×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

17

Tod einer ungeklärten Liebe

K
@VictoriaSiempre Auch dir vielen Dank für deine Antwort. <3

Zitat:
(Relativ) Offiziell ja, öffentlich nein. Quelle: Ich. Meine Freundin ist - aus Gründen, aber ohne aktuellen Suizidgedanken - grade Mitglied bei der DGHS geworden und ich habe in dem Zusammenhang einige Vollmachten übernommen, ich kenne also den Papierkram frisch aus erster Hand. Der wird bei anderen Organisationen nicht viel anders sein.

Das war tatsächlich ein Missverständnis, das auf meiner leider notwendigen Auslassung beruht, wo und wie ich ihn kennengelernt habe. Ich meinte tatsächlich einen professionellen/beruflichen Nachruf, keinen der mit der Organisation zusammenhängt, die ihm diesen Weg ermöglicht hat.

Grundsätzlich ist das aber gut zu wissen, dass du diese Erfahrung hast. Sobald der Chat für mich freigeschaltet wurde, hätte ich vielleicht die ein oder andere Frage, weil mich schon wundert, wie wenig es offensichtlich dafür bedarf ...
Zitat:
Nur wäre es dann nicht naheliegender, grundsätzlich noch im Leben aufzuräumen und z. B. persönliche Brief an diejenigen zu hinterlassen, denen man noch etwas sagen möchte, statt verklausuliert den eigenen Nachruf zu schreiben? Gut - jeder Mensch tickt anders

Die Frage habe ich mir natürlich auch gestellt und sie wurde mir auch bereits mehrfach gestellt. Und ja, natürlich, so würde man meinen. Ich bin aber irgendwann zum Schluss gekommen, dass man sich die richtigen Fragen stellen muss.
Nicht: Ist es wahrscheinlich, dass so etwas passiert? Sondern: Wie würde er es mitteilen, wenn er wollte? Und ehrlich, dabei kommt heraus: Genau so. Es passt zu allem. Die Kommunikation lief letztlich immer indirekt und halboffiziell ab. Und ihm hätte es auch einen Heidenspaß gemacht, wie damals, etwas halb in der Öffentlichkeit zu verstecken. Das passt exakt zu seinem Humor, Subversion ohne wirklich subversiv zu sein.

Zudem: Wenn er wirklich krank war und schon im gesunden Zustand nicht wusste, wie er mit mir umgehen/wie er den Konflikt auflösen sollte, hat er die Kraft krank natürlich erst recht nicht mehr gehabt. Dann besser so, dass ich nicht mehr antworten kann. Das ist feige und pathetisch, passt aber ebenfalls zu ihm.

Zitat:
Im Grunde ist es doch schön, dass Du so tiefe Gefühle für einen anderen Menschen hast/hattest und ich will auch nicht absprechen, dass es ihm vielleicht genauso ging.

Tatsächlich bin ich trotz aller Zweifel und aller Wut noch immer sehr dankbar, dass ich ihn kennenlernen durfte. Dass wir diese Momente hatten. Das Leben ermöglicht manchmal nicht mehr, aber man kann genießen, was war.

#16