Zitat von Vegetari:
Gute Konfiktlösungen erfordern einen ausgeglichen Geist / Psyche. Wenn ein Paar unter Strom steht überlagert von Schuldzuweisungen; schuldgefühlen, Ängsten , Verlustängsten , nicht bewältigten Konfikten , dann kann man wohl schlecht eine vernünftige Trennung / Scheidung hinbekommen: Therapeuten gehen sogar davon aus ; das Scheidungen zu 70-90% unnötig sind . viele könnten mit Therapie / Hilfe gerettet werden
Ich bin ja ein Verfechter der "Lebensabschnittsgefährtentheorie" ... und vertrete damit auch die Meinung, dass AMEFI eine Illusion ist, die entweder schwer erkämpft (mit "Paartherapie" - da sagt ja schon das Wort, dass da was "krank" ist) werden muss oder nur durch Ausharren erreicht werden kann. Und klar müssen Paartherapeuten so was sagen, sie würden ja sonst zugeben, dass ihr Job überflüssig ist

Wir leben halt nicht mehr im Mittelalter, als "lebenslange" Ehen sowieso doch maximal zwanzig Jahre dauerten - mit 40 waren die meisten Menschen ja bereits tot. Obendrein ist unser Leben heutzutage viel schneller, flexibler, abwechslungsreicher geworden. Wo in der Generation meiner Eltern noch der Lehrling nach der Ausbildung im Betrieb blieb und dort 40 Jahre lang seinen Dienst als Geselle verrichtete, sehen die heutigen Lebensläufe doch sehr viel bunter aus. Man wechselt den Job, den Wohnort, die Wohnung ... ja, und damit wohl auch mal den Partner. Wenn die Lebensentwürfe halt nicht mehr "passen", denn Individualität ist ja heutzutage ein wichtiges Statussymbol geworden, auf das niemand verzichten mag.
Kürzlich las ich, dass für den Fortbestand einer Beziehung eine einzige Sache wichtig ist - ein gemeinsames Ziel/Projekt/Aufgabe. Der einzig "natürliche" Beziehungskleber sind Kinder. Ohne Kinder ergeben langjährige Bindungen angeblich gar keinen Sinn. Fehlen Kinder, muss man Ersatz für die gewünschte Bindung schaffen. Das kann dann wohl ein Hund sein, ein berufliches Projekt, ein gemeinsamer Lebenstraum, für den beide arbeiten, Hausbau ... irgendwas halt.