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Tod einer ungeklärten Liebe

A
@Korval Ich denke, es ist halt der Klassiker einer narzisstischen Kränkung, warum sie immer noch an dem armen Mann herumnagt: Sie hat ihn halt nicht wirklich rumkriegen können. Und dieser Stachel sitzt offensichtlich sehr tief.

Jetzt zu glauben, sie war doch für ihn etwas so besonderes, dass er ihr selbst nach soo vielen Jahren am Totenbett hinterher trauerte und sich noch sterbend kryptische Geheimbotschaften für sie ausdachte, würde die Kränkung, dass er sie nicht wollte und mehr oder weniger hart abschoss, vielleicht auflösen. Dann wäre sie plötzlich dann doch „The One And Only Very Special Secret Snow Flake“ eben.

Ob das, was danach käme, die ewig unerfüllte Big Love, gesünder wäre, lass ich aber mal dahingestellt..

x 4 #46


Hola15
@Kauzette

Schau, viel interessanter als die Frage ob er nun für dich empfunden hat oder nicht, ist doch die Frage, warum dir das etwas bedeutet.
Denn daraus kannst du Schlüsse über dich ziehen und dein Leben danach ausrichten.

Was hat er für dich dargestellt? Warum wirkte das attraktiv auf dich? Trifft dieses Anfüttern bei dir vielleicht einen besonderen Nerv? Wie ist es um deinen Selbstwert bestellt?
Und so weiter.
Dieser Mann steht doch nur für etwas und solange du diese Themen an diesem konkreten Mann festmachst und nicht schaust was es mit dir zu tun hat, trittst du auf der Stelle.

Was nicht nur für dich schade ist, sondern wohl auch für deinen Partner. Das ist doch nicht fair ihm gegenüber.

x 6 #47


A


Tod einer ungeklärten Liebe

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A
Ich bin aber auch schon mal über Gebühr an einem Typen gehangen. So a la „Ich will ihn gar nicht (mehr), ich will aber, dass er mich will.“

Bis ich dann endlich schnallte, eigentlich geht’s mir um die gekränkte Eitelkeit. Da jaulte halt mein Ego. Und da ich so eitel auch wieder nicht bin - oder zumindest nicht sein wollte - war mit dieser Erkenntnis der Spuk auch ganz schnell vorbei.

x 3 #48


ElGatoRojo
Zitat von Arnika:
dass du da quasi doch the Special Snow Flake für ihn warst, ist ziemlich konstruiert.

👍🎯

x 2 #49


S
Ich sehe einen Mann, der sich nicht als Trophäe hat benutzen lassen, sondern seinen Werten und seiner Partnerin treu geblieben ist und sie nicht verraten hat, trotz seiner romantischen Gefühle, die bewusst ausgelöst wurden, um zum Ziel zu gelangen, nämlich einer Eroberung, mehr nicht. Als das nicht geklappt hat, bekam er Wut- und Vorwurfmails. Jetzt ist er verstorben und darf immer noch nicht in Frieden gehen. Ihm wird immer noch nachgejagt. Von Trauer oder Mitgefühl über seine Krankheiten, die sogar dazu führten, dass er den assistierten Suizid wählte, lese ich nichts. Er hatte das Recht auf ein selbst bestimmtes Leben. Niemand ist verpflichtet, anderen seine Gefühle mitzuteilen. Er hat nicht mehr geantwortet. Das war Null-contact, was immer ein Selbstschutz ist. Aber auch das hat die TE nicht respektiert.
Ich wünsche ihm, dass die TE ihn wohlwollend und mit den besten Wünschen in die andere Welt gehen lässt. Er hat alles richtig gemacht.

x 5 #50


A
@Sincerite Naja, ob er alles richtig gemacht hat, wissen wir nicht. Und das tun die wenigsten. Und auch nicht, ob er überhaupt je romantische Gefühle oder irgendein Interesse hatte. Und offensichtlich hat er ihr ja eh auch zu verstehen gegeben, dass das nicht so ist. Ansonsten bin ich bei dir.

Auch ein Eifersuchtsanfall, selbst wenn das so war, ist null Indiz für Gefühle für eine Person. Es reicht schon, wenn diese Person eine gewisse Funktion erfüllt, die man zumindest zeitweilig genießt. Wie wenn man nicht will, dass einem seine Putzfrau und Köchin von jemand anders abspenstig gemacht wird. Dass heißt aber noch lange nicht, dass man Gefühle für diese hegt, schon gar keine tieferen.

x 1 #51


S
@Arnika
Verstehe, was du meinst. Ich bin davon ausgegangen, dass die dezenten Hinweise in seinem Nachruf, vielleicht doch für sie waren. Außerdem schrieb sie, dass sie gemischte Signale erhalten habe. Ich kann mich aber auch täuschen.
Mit alles richtig gemacht, meinte ich, dass er standhaft geblieben ist.. Kann natürlich auch jeder anders sehen.

#52


A
Zitat von Sincerite:
@Arnika Verstehe, was du meinst. Ich bin davon ausgegangen, dass die dezenten Hinweise in seinem Nachruf, vielleicht doch für sie waren. Außerdem ...

Ich geh nicht davon aus. Was da immer auch war muss ja vor knapp 20 Jahren und nichts Ernstes gewesen sein. Würdest du für diese Person da irgendwelche kryptischen Geheimbotschaften in deinen offiziellen Nachruf, wo es um dein berufliches Vermächtnis geht, aufgrund von Themen wütender Mails irgendeiner Nicht-Beziehung reinschreiben lassen? Auf die du schon damals nicht geantwortet hast - und bis zum Schluss sehenden Auges nicht.

Zumal das ja nicht mal der gemeinsame Lieblingsdichter war, mit dessen Lyrik die beiden sich mal gegenseitig anschmachteten. Sondern nur „derselbe“ Themenkreis. Ähnliche Interessen hast ja bald mal mit jemand, den du näher kennst bzw kanntest.

Und falls er tatsächlich eine unerfüllte Liebe ansprechen wollte, könnte es eine ganz andere, selbst seine Frau, vielleicht seine letzte Liebe oder gar den Beruf, Hobbys oä betreffen. Da haben sich wohl viele Wünsche und Träume durch die schweren Krankheiten nicht mehr erfüllt.

x 3 #53


A
@Sincerite Ich würde in dem Kontext zB noch eher von einem beruflichen oder privaten Projekt, dass ihm ein starkes Anliegen war, aber er nicht mehr zu Ende bringen konnte ausgehen, als von irgendeinem Pseudo-Gspusi mit einem jungen Pupperl vor ewigen Zeiten. Das ihm Jahre später noch mal mehrere wütende Emails schrieb. Das allein ist ja schon drüber. Sie wäre wohl die Letzte, der ich dann irgendwelche Botschaften in meinem öffentlichen Nachruf zukommen lassen wollen würde.

Halte ich zumindest für extremst extremst unwahrscheinlich.

Vielleicht meine er auch nur seine Liebe zum Leben… Die ist mit schweren Krankheiten und Suizid ja irgendwo auch unerfüllt.

x 3 #54


S
Zitat von Kauzette:

Nach Jahren Funkstille meinerseits, startete ich einen wütenden Versuch mit mehreren Mails, doch noch zu klären, was das damals war. Auch hier wieder keine Reaktion.

Zitat von Kauzette:
Es gab auch eine geradezu Bilderbuch artige Eifersuchtsszene, die mich damals erschrocken hat, später aber eher belustigte, weil so niemand reagiert, der nichts empfindet.


Zitat von Kauzette:
Da ich ihn anfangs nur verführen wollte, wusste, dass er in einer Beziehung ist, war das Teil der erhofften Wirkung. Es wurde später komplizierter.

Zitat von Kauzette:
Weil ich gespürt habe, wie stark er unter der Situation litt, es eben nicht klären zu können oder nicht zu wissen wie.


Zitat von Kauzette:
Eine Beziehung wollte ich eigentlich nie,


Zitat von Kauzette:
päter waren es gerade seine Schwäche und Sensibilität die mich wahnsinnig fasziniert haben, da sie im Widerspruch zu seiner Rolle standen und ich teilweise die Auslösende zu sein schien. Er wusste nicht, wie er mit mir umgehen sollte.


Warum tut man jemandem so etwas an.? Warum zieht man sich unter diesen Umständen nicht zurück?
Vielleicht würde es dir helfen, aus dem Haben-wollen-Modus auszusteigen und auf den gebenden Modus umzusteigen. Habe Achtung und Respekt vor seinen Entscheidungen, vor seinem Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung und vor seinem Leben ohne dich, so wie er es gewählt hat. Komme zu der Erkenntnis, dass du nie irgendwelche Rechte auf ihn hattest und jetzt auch nicht hast. Gönne ihm wenigstens jetzt seine Ruhe.

x 2 #55


ElGatoRojo
Zitat von Sincerite:
Gönne ihm wenigstens jetzt seine Ruhe.

Nun ja - nun kann sie nicht mehr viel machen und erwarten, da er tot ist. Aber der Super-EgoTrip braucht Zeit, um auszulaufen

x 2 #56


DiesDasAnanas
Tut mir leid, wenn ich da jetzt doch nochmal direkter werde, aber mir fällt es oft schwer um den heißen Brei zu reden. Vlt. fehlt es mir auch einfach nur an poetischer Kompetenz.

Ich würde gerne nochmal die bereits gestellte Frage aufgreifen und um eine zeitliche Aufklärung bitten: Wie alt warst du damals bzw. wie lange ist das her?

Laut deinem Profil bist du mittlerweile 38 Jahre alt. Du hast den besagten Mann im beruflichen Umfeld kennengelernt.
Man könnte jetzt denken ihr seid Arbeitskollegen gewesen oder er wäre dein Vorgesetzter gewesen? - Allerdings betonst du mehrmals wie jung du damals noch gewesen bist und sprichst an anderer Stelle u.a. von Grooming. ("Er war damals schon alt und du noch sehr jung.")
Diese Nicht-Beziehung dauerte mehrere Jahre. Irgendwann hast du den Kontakt abgebrochen und es herrschten mehrere Jahre Funkstille. Wieviele Jahre die beiden Phasen jeweils dauerten wissen wir nicht. Dennoch komme ich zu der Möglichkeit und der Frage, ob du vlt. seine Studentin gewesen bist?

Sei es drum....ich hab da ein paar Verständnisprobleme, denn da stehen sehr viele widersprüchliche Aussagen und Beschreibungen in der Hoffnung du kannst mich da irgendwie abholen.

Also ich spreche das Tabu-Wort jetzt einfach mal aus und frage mal ganz direkt nach: War diese Affäre ausschließlich emotonaler Natur oder wurde diese auch körperlich ausgelebt?

Den so ganz kommt das aus deinen Texten nicht raus. Du scheibst du wolltest ihn Anfangs nur verführen und das es später komplizierter wurde, auf der anderen Seite wird der Eindruck erweckt das es in all den Jahren immer nur kurze Momente gab und die Kommunikation auch eher nur indirekt und halb offiziell ablief. Oder meinst du damit, dass die Kommunikation für Verabredungen zu Treffen zwischen euch immer nur indirekt und halboffiziell stattfand, damit das berufliche Umfeld nichts merkt?

Dann ist ein sehr großer Punkt der mir unklar ist und für eine emotionale Affäre spricht folgender:
Auf der einen Seite wolltest du ihn nur verführen, willst keine Beziehung mit ihm und hälst dich bewusst aus seinem Leben raus, auf der anderen Seite wirfst du ihm das hier vor:
Zitat von Kauzette:
Ja. Weil das, was er gemacht hat, Ghosting, Breadcrumbing, Double Bind, Grooming etc. war. Zumindest würde das vermutlich so gut wie jeder Psychologe so bezeichnen. Diese Phänomene sind für eine Psyche süchtig machend, manipulativ.

Sind leider sehe gängige bzw. "normale" Verhaltensmuster eines Affärenführers um das Objekt der Begierde bei der Stange zu halten oder im für ihn richtigen Moment abzustoßen. Ja, solche Dinge sind manipulativ und lösen eine Art emotionale Sucht aus.

Wann war den rückblickend der Punkt an dem für euch beide klar war du möchtest mehr sein als sein täglicher Dopaminschub?

Nach deiner Schilderung war er ja nicht durchgehend dezent:
Wie hat sich den das Grooming, die Krümmeltaktik und das Double-Binding bei ihm/euch geäußert?

Anfangs habt ihr ja beide "gleichermaßen" aus dieser Schmeichlerei profietiert....und irgendwann kippte das.

Zitat von Kauzette:
Ich glaube aber daran, dass sich zwei hochsensible Menschen begegnet sind, die sich gegenseitig massivst überfordert haben. Weil die Umstände waren, wie sie waren. Was aber nichts daran ändert, dass die Resonanz trotzdem vorhanden war.

Du schreibst sehr wenig über diese Verbindung, daher ist es auch schwierig eine Einschtzung abzugeben. Bei mir ist der Eindruck erweckt als entstand eure gemeinsame Resonanz aus einem Mangelzustand in dem ihr euch zum damaligen Zeitpunkt befunden habt. Du emotional instabil durch die frische Trennung und bei ihm spielen wohl ebenfalls mehrere Themen eine Rolle.

Glaubst du es ging damals wirklich für euch um den Mensch als solchen oder vielmehr um das was ihr aus der Dynamik rausnehmen konntet?

Zitat von Kauzette:
Es gibt bald eine Situation, in der ich mit dem offiziellen "Verfasser" sprechen kann, der mich kennt. Da werde ich diskret indiskret nachfragen.

Wusste den damals irgendwer von euren eindeutig zweideutigen Verbindung?

Zitat von Kauzette:
Der Kern ist aber das ambivalente Verhalten gewesen. Und dass verschiedene Ebenen sich überlagert haben: er als Individuum (erst später), er als Bild für etwas (Projektion). Das Bild funkt da immer noch mit rein.

Welches Bild projizierst du auf ihn?
Wo überschneiden sich die Bilder und wo muss die Projektion der Realität weichen?

Zitat von Kauzette:
In den Handlungen war er sehr klar, im sonstigen Verhalten nicht.

In welchen Handlungen war er sehr klar und in welchem Verhalten nicht?

Zitat von Kauzette:
Weil ich gespürt habe, wie stark er unter der Situation litt, es eben nicht klären zu können oder nicht zu wissen wie.

Woran meinst du sein leiden erkannt zu haben?
Du meinst die Situation das er bereits verheiratet war, die Situation eures großen Altersunterschiedes oder die Situation das es ihm seine berufliche Stellung nicht ermöglichte eine offizielle Beziehung mit dir einzugehen?

Und da kommen wir jetzt schon zu den nächsten Fragen:
Welcher der drei Situationen war eigentlich die unlösbare?
Wäre eine offizielle Beziehung nach einer Scheidung (und eventuellen Jobwechsel/Abschluss deinerseits) möglich gewesen?
Wäre es das was du damals wirklich gewollt hättest?
Wie beurteilst du die Situation rückwirkend, hätte eure Verbindung und ihr beide als Einzelpersonen, das Ausmaß der Konsequenzen damals tragen können? Hätte es dich wirklich nachhaltig glücklich gemacht und wie wäre diese Beziehung gewesen (z.B. wirklich auf Augenhöhe)?

x 3 #57


A
@DiesDasAnanas Ich gehe wie bereits erwähnt auch von Professor und Studentin, ev seiner Studienassistentin aus. Oder gar Schülerin 😳

Allerdings wissen wir vor lauter „Diskretion“ nicht mal, ob da überhaupt je was lief, nicht mal ein Kuss oä, irgendwas greifbares Emotionales, genau genommen nicht mal, ob irgendein wechselseitiger persönlicher Kontakt oder zumindest Schriftverkehr stattfand. Es könnte genauso gut sein, sie hat einfach jedes Wort und jeden Blick in ihre Richtung aus seiner Lehrveranstaltung auf sich bezogen. Hab ich bei Profs nicht nur einmal erlebt.

Wäre zumindest eine Erklärung, warum ihr zwar defacto nichts wirklich was Näheres über ihn bekannt war, außer astronomische Metaphern usw, aber sie sehr vieles dennoch auf sich bezieht.

Wir wissen es nicht.

„Diskretion“ ist aber was anderes. So wirkt es auf mich zumindest so, als würde mit schönen vagen Worten, Feenstaub und Magie viel Lärm um Nichts gekippt.

Allein, dass sie das Wesen ihrer realen Begegnungen unter dem Deckmantel angeblicher Diskretion hüllt, lässt mich wundern. Der assistierte Suizid wird zwar erwähnt, aber nicht, ob die sich jemals küssten oder zumindest privat miteinander schrieben oä? Ersteres geht uns nichts an, letzteres wäre aber hilfreich und notwendig.

Wie sollte auch jemand nachvollziehen, wer das ist, wenn sie zB schriebe „Ich hatte mich vor vielen Jahren als Studentin in einen Prof verliebt, wir hatten ein kurzes leidenschaftliches Verhältnis, vor einiger Zeit ist er leider nach schwerer Krankheit gestorben. Jetzt hab ich das Problem, dass ich viele Jahre später immer noch…“ Nur in D gibt es über 50.000 hauptberufliche (!) Profs zB. Noch „diskreter“ würde es mit dem Wort Mentor, und da könnte man absolut diskret das Wesen der „Bekanntschaft“ näher umreißen.

Bei ihren Formulierungen wirkt es zwar vielleicht „magischer“, lässt mich aber auch genau deshalb vermuten, Konkretes war da nicht viel.

x 5 #58


A
Zitat von Kauzette:
Weil er wusste, dass ich auf Antwort wartete. Und würde ich nicht mehr warten, wäre seine Antwort auch nicht mehr relevant gewesen, schätze ich.


Zitat von Kauzette:
Ich wollte auch keine Antwort mehr, sondern es ihm nur schicken. Ende.


Auch hier machst du dir ja was vor. Was ich bei den wenigen Beiträgen schon bemerkenswert finde. Scheint dein Thema zu sein.

Wie gesagt, gehe ich davon aus, dass es dein Ego massiv gekränkt hat, dass er nicht so reagierte und funktionierte, wie du es erwartet hast. „Junges hübsches Puppi kriegt älteren Knaben nicht rum.“ Das hat dich mE in massive Selbstzweifel gestürzt, ob du ihm nicht hübsch, oder eher nicht intelligent genug für ihn warst. Andersrum hätte es damals dein Ego wohl massiv gestärkt, wenn du ihn (offiziell) haben hättest können.

Und genau an dem Knochen kaust du immer noch.

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L
@Kauzette meiner Erfahrung nach machen Menschen, die wissen, dass ihre Zeit abläuft, klar Schiff.
Bei jemandem, der die letzten Kontaktversuche konsequent ignoriert hat, ist davon auszugehen, dass er schon lange abgeschlossen hat, wenn auf seiner Seite überhaupt einmal ernstzunehmende Gefühle da waren.
Dass er dir im Nachruf eine versteckte Botschaft hinterlassen hat, halte ich persönlich nicht nur für unwahrscheinlich, sondern für ausgeschlossen. Der Mann ist gestorben und hatte sicher andere Sorgen als sich eine verdeckte Botschaft für jemanden auszudenken, mit dem er in den letzten Jahren augenscheinlich keinen Kontakt mehr wollte.

An deiner Stelle würde ich mir eher Gedanken darüber machen, warum ich nicht abschließen kann? Warum du eine Geschichte, die Jahre her ist, nicht ad acta legen kannst? Welcher Art die Verletzung auch ist, du solltest das dringend aufarbeiten.

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A


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