Zitat von finita:Diesmal ist mir die Kraft zum kämpfen ausgegangen, die Träume sind ausgegangen, die Hoffnung ist Resignation gewichen.
Woran liegt das? Am Alter? An begrenzter Kraft immer nochmal von vorne anzufangen?
Ich vermisse mich, die Kämpferin, die alles hinter sich lässt und weiterzieht.
Ich sehne mich bloss noch nach Ruhe und Geborgenheit...ohne Kampf und ohne verbiegen. Ich bins so leid.
Aber das bin ICH nicht mehr...Mann...wo bin ICH?
Das kann ich gerade so nachvollziehen und spricht mir voll aus Seele.
Ich fühle mich auch einfach nur müde, zerschlagen und kraftlos. Ich habe Jahre irgendwie um meine Ehe "gekämpft", dann der Verlust von zwei nahestehenden Person wo ich auch gegen "Windmühlen" (=Krankheiten) gekämpft habe und Hoffnungen verloren habe. Dann diese fruchtlose Beziehung mit meinem EXAM , Kampf, Kampf, Kampf....gegen was? Gefühlt nur gegen mich selbst irgendwie.
Ich bin normalerweise überhaupt kein depressiver Typ, nachdenklich manchmal melancholisch ja...aber nie jemand, der sich so dermaßen hängenlässt. Hab auch schon versucht mich einfach auf das Gefühl einzulassen, ok...dann lass mich jetzt mal hängen. Wird auch irgendwann wieder besser, mein Körper braucht das jetzt vielleicht. Aber es wird nicht besser, nur schlimmer. Bin ich zu ungeduldig mit mir?
Am WE wollen ein paar Mädels mit mir den ganzen Tag losziehen. Großstadt, Weihnachtsmarkt, Spaß haben. Wenn ich nur daran denke kriege ich Hörner. Ich hab null Lust und würde am liebsten den ganzen Tag unter der Wolldecke verbringen. Schlafen, lesen...mehr nicht. Komme aber gegen die Mädels nicht an. Sie schleifen mich nötigenfalls hinterher---drohten sie.
Ich finde das schlimm, dass ich an nichts mehr irgendwie Spaß finde. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass das alles Folgen dieser Affäre sind. Das ist Quatsch. Mir ist schon klar, dass "das" irgendwie schon davor sicher so war und ich "das" mit der Affäre kompensiert habe.
Hätte ich heute früh kein Kind zur Schule fertig machen müssen und kein Tier zu versorgen gehabt, ich wäre einfach liegen geblieben.
