Hallo Blake 88,
das ist ein sehr interessanter Thread, den Du hier eröffnet hast und ich schildere mal meine Erfahrungen:
Ich denke, es kommt auch zu einem großen Teil mit auf die Art der Kommunikation an. In meinem Bekanntenkreis ist auch eine langjährige Freundin, in meiner Altersklasse, die glücklich verheiratet ist, Kinder hat und ihren Mann über alles liebt (mit dem bin ich auch befreundet). Wir können uns treffen, ohne Hintergedanken, ohne sonst etwas, obwohl sie mich sehr sympathisch findet, aber nie würde da etwas passieren. Hin und wieder kommt es da auch zum obligatorischen Kaffeetrinken, was Du beispielhaft aufgeführt hast. Es wurde bei und von Anfang an signalisiert, dass man sich nur rein freundschaftlich trifft oder Dinge bespricht, da wird auch nie etwas passieren. Ihr Mann braucht auch keine Angst zu haben, weil er ihr und auch mir vertraut.
Nichts desto trotz, ich stimme da einigen Vorschreibern zu wie z.B. Leonie, wenn man ein Date hat, bei zwei ungebundenen Menschen, sind etwaige Hintergedanken, bewusst oder unbewusst, auch mal möglich. Nur, wo ist das Problem? Einfach klar formulieren, dass man sich sympathisch ist und einen freundschaftlichen Kontakt halten möchte und gut ist.
Ich formuliere auch Zusammenkünfte mit platonischen Freundinnen als "Treffen", wenn es um eine Frau geht, die ich begehren würde, würde ich es "Date" nennen. Ist zwar im Prinzip dasselbe in zwei Sprachen, aber die Intentionen dahinter sind unterschiedlich. Dieses hat sich in der westlichen Welt so allmählich durchgesetzt und wer nicht "sprachbehindert" ist, weiß diese verschiedenen Begrifflichkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen auch richtig zu deuten.
Dann spielt natürlich auch der Background und die Location eine gewisse Rolle. Wenn ich mich z.B. bei einem ländlichen Schützenfest mit einer Frau unterhalte, etwa trinke etc., wird automatisch suggeriert, da besteht mehr als nur ein "Gesprächsinteresse". Auf dem Land sind die Volksfeste, so wie Du es auch beschrieben hast, oft eine Art "Partnerschaftsvermittlungsstelle".
Wenn ich dagegen in einem Sportwettbewerb o.ä. aktiv bin und dann jemanden treffe, erfolgt i.d.R. auch ein anderer Austausch.
Solltest Du den Wunsch verspüren, weiterhin Frauen ohne Hintergedanken treffen zu wollen, dann gründe doch z.B. eine Gruppe für gemeinschaftliche Unternehmungen oder Hobbies oder mache Ausflüge mit.
Du darfst natürlich auch nicht vergessen, dass eine alleinstehende Frau u.U. unsicher ist, was Du als alleinstehender Mann für Intentionen hast, wenn Du sie treffen möchtest. Das kann ich zum Beispiel auch verstehen, dass da Frauen sind, die eventuell Dich mögen könnten, aber nicht für Intimes und trotzdem lieber einen Rückzieher machen. Kommt auch darauf an, wie Du Dich gibst, was Du ausstrahlst und signalisierst usw.
Freundschaften zwischen Männern und Frauen kann es geben, gibt es auch, aber sie sind nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.
Gehe einfach auf die Frauen zu und sei Du selbst. Selbst wenn dann mal Frauen eine Einladung "nur zum Kaffee" ablehnen, hacke es ab und geh weiter. Bekehren kannst Du sie nicht und sie zu überzeugen versuchen, wird wahrscheinlich nichts bringen, wäre ich mir auch zu schade dafür, wenn ich vorher meine Absichten klar und eindeutig formuliert habe.
Ich kann mich mit Frauen treffen, ohne dass von einer Seite oder beiden Hintergedanken sind. Ich kann es aber auch umgekehrt.
Aber wie gesagt, alles eine Frage der Umstände (Ausstrahlung, Kommunikation, Intention, Zeit und Ort usw.).
L.G.
Udi74