Hallo saxana, alena, rote zora,
habe heute auf der Arbeit - während Arbeitszeit - erfahren, dass Exe nicht im Entferntesten daran denkt, aus dem Haus auszuziehen... Wehrt sich mit allen rechtlichen Mitteln. Meine Chancen gehen gegen Null, sagt der Rechtsverdreher...
Dann wieder in Gedanken gewesen und zwei Stunden später heftigen Rückfall gehabt, der bis jetzt anhält. Hört nicht auf. Ich habe alle meine Hoffnungen daran gesetzt, dass sie, wenn der Druck größer wird, irgendwann die Segel streicht und aus der Hütte auszieht. Denn wenn ich dort nicht mehr hin muss, nicht nur weil ich das Kind holen will, geht es mir besser.
Es ist wieder da: diese bittere Mixtur aus Verzweiflung, Trauer, Verlust. Der größte" Schmerz entsteht aber aus dem Wissen, dass sie es sich mit ihrem Partner in dem Haus gut gehen lässt.
Inzwischen glaube ich, dass Exe wirklich denkt, ich sei krank. Und das erzaehlt sie auch der Tante beim Amt.
Okay, es ist seit über drei Monaten ein absoluter Ausnahmezustand. Und es ist einiges in meiner Vergangenheit falsch gelaufen. Dann kriege ich auch noch Mitleid von diesem Satan. Und gut gemeinte Ratschläge, denn ich bin ja krank, wie sie sich selber bestätigt. Daher ist es absolut in Ordnung, dass sie alles macht, was ihr zum Vorteil gereicht.
Wenn ich nur mit irgendwas Gegendruck machen könnte. Es fällt mir nicht sonderlich schwer, ein kaltes Lächeln aufzusetzen. Lange hält das aber nicht. bin mir auch nicht sicher, ob das überzeugend wirkt. Das Aas hat ja keinen Grund Angst haben zu müssen.
Ich denk schon wieder, ich pack das einfach nicht. Denn mir ist klar, dass die größte Pein aus eben dieser Demütigung immer wieder aufs Neue wachsen wird. Über den Verlust kommt man irgendwann hinweg. Das braucht Zeit. Aber das, ständig die Exe wieder treffen zu müssen, die im eigenen Haus ihr neues Liebesleben auslebt, das ist eine so heftige Kränkung, dass ich nicht damit umgehen kann.
Als ich erfahren habe, sie verweigert mit aller Entschlossenheit gegen einen Auszug, bin ich wieder in diesem schei... Loch gewesen, sofort. Genau dieser Umstand, dieses Wissen, ist es, was mir das Leben schwer macht. Zwischendurch dachte ich "Hexe, nimm das Kind und geh bitte einfach nur..." Dann wieder: so geht's auch nicht.
Und das ist das Dilemma.
Beide Seiten weichen nicht. Die eine will nicht (Exe und Kerl), die andere (ich) kann nicht. Wegen des Kindes. Aber sie muss raus, sie muss, sie muss...!

Ich komme sonst nicht zur Ruhe, ich komme sonst nicht runter. Ein Kind über zwei bis drei Tage zu versorgen krieg ich in so einem Zustand schon gar nicht hin.
Ich rauche schon wieder wie ein Schornstein, bin schlaflos, verzweifelt etc. Ich kann ja loslassen. Aber dazu brauche ich auch Abstand von dem ganzen Zeug. Kind erzählt mir dann beim möglichen nächsten Umgang wieder alle Sachen.
Ich werde mir morgen wohl Anti-Depressiva-Pillen beim Doc holen. Mal probieren, wie die wirken. Jemand Erfahrung damit und kann mir sagen, ob es zu empfehlen ist? Ich muss ja auf Arbeit funktionieren. Kann mich nicht schon wieder einweisen lassen und krank machen. Obwohl ich mich jetzt gerade so fühle.