Zitat von nalea: Bei meiner Mutter ist vor kurzem eine schnell fortschreitende Demenz mit Dilir diagnostiziert worden.
Das tut mir sehr leid, das ist eine furchtbare Diagnose.
Zitat von nalea: asie lebt 350 km entfernt und ich gehe vor Verpfluchtungsdruck fast ein. Wie seid ihr damit umgegangen? Seit Monater ruft die Familie, ihre Freunde und früheren Nachbarn bei mir an und fragen nach. Danach kommt jedesmal: Hast du schon..? oder: Du musst..
Ernsthaft? Obwohl du so weit weg lebst, erwarten sie von dir, dass du dich ständig kümmerst? Das ist doch praktisch überhaupt nicht umsetzbar. Warum kümmern sich diese Leute denn nicht selbst ein bisschen um sie, wenn sie die Möglichkeit dazu haben?
Zitat von nalea: Ich habe jahrelang die Angelegenheiten meines Vaters, der in einem Pflegeheim lebt mitbetreut und ich gehe langsam vor schlechtem Gewissen nicht ständig vor Ort sein zu können ein. !Ich bin berufstätig und habe auch noch andere Verpflichtunge Habt ihr einen Rat? Ist dieser Druck normal?
Ja, ich fürchte, dieser Druck ist ein Stück weit normal. Du bist das Kind und hast dich zu kümmern, egal wie, das erwartet die Gesellschaft so. Und irgendwie erwartet man das ja auch von sich selber. Weißt du, mein Vater hat in meiner Kindheit nur durch Abwesenheit und Desinteresse geglänzt und ich hatte mir immer geschworen, wenn er mal alt und hilfsbedürftig ist, wird das nicht mein Problem sein. Jetzt ist es soweit, er ist hochgradig dement und im Pflegeheim und obwohl er als Vater ein Totalausfall war, hab ich jetzt manchmal ein schlechtes Gewissen, mich nicht genug um ihn zu kümmern. Völlig bescheuert.
Ich denke es wäre gut, wenn du dir Unterstützung ins Boot holen könntest, jemanden, der dich dahingehend ein bisschen entlastet. Gibt es jemanden aus der Familie, der näher dran ist und dem du vertraust, der dir das ein oder andere abnehmen könnte?