderen Thread den Ausdruck "Kindmann" gelesen.
So könnte man ihn beschreiben.
All das Gute und all das "Schlechte", was Kinder so fabrizieren, wohnt ihm inne.
@blackeyed
ich sag dir, wir sind beide verwandt. wie auch immer das gehen, soll. aber wir sind verwandt.
unsere EX AM auch.
hat man mir als junge frau den berühmten zettel mit "willst du mit mir gehen" zugeschoben, habe ich den genommen, eine woche darauf herum gedacht und dann geantwortet:
wohin ? wann ? wer kommt noch ? und wer bist du eigentlich ?
und das war keine ironie !
meiner ist mir über ein jahr lang hinterher gelaufen und ich habs nicht gerallert. dachte nur, netter typ.
später sagte er mir, als er mich zum ersten mal gesehen hat, war ihm klar, dass er die falsche geheiratet hat. dazu muss ich ergänzen, dass meiner geschichte erstes kapitel vor nunmehr 30 jahren begann.
und monsieur damals gerade mal 4 jahre verheiratet war. als ich es erfuhr. nach einem halben jahr

.
auch ist es mir in erinnerung geblieben, als er mal sagte, ich verstehe überhaupt nicht, dass du mich willst. ich bin doch nichts besonderes. was ich natüüüüüüüüüüüüüüürlich prompt verneinte und ihn gleich nochmal ordentlich anschmachtete

.
ja, ich war auch seine trophäe. sein preis. sein bestgehütetes geheimnis.
und genau, wie du es beschreibst, das immer-gebraucht-werden-müssen. daraus bezieht er viel glück.
und aus den kontoauszügen, die waren und sind sicher immer noch die krönung von allem.
auch ich habe ihn aufgewertet, ihn als jemanden erscheinen lassen, der er gar nicht ist.
kein wunder, dass die immer wieder ankommen.
zitat @blackeyed :
"Ich habe ihn geliebt.
Im Nachhinein denke ich allerdings, dass ich ihm (unbewusst) folgendes vermittelt habe: "Ich liebe Dich, aber ich brauche Dich nicht (zum Überleben)."
das unterschreibe ich sofort
