@CanisaWuff
Ein sehr guter Rat, was ich nicht sehe, ist nicht existent. Tatsächlich habe ich sie darum gebeten bzw. vielmehr ihr klar angesagt, dass sie mich in Ruhe zu lassen hat. Ich habe ihr auch gesagt, dass sie keinerlei Anspruch auf mich mein Verhalten oder irgendwas in meinem Leben hat - sie ist extrem unreflektiert, also sie sieht generell sich als Opfer und alle anderen als Täter und denkt grundsätzlich auch, dass das was sie macht legitim ist, aber andere das gleiche Recht nicht besitzen.
Ich "rette" mich oft in solchen Situationen damit, dass ich mir denke "Krass, daheim sitzt die "frische neue Liebe" und hier im Arbeitsumfeld sucht sie immer noch aktiv den Kontakt zu ihrem Ex, dem sie dann in der Kantine noch Vorgaben machen möchte, was er zu tun oder zu lassen hat. Ich bilde mir dann ein, dass sie immer noch nicht fertig ist mit "uns", nicht im Sinne von "Hoffentlich wird das wieder was", sondern eher im Sinne von "Da macht sie mit dem Neuen rum und ist emotional überhaupt nicht ganz bei diesem". Will ich so eine Person? Nein! Bin ich froh, eine solche Person raus aus meinem Leben zu haben? Definitiv!
Das beruhigt mich jedenfalls, wenn ich mal wieder im Gedankenkarrussell fest stecke, das sich dann oft löst, wenn ich mit Leuten zusammen bin, auch soziale Kontakte habe, Tapetenwechsel habe. Ich bin im Sommer erstmals komplett alleine im Urlaub gewesen, das war eine neue Erfahrung, und ich war gedanklich auch sehr gelöst. Was ich zum Glück seit einigen Wochen wieder habe ist ruhiger Schlaf und nachts keine Aufwachphasen mehr.
Ich halte mir solche Sachen auch vor Augen und dachte mir anfangs, was soll das? Wieso schaltet sie mir den WA Status frei, wo ich sie mit ihrem Neuen sehen kann, das war im Juni. Wenige Wochen im Mai zuvor noch Dramen, Szenen, "wir sollten das Wertvolle mit uns nicht aufgeben.." und dann das, das wirft einen großen Schatten auf Alles. Auch auf die kurze Zeit letztes Jahr mit uns, wo ich mir denke, wenn sie mit ihrem Neuen heute "so" verfährt, dass sie dem Ex noch nachläuft, um ihm Vorgaben zu machen......was hat sie dann eigentlich während "unserer" Zeit gemacht, wo wir zusammen waren, ich glaube nämlich das Selbe.
@Scheol
Bisherige unpassende Beziehungen konnte ich mit "hat nicht gepasst" und ganz klaren Erklärungen abhaken. Die hier nicht.
Richtig, ich glaube, es geht grundsätzlich nicht um mich, nicht um Liebe, nicht um ein Uns, sondern es ging sehr schnell um Macht, "Ich (...also Sie) hat die Beziehung gekappt, sie geht quasi als Entscheiderin und Siegerin heraus". Das ist mein Gefühl. Ich habe kein Problem damit, sie in diesem Glauben zu lassen, vielmehr habe ich es sogar mehrfach bekräftigt, damit ich selber nicht ins Wanken komme und zurück blicke.
Klar ist für mich: Das Ding will ich unter keinen Umständen zurück. Das ist ganz ganz klar. Wieso ich davon mit meinem Hirn und dem gedanklichen Fokus nicht los komme, also das Trauma, ist die andere Sache.
Das Drüberlatschen über die Wiese trifft es. Ich hatte nach einigen Wochen, also mehrfach einigen Wochen Abstand immer das Gefühl "Jetzt ist sie wieder präsent gewesen für ein paar Stunden oder einen Tag oder auch nur einen Moment und jetzt ist die ganze Sache wieder wachgerüttelt".
Richtig! Manipulation ist das Stichwort. Neulich auch die Aussage "Das macht man nicht, mit anderen Frauen in die Kantine gehen, wenn die Ex Freundin im Umfeld präsent ist und das mitbekommt, das ist einfach unanständig". Das waren ihre Worte.
Ich versuche tatsächlich ständig Techniken zu entwickeln, mir das schlechte vor Augen zu halten. Das gelingt auch ganz gut, aber nicht immer.
Die Shitlist ist recht lang, eigentlich besteht das ganze nur aus einer solchen, nicht mal aus guten Argumenten.
@Laetitia2024
Inzwischen habe ich mir angewöhnt, aus der Komfortzone raus zu kommen, ich warte nicht ab, bis einer zu mir kommt, ich gewöhne mir mehr und mehr an, insbesondere nach der Beziehungserfahrung, wo "ich gewählt wurde durch diese Frau", dass ich mir wieder mehr selber meine Leute wähle und auch guten Gewissens Treffen absage, die mir nicht passen oder ich einfach keine Lust habe.
@Marly7
Als die Sache im Sommer nach On-Off und Hin und Her endgültig rum war, fragte ich sie, als ich ein paar Sachen abgeholt habe, wie sie es geschafft hat, innerhalb von wenigen Wochen so reinen Tisch innerlich zu machen, dass sie bereit für jemanden neuen ist - auch wenn es nur eine Rebound Beziehung ist - und in einem der wenigen klaren sachlichen Momente, in denen ich mal mit ihr reden konnte, wo sie nicht wie eine 12 Jährige auf dem Boden stampfte und "recht haben wollte", sagte sie mir, "ach ich verdränge das, mache ich immer so, rede mir das schlecht und dann ist es nach ein oder zwei Wochen fertig". Interessanter Ansatz. Ich will mich zwar nicht aktiv verletzen durch WA Status oder etwaige Bilder von damals, ich will auch nicht verdrängen, ich will aber auch den Fokus nicht auf "Sie" legen, das geht bei mir dann im Alltag leider sehr fließend über. Ich koche mir gerade was und denke mir "hmm, kocht das Wasser schon oder muss ich noch warten, .... was macht SIE EIGENTLICH GERADE.....Gedanke ist dann wieder kurz weg von mir und eher bei ihr als bei mir....so wieder zurück zum kochenden Wasser". Also um es bildlich zu machen, ich will wenn ich an sie denke "produktiv einen Gedanken haben, abhaken und dann auch wirklich einen Haken dran machen".
Was mich inzwischen unfassbar nervt ist, wie ein Gespenst, eine ständige Erinnerung, die im Hirn spukt, und mich fast wie ein Zwangsgedanke im Alltag lähmt. Das führt bei mir zb dazu, dass ich mit einer Frau zum aktuellen Zeitpunkt keinerlei ehrliche Bindung eingehen könnte, im Gegensatz zu ihr, die das offenbar kann.