Zitat von Heavydreamy: (gut dass ich da war, konnte er nich ausrasten)
Kann er oder will er nicht sehen, dass seine Mutter nicht absichtlich so agiert, um ihn zu ärgern oder weil sie zu faul ist, sondern weil sie krank ist und ihr Verhalten nicht mehr gut steuern kann? Ich bekomme ein mulmiges Gefühl, was hinter verschlossenen Türen passiert, wenn niemand da ist, um den Sohn zu regulieren.
Zitat von Heavydreamy: Manchmal denk ich, soll ich die Wohnung kontrollieren, wenn ich dort bin,
Um ihm das Leben zu erleichtern, was wäre deine Motivation?
Zitat von Heavydreamy: Er meinte, er möchte da keine wirklich Einmischung von irgendwelchen Stellen und er gehe ja mit seiner Mutter zu trainieren wegen Demenz zum Arzt.
Ist die Frau diagnostiziert, welche Trainings? Es gibt fachliche Stellen, die sich genau mit diesen Themen auskennen und beraten. Seltsam, wenn ein Angehöriger diese Unterstützung als unerwünschte Einmischung empfindet. Ich würde die Motivation hinterfragen, ist er so der Augen-zu-Typ, will er die Erkrankung seiner Mutter nicht wahrhaben oder ist es ihm zu mühsam, hofft er das aussitzen zu können?
Zitat von Heavydreamy: Was ich aber doch vielleicht machen kann, einfach Mal in die Küche gehen, wenn ich zu ihr komme und fragen, ob ich was spülen kann (und schaue so nebenher ob da was auffälliges liegt, was nich dahingehört, also Bad in Küche oder andersrum ) oder ja das mit der Jacke, sie war eher an der Garderobe wohl vom Bügel gefallen, hab das auch gar nich erst gesehen, erst als der Sohn beim verabschieden an der Tür es gesehen hat.
Ich lese viel von deinem Bedürfnis beim Sohn gut Wetter zu machen. Ich würde eher auf die kranke alte Dame schauen wollen.
Zitat von Heavydreamy: ch würde sehr gerne mehr für sie da sein, um ihren Sohn wirklich zu entlasten,
Hier wieder. Die Mutter scheint Hilfe zu benötigen. Könnte hilfreich sein, auf die Motivation des Sohnes zu schauen, warum er diese Hilfe nicht organisieren will.
Zitat von DieDirekte: Oder redet er nur, motzt seine Mutter an - und macht Besuche?
Weißt du, mir tut diese Frau fast leid in ihrer Hilflosigkeit, für die sie nichts kann.
Die Erkrankung wird fortschreiten. Im Moment unterstützt du deine Nachbarin - und deckst sie auch etwas, damit der Sohn nicht alles mitbekommt, nicht motzt.
Danke, so lese ich das auch. Mir tut die Frau von Herzen leid.
Zitat von Heavydreamy: Ich beobachte weiterhin und sollte es aus meiner Sicht doch schlimmer kommen, werd ich ihn nochmals fragen, auch wegen Altersheim dann.
Ja, wenn es zu spät ist, dann bleibt möglicherweise nur eine (voll)stationäre Unterbringung. Vielleicht kann dies aber auch durch Augen auf und mit fachlicher Beratung noch weit hinausgezögert werden. Ich denke an häusliche Pflege durch einen Pflegedienst, Essen auf Rädern, wenn sie sich selbst nicht mehr versorgen kann, Haushaltshilfe, Tagespflege, alles Möglichkeiten, wenn denn der Sohn auch mal hinschauen würde. Wie argumentiert er seine Verweigerung, Hilfe zu organisieren?