Kaetzchen
Gast
Zitat von Aves0:Es kostet wirklich sehr viel Zeit. Mit meinem echten, aber va mit dem Fake-Profil gingen ganze Nachmittage/Abende flöten und die meiste Arbeit war "Abwehr". Auch so viel sinnloser Austausch...was machst Du so? Wo bist Du? Was arbeitest Du? Hast Du auch Fotos am Strand?..... Anzüglichkeiten ohne Ende. Ihr könnt Euch ja denken, was bei einem Foto mit Pferd kommt.
Gleichzeitig bin ich echt entsetzt, da da zum Teil die berühmten "ganz normalen Männer" waren. Das hier ist eine Kleinstadt und durch meinen Beruf kenne ich so viele Leute. Wir haben jetzt einen neuen EDV-Support und der Junge, der dort arbeitet, wollte ganz tolle Sachen mit mir machen...ähem.....
Singlebörsen und die Erfahrungen, die man damit macht, sind ja immer auch ein Spiegel. Wie man sich präsentiert, so reagiert die Umwelt auf einen. Da können schon winzige Veränderungen (anderes Foto, anderer Text) völlig andere Reaktionen ergeben. Wenn man also ständig mit gewissen Verhaltensweisen konfrontiert wird, sollte man sich anschauen, wie man sich selber präsentiert und womit man so was anzieht. Es sind wirklich oft Kleinigkeiten, die darüber entscheiden. Meistens hilft schon, ein bisschen auszuprobieren und mal hier, mal da was zu verändern. Dann ändern sich oft auch die Reaktionen.
Es gab ja mal einen Tinder-Test von einer recht bekannten Unternehmerin, die hat das Ergebnis via Facebook veröffentlicht. Sie hat zwei Profile erstellt, mit jeweils unterschiedlichen Fotos von sich. In dem einen Profil präsentierte sie sich als Single, Unternehmerin, seriös im Businessoutfit. Im anderen Profil präsentierte sie sich als alleinerziehende Mutter (sie ist beides, by the way).
Sie bekam SO unterschiedliche Anschreiben, zu einem großen Teil von den gleichen (!) Männern, das war echt irre. Die Unternehmerin bekam höfliche, respektvolle Anfragen, Männer stellten sich vor, priesen ihre Vorzüge ... die alleinerziehende Mutter bekam zu 90% respektlose Anfragen nach S., Schwanfotos ... ich fand das wahnsinnig erschreckend, es zeigt aber leider auch, welchen Stellenwert alleinerziehende Frauen in der Gesellschaft und erst recht bei Männern haben.