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Treffpunkt für Angehörige/r mit Demenz

Fenjal
Meine Oma wäre niemals in ein Altenheim gegangen, ich selbst hätte das auch nicht zugelassen.
Es gibt die Möglichkeit, Eltern oder Großeltern nach Hause zu nehmen, auch soetwas findet Unterstützung.
Es muss nicht immer ein Altenheim sein.
Oma ist auch in meinem Haus verstorbenen, wie wir beide uns das gewünscht haben.
Wollte nur anmerken, es gibt neben den Heimen andere Möglichkeiten.
Weil hier die Kostenfrage aufkam, oder wenn ein betagter Mensch seine letzte Zeit nicht in einem Altenheim verbringen möchte.

x 1 #1831


DieSeherin
Zitat von Fenjal:
Oma ist auch in meinem Haus verstorbenen, wie wir beide uns das gewünscht haben.


ist toll, dass das bei euch möglich war - nur leider geht es nicht immer und bei allen.

x 7 #1832


A


Treffpunkt für Angehörige/r mit Demenz

x 3


C
Zitat von Fenjal:
Meine Oma wäre niemals in ein Altenheim gegangen, ich selbst hätte das auch nicht zugelassen.


Was du bei deinem Vergleich immer vergisst ist, dass du jung und kräfig für Pflege warst.
Es war deine Oma.

Nicht deine Mutter und du selbst schon weit über 50, selber mit Wehwehchen schon gezeichnet.

Davon ab wäre ziemlich sicher auch deine Oma in ein Pflegeheim gegangen, wenn sie keine andere Wahl gehabt hätte.

x 3 #1833


Fenjal
@Casey deine Überlegungen gehen dann in die Richtung, dass Enkel eher betagte Menschen in ihr häusliches Umfeld übernehmen, weil sie selbst kräftiger und belastbarer sind?
Ich glaube, sorry, dass du da auf dem Holzweg bist.
Wie dem auch sei, jeder wie er kann und möchte, mein Hinweis ging dahin, dass Heime nicht immer der letzte Aufenthaltsort für betagte Menschen sein müssen.

x 2 #1834


DieSeherin
Zitat von Fenjal:
Wie dem auch sei, jeder wie er kann und möchte, mein Hinweis ging dahin, dass Heime nicht immer der letzte Aufenthaltsort für betagte Menschen sein müssen.


mein mann und ich werden auch versuchen, seine mutter "bis zum ende" bei uns zu haben, aber wenn es weiterhin so rapide abwärts geht mit ihrer demenz, wird das kaum möglich sein.

weißt du, oft scheitert es ja nicht am wollen, sondern am können, den rahmenbedingungen.

x 6 #1835


Fenjal
@DieSeherin das ist richtig.
Oma war bis zuletzt nicht an Demenz erkrankt, ich hatte mir ihr sehr, sehr schöne 2 Jahre in meiner Hütte, sie kochte, werkelte im Garten und ich konnte mich auf ihren Rat verlassen, sie war eine kluge Frau.

Nur das Alter nahm ihr die Kraft.
Sicher, das war nicht immer einfach, sie in ihrem Stuhl zu sehen, immer noch mit der Schürze, die sie einfach nicht ablegen wollte, ihre grossen Hände lagen in ihrem Schoß, wo sie sonst nur am Abend zu finden waren.
Aber, man kann viel, wenn man denn diesen Menschen sieht, mit dem man jahrzehntelang verbunden war, der mich sehr viel gelehrt hatte und deren Schürzentasche immer etwas für mich bereit hielt 🤗.

Ich kann allerdings auch nachvollziehen, dass es Leute gibt, für die ein Pflegeheim die bessere Alternative ist, keine Frage.

x 3 #1836


P
Ich habe auf erstaunliche Weise erfahren dürfen, wie unterschiedlich dieselbe Situation von verschiedenen Personen wahrgenommen wird.

Mein Vater hatte lange Zeit Untermieterinnen aus aller Welt gehabt. So konnte er immer wieder helfen. Und es war das Gefühl da, daß auch noch jemand anderes im Haus ist.
Zum Ende der Zeit mit Untermietern war eine junge Frau aus Indien da. Sie bekam unsere Verzweiflung mit, wenn Vatern sich gegen mögliche Hilfen sperrte, dafür seinen Kopf durchbekommen wollte. Sie bekam mit, wie oft ich da war und wie oft mein Bruder zur Hilfe kam, besonders bei erneuten Betrugsversuchen an alten Menschen. Auch sie war da, auf ihre Weise. Es gab so vieles, wo wir eingesprungen sind und uns kümmerten im täglichen Leben oder mit Sondersituationen.
Im Gegenzug waren wir auch für sie da, wenn sie sich alleine und fern von allem fühlte.

Eines Tages, als wir, also mein Bruder und besonders ich ganz fertig waren durch Vaters Verweigerungen, erzählte sie uns etwas erstaunliches. Sie erklärte uns, daß in Indien die Familien kulturell verpflichtet seien, sich um ihre Familienangehörigen zu kümmern. Sie haben meistens keine Lust dazu und viele machen deswegen nur das Nötigste.
Was sie aber besonders bei mir als auch bei meinem Bruder mitbekommt, wäre weit mehr als sie aus ihrer Heimat kenne. Sie wäre über die Maßen erstaunt, wie sehr man sich persönlich engagieren kann und wie sich das anfühlt, wenn man das mitbekommt. Sie hätte das auch zu Hause in Indien erzählt, und damit den Eindruck, den sie von Deutschland hätten, ordentlich verändert. Denn die denken, daß wir unsere alten Leute alle in die Heime abschieben. Jetzt bekam sie konkret mit, unter welchen Bedingungen wir leben und uns kümmern. Und wie verzweifelt wir alle diese letzte Lösung versuchen zu verhindern. Daß das keine schnelle Lösung für die meisten ist.

Ja, dieser Blick von außen hat uns wirklich sehr geholfen.

x 9 #1837


DieSeherin
Zitat von Fenjal:
Ich kann allerdings auch nachvollziehen, dass es Leute gibt, für die ein Pflegeheim die bessere Alternative ist, keine Frage.


das klingt mir immer noch zu sehr, als hätten alle die wahl 😉

x 2 #1838


Hola15
Zitat von Fenjal:
mein Hinweis ging dahin, dass Heime nicht immer der letzte Aufenthaltsort für betagte Menschen sein müssen.

Ich glaube wir Angehörigen hier sind/waren eher nicht mit betagten Menschen konfrontiert.
Sondern mit den konkreten und massiven Thematiken, die eine Demenz so mit sich bringt. Und das kann je nach persönlichen Rahmenbedingungen und Ausprägungen der Symptome der Krankheit (die unterschiedlich sein können) händelbar sein oder nicht.

x 7 #1839


Malea-
Ich verstehe das alles selbst sehr gut,
jede Einstellung zu diesem Thema.

Mein Bruder und ich haben heute lange darüber gesprochen,
welche Möglichkeiten es noch für meine Mutter gibt .
Der Gedanke schleicht sich ständig ein, 😪
der Heimvertrag ist ja noch nicht unterschrieben.

Die Wohnung darf noch nicht gekündigt werden.
Kann sein das sie noch zu fit ist ..und 80 ist meine Mutter ( 79 J.) ja auch noch nicht ,
wurde mir heute vom Amt gesagt,es betrifft den Pflegegrad 2 und die Voraussetzungen für die Zahlungen fürs Heim.
Dann fällt die Finanzierung weg und sie muss wieder nach Hause.
Ok. 😳


Was da so alles dran hängt ,an Bürokratie ,bin ich jetzt schon Gedanklich fertig🤪 ....
und meine Mutter ist gut gelaunt. 😉

x 3 #1840


Wollie
was erzählt das Amt da ?wieso fällt die Finanzierung weg, wenn die Pflegegrad 2 hat ? und mit einer diagnostizierten Demenz wird daraus irgendwann Grad 3 usw......lass dich da mal von einem Pflegestützpunnkt beraten.Das kann so nicht sein. Versuchen die, dich abzuwimmeln, weil sie zahlen sollen ?

x 2 #1841


Hola15
Zitat von Malea-:
Ich verstehe das alles selbst sehr gut, jede Einstellung zu diesem Thema. Mein Bruder und ich haben heute lange darüber gesprochen, welche ...

Magst du das nochmal genauer erläutern? Ich verstehs irgendwie nicht.

Meine Mutter war übrigens noch keine 70 und körperlich topfit. Hat sich ja immer gesund gehalten.

Soweit ich das noch in Erinnerung habe brauchst halt den Pflegegrad 2 und den hat deine Mutter ja nun, oder?

Oder hat sich in den letzten Jahren da was geändert?

x 2 #1842


Malea-
Zitat von Wollie:
was erzählt das Amt da ?wieso fällt die Finanzierung weg, wenn die Pflegegrad 2 hat ? und mit einer diagnostizierten Demenz wird daraus irgendwann ...

Danke Wollie ! 🤗

@Hola15
Der Heimleiter hatte mir das auch gesagt,
Pflegegrad 2 reicht fürs Heim.


Mir hat das mit der Finanzierung zu viele Gedanken bereitet ,
deshalb habe ich beim S.amt angerufen und nach den
Voraussetzungen bei Pflegegrad 2,
für die Zahlung der Heimkosten nachgefragt.
Das meiste passt...

Sie erklärte mir dann noch
das man für die Zahlung bei Pflg 2 fürs Heim, mindestens 80 Jahre alt sein muss ,
oder wenn jünger....müsste man schon sehr klapprig,oder schusselig sein,
das Zuhause nichts mehr geht.



Das es verunsichert kann man verstehen ,oder ?

#1843


Hola15
Zitat von Malea-:
Danke Wollie ! 🤗 @Hola15 Der Heimleiter hatte mir das auch gesagt, Pflegegrad 2 reicht fürs Heim. Mir hat das mit der ...

Danke dir für deine Erläuterung!

Hmm schon komisch, Pflegegrad 2 ist meiner Meinung nach Pflegegrad 2. Bei meiner Mutter hab ich übrigens auch gleich beim Amt Hilfe fürs Alter beantragt, weil klar war, dass ihre Ersparnisse nicht ewig reichen und das abgeschmolzen bis das Amt übernommen hat.

x 2 #1844


Hola15
„Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) - Sozialhilfe - (Artikel 1 des Gesetzes vom 27. Dezember 2003, BGBl. I S. 3022)
§ 65 Stationäre Pflege

Pflegebedürftige der Pflegegrade 2, 3, 4 oder 5 haben Anspruch auf Pflege in stationären Einrichtungen, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder wegen der Besonderheit des Einzelfalls nicht in Betracht kommt. Der Anspruch auf stationäre Pflege umfasst auch Betreuungsmaßnahmen; § 64b Absatz 2 findet entsprechende Anwendung.“


Hmm, ja das kann tatsächlich sein. Rede mal mit dem Heim, vielleicht können die weiterhelfen. Oder ansonsten eben mit einem Pflegestützpunkt, VDK etc.

Bei meiner Mutter wars klar, dass das daheim nicht weiter geht.

x 2 #1845


A


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