Zitat von Malea-: Ich habe ihm eine Mappe mit Kopien von allen Krankenhausberichten der letzten Wochen und Monate in die Hand gedrückt.
Ja,kann man sich mal ansehen...kam dann.
Zitat von Gartentante: Damals wusste ich noch nichts von der Wichtigkeit über die Angabe der Hilfe bei Körperpflege. Ohne meine Hilfe ging schon Jahre nichts mehr. Baden, Duschen, Cremen.
Das gehört irgendwann zu den lessons learnt. Beim Pflegerad geht es nicht darum, wie krank jemand ist, sondern welchen Hilfs- und Unterstützungsbedarf der Mensch hat. Mir hat ein Prüfer erzählt, er hat einen Menschen im Rollstuhl in Pflegegrad 1 eingestuft, da dieser als ehemaliger Sportler sehr selbstständig und kaum hilfsbedürftig ist. Zur Not, Widerspruch einlegen, die Informationen nachreichen.
Auch hier gilt, sich Wissen und Informationen anzueignen, einen Überblick zu verschaffen. Hier gibt es ganz viele Informationen:
https://www.pflege.de Dort gibt es auch einen Pflegegradrechner, da kann jeder selbst schonmal schauen, wo man bei der Prüfung landen kann. Auch Muster für Widerspruch finden sich dort. Egal ob dort oder auf anderen Seiten, Informationsbeschaffung ist Pflicht und Voraussetzung, um sich in dem Dschungel einigermaßen zurecht zu finden und sich nicht permanent hilflos und enttäuscht zu fühlen.
Vor dem Besuch des medizinischen Dienstes kann ein Pflegetagebuch hilfreich sein, um den täglichen/wöchentlichen Hilfsbedarf zu dokumentieren und bei der Prüfung vorzulegen. Muster finden sich auf der genannten Seite wie auch auf den Pflegeseiten der PKV.
@Malea-, wichtig ist, dass du eindringlich darauf aufmerksam machst, dass du jede Woche Nächte auf der Couch deiner Mama verbringst, weil sie Angstzustände hat, sie unruhig und nachtaktiv ist, Panikattacken hat. Wie oft du mit ihr zum Arzt musst, einkaufen fährst, Medikamente gibst, Essen vorbereitest, was auch immer du für sie erledigst, wo auch immer du sie unterstützt.
Schau dir den Pflegegradrechner an, das ist ein Punktesystem, aus dem du selbst errechnen kannst, welcher Grad aus deiner Sicht angemessen ist. Das ist gerade auch für die Angehörigen erhellend.
Zitat von Gartentante: Das ist Masche.
Traurig.
Hier kamen 2 Ablehnungen in den Jahren 2021 und 2023. Damals wusste ich noch nichts von der Wichtigkeit über die Angabe der Hilfe bei Körperpflege. Ohne meine Hilfe ging schon Jahre nichts mehr. Baden, Duschen, Cremen.
Hej du, das sind aber genau die Sachen, die Prüfer wissen müssen. Ich habe nicht den Eindruck, dass das eine Masche ist. Eher dass Angehörige mehr über Krankheiten und Symptome reden als über Hilfe und Unterstützung, die geleistet werden muss. Und dann kann es zu solchen Missverhältnissen kommen. Mag für viele Haarspalterei oder selbsterklärend sein. Ist es nicht. Sollte jeder verinnerlichen. Der Satz heißt nicht, er/sie/es hat Demenz, die Sätze heißen, er/sie/es kann nicht mehr allein ...., braucht Hilfe bei ...., muss so oft zur Therapie, zum Arzt gefahren werden, ... . Im Pflegegradrechner sind die einzelnen Punkte mit ihrer Gewichtung aufgeführt.
Sorry, wenn ich hier offene Türen einrenne und Basics betone. Vielleicht hilft es dann doch mal jemandem.