Zitat von Arnika: Ich gehe wie bereits erwähnt auch von Professor und Studentin, ev seiner Studienassistentin aus. Oder gar Schülerin
Oh, das hatte ich überlesen. An Schülerin dachte ich tatsächlich auch schon.
Die Vermutung Studentin/Studienassistentin/Schülerin ist naheliegend, weil nicht von einem gemeinsamen beruflichen Umfeld gesprochen wird, sondern nur von einer professionellen Beziehung.
⬇ Zitat von Kauzette: die eine nicht professionelle Beziehung offiziell verunmöglichten.
Umstände die eine nicht professionelle Beziehung unmöglich machen, kann natürlich auch einfach nur der Umstand sein das er bereits verheiratet war. Allerdings gibt es nahezu überall die Möglichkeit zur Scheidung, auch wenn das Ausmaß Fallbedingt sehr unterschiedlich ist. Also muss es ja eine Konstellation sein, bei der auch eine Scheidung den Weg in eine echte Beziehung nicht freigeräumt hätte. Da die TE häufig SEIN unprofessionelles Verhalten anprangert, nicht aber ihr eigenes wie das z.B. bei gleichgestellten Arbeitskollegen, selbst in der Kombi mit ihm als Vorgesetzten der Fall wäre, muss sie sich aus meinem Verständnis heraus in einer Art Schutzposition befunden haben.
Ich tippe eher auf Studentin/Studienassistentin. Grund: Die enge Zusammenarbeit dauerte mehrere Jahre, zumindest eng genug damit "Irgendetwas" passieren/entstehen konnte. Als Studentin arbeitet sie nach dem Abschluss in der selben Branche und in irgendeiner Form müssen die beiden noch in derselben Branche arbeiten, denn Zugriff auf den Nachruf hatten ja nur Menschen aus seinem beruflichen Kreis.
Zitat von Kauzette: Keine Zeitung, in seinem beruflichen Kontext.
Was mich auch irritiert ist das hier
⬇ Zitat von Kauzette: ist es aber in den Kreisen nicht ungewöhnlich den Kollegen/der Verwaltung das abzunehmen, indem man selbst schreibt,
Mit welchem Kreis fühlt sich die TE so verbundem, damit der Satz "den Kollegen das abnehmen und selbst verfassen" schreibt? Mit dem medizinischen Bereich, dem Verwaltungsbereich?
Zitat von Arnika: „Diskretion“ ist aber was anderes. So wirkt es auf mich zumindest so, als würde mit schönen vagen Worten, Feenstaub und Magie viel Lärm um Nichts gekippt.
Zitat von Arnika: Wie sollte auch jemand nachvollziehen, wer das ist, wenn sie zB schriebe „Ich hatte mich vor vielen Jahren als Studentin in einen Prof verliebt, wir hatten ein kurzes leidenschaftliches Verhältnis, vor einiger Zeit ist er leider nach schwerer Krankheit gestorben. Jetzt hab ich das Problem, dass ich viele Jahre später immer noch…“ Nur in D gibt es über 50.000 hauptberufliche (!) Profs zB. Noch „diskreter“ würde es mit dem Wort Mentor, und da könnte man absolut diskret das Wesen der „Bekanntschaft“ näher umreißen.
🎯 Danke.
Zitat von Lukrethia: An deiner Stelle würde ich mir eher Gedanken darüber machen, warum ich nicht abschließen kann? Warum du eine Geschichte, die Jahre her ist, nicht ad acta legen kannst? Welcher Art die Verletzung auch ist, du solltest das dringend aufarbeiten.
👍 Zitat von Sincerite: Vielleicht ist das alles nur verletzter Stolz.
Nein, ich glaube es geht der TE um fehlende Verantwortungsübernahme.
Diese Klarheit die sich die TE wünscht resultiert nicht aus dem verletzten Stolz weil sie ihn nicht verführen konnte, sondern aus einer großen Ungewissheit und die damit einhergehende Verletzung und Unsicherheit. Den ab irgendeinem Punkt warem ihm ihre Gefühle bekannt und wurden wohl konsumiert, am lodern gehalten und doch irgendwie nicht? (tja, wenn wir jetzt nur wüssten was denn tatsächlich passiert ist).
Ich glaube das ist kein Stolz, sondern der Wunsch von einem Menschen der in jungen Jahren (warum auch immer) so prägend war, Verantwortung zu übernehmen dessen Verhalten in dieser Zeit sehr verletzend gewesen ist.
In wie weit das jetzt berechtigt ist lässt sich durch die Diskretion schwer abschätzen und selbst mit mehr Informationen frage ich mich, ob es uns überhaupt zustehen wurde darüber zu urteilen.