Tut mir leid, wenn ich da jetzt doch nochmal direkter werde, aber mir fällt es oft schwer um den heißen Brei zu reden. Vlt. fehlt es mir auch einfach nur an poetischer Kompetenz.
Ich würde gerne nochmal die bereits gestellte Frage aufgreifen und um eine zeitliche Aufklärung bitten: Wie alt warst du damals bzw. wie lange ist das her?
Laut deinem Profil bist du mittlerweile 38 Jahre alt. Du hast den besagten Mann im beruflichen Umfeld kennengelernt.
Man könnte jetzt denken ihr seid Arbeitskollegen gewesen oder er wäre dein Vorgesetzter gewesen? - Allerdings betonst du mehrmals wie jung du damals noch gewesen bist und sprichst an anderer Stelle u.a. von Grooming. ("Er war damals schon alt und du noch sehr jung.")
Diese Nicht-Beziehung dauerte mehrere Jahre. Irgendwann hast du den Kontakt abgebrochen und es herrschten mehrere Jahre Funkstille. Wieviele Jahre die beiden Phasen jeweils dauerten wissen wir nicht. Dennoch komme ich zu der Möglichkeit und der Frage, ob du vlt. seine Studentin gewesen bist?
Sei es drum....ich hab da ein paar Verständnisprobleme, denn da stehen sehr viele widersprüchliche Aussagen und Beschreibungen in der Hoffnung du kannst mich da irgendwie abholen.
Also ich spreche das Tabu-Wort jetzt einfach mal aus und frage mal ganz direkt nach: War diese Affäre ausschließlich emotonaler Natur oder wurde diese auch körperlich ausgelebt?
Den so ganz kommt das aus deinen Texten nicht raus. Du scheibst du wolltest ihn Anfangs nur verführen und das es später komplizierter wurde, auf der anderen Seite wird der Eindruck erweckt das es in all den Jahren immer nur kurze Momente gab und die Kommunikation auch eher nur indirekt und halb offiziell ablief. Oder meinst du damit, dass die Kommunikation für Verabredungen zu Treffen zwischen euch immer nur indirekt und halboffiziell stattfand, damit das berufliche Umfeld nichts merkt?
Dann ist ein sehr großer Punkt der mir unklar ist und für eine emotionale Affäre spricht folgender:
Auf der einen Seite wolltest du ihn nur verführen, willst keine Beziehung mit ihm und hälst dich bewusst aus seinem Leben raus, auf der anderen Seite wirfst du ihm das hier vor:
Zitat von Kauzette: Ja. Weil das, was er gemacht hat, Ghosting, Breadcrumbing, Double Bind, Grooming etc. war. Zumindest würde das vermutlich so gut wie jeder Psychologe so bezeichnen. Diese Phänomene sind für eine Psyche süchtig machend, manipulativ.
Sind leider sehe gängige bzw. "normale" Verhaltensmuster eines Affärenführers um das Objekt der Begierde bei der Stange zu halten oder im für ihn richtigen Moment abzustoßen. Ja, solche Dinge sind manipulativ und lösen eine Art emotionale Sucht aus.
Wann war den rückblickend der Punkt an dem für euch beide klar war du möchtest mehr sein als sein täglicher Dopaminschub?
Nach deiner Schilderung war er ja nicht durchgehend dezent:
Wie hat sich den das Grooming, die Krümmeltaktik und das Double-Binding bei ihm/euch geäußert?
Anfangs habt ihr ja beide "gleichermaßen" aus dieser Schmeichlerei profietiert....und irgendwann kippte das.
Zitat von Kauzette: Ich glaube aber daran, dass sich zwei hochsensible Menschen begegnet sind, die sich gegenseitig massivst überfordert haben. Weil die Umstände waren, wie sie waren. Was aber nichts daran ändert, dass die Resonanz trotzdem vorhanden war.
Du schreibst sehr wenig über diese Verbindung, daher ist es auch schwierig eine Einschtzung abzugeben. Bei mir ist der Eindruck erweckt als entstand eure gemeinsame Resonanz aus einem Mangelzustand in dem ihr euch zum damaligen Zeitpunkt befunden habt. Du emotional instabil durch die frische Trennung und bei ihm spielen wohl ebenfalls mehrere Themen eine Rolle.
Glaubst du es ging damals wirklich für euch um den Mensch als solchen oder vielmehr um das was ihr aus der Dynamik rausnehmen konntet?
Zitat von Kauzette: Es gibt bald eine Situation, in der ich mit dem offiziellen "Verfasser" sprechen kann, der mich kennt. Da werde ich diskret indiskret nachfragen.
Wusste den damals irgendwer von euren eindeutig zweideutigen Verbindung?
Zitat von Kauzette: Der Kern ist aber das ambivalente Verhalten gewesen. Und dass verschiedene Ebenen sich überlagert haben: er als Individuum (erst später), er als Bild für etwas (Projektion). Das Bild funkt da immer noch mit rein.
Welches Bild projizierst du auf ihn?
Wo überschneiden sich die Bilder und wo muss die Projektion der Realität weichen?
Zitat von Kauzette: In den Handlungen war er sehr klar, im sonstigen Verhalten nicht.
In welchen Handlungen war er sehr klar und in welchem Verhalten nicht?
Zitat von Kauzette: Weil ich gespürt habe, wie stark er unter der Situation litt, es eben nicht klären zu können oder nicht zu wissen wie.
Woran meinst du sein leiden erkannt zu haben?
Du meinst die Situation das er bereits verheiratet war, die Situation eures großen Altersunterschiedes oder die Situation das es ihm seine berufliche Stellung nicht ermöglichte eine offizielle Beziehung mit dir einzugehen?
Und da kommen wir jetzt schon zu den nächsten Fragen:
Welcher der drei Situationen war eigentlich die unlösbare?
Wäre eine offizielle Beziehung nach einer Scheidung (und eventuellen Jobwechsel/Abschluss deinerseits) möglich gewesen?
Wäre es das was du damals wirklich gewollt hättest?
Wie beurteilst du die Situation rückwirkend, hätte eure Verbindung und ihr beide als Einzelpersonen, das Ausmaß der Konsequenzen damals tragen können? Hätte es dich wirklich nachhaltig glücklich gemacht und wie wäre diese Beziehung gewesen (z.B. wirklich auf Augenhöhe)?