Zitat von justawoman: Ich habe dankend abgelehnt mit dem Hinweis "Brauch ich nicht, mein Vater war Holocaustüberlebender." Da kam dann nur "Oh, wusste ich gar nicht." Keine Fragen "Wie war das für dich?" o.ä. Es ist für die meisten Leute eben kaum vorstellbar und viel zu weit weg. Bzw. einfach nicht das Interesse da, über solch schwere Themen zu reden, was ich gut verstehen kann.
Ich denke, da wäre es aber vielleicht sinnvoll, etwas Verständnis für deine Freundin zu haben.
Bitte nimm mir die Worte nicht übel.
Du weißt ja z.B. nicht, wie ihre Familienvergangenheit in dieser Hinsicht ist.
Vielleicht fand sie auch, dass nicht der Rahmen war, darüber jetzt zu sprechen. Veilleicht hat sie dein "Das brauch ich nicht" als Ansage begriffen, dass du dich damit nicht (mehr) näher auseinandersetzen willst. Vielleicht fehtl ihr das Bewusstsein, dass das was mit dir gemacht hat. Vielleicht will sie keine alten Wunden aufreißen.
Ich weiß auch nicht, wie dieses Dilemma zu überwinden ist. Vielleicht so: "Du hattest mich doch neulich auf den Vortrag aufmerksam gemacht. Ich würde wahnsinnig gern mit jemandem darüber reden, magst du?"
Oder ihr geht doch zusammen zum Vortrag, und kommt hinterher ins Gespärch?
Schwierig. Eine Freundin hat mir mal von sexuellem Missbrauch in ihrer Jugend erzählt. War für mich auch ganz, ganz schwierig, wie ich reagieren soll, wieviel und wie intensiv ich nachfragen soll...