×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

5271

Treffpunkt für Angehörige/r mit Demenz

HeavyDreamy
@Error also meine Nachbarin kam ins Heim, wegen Demenz, weil ihr Sohn sie nicht dauerhaft beobachten kann und sie auch nicht in ihrer Wohnung einschliessen konnte (sie ist schon öfters umhergeirrt)

Körperlich ist sie aber weiterhin fit.
Ihr Sohn wird sie weiterhin fast täglich im Heim besuchen gehen und ich, so wies mir möglich ist.

Nur weil man dement ist, heisst es ja nicht, dass man dann stirbt Lachendes Gesicht

Und hier ist ja das Thema Demenz.

Ich für mich selber, weil ich krank bin, habe ich letztes Jahr eine Patientenverfügung gemacht.
Mein Sohn ist mit eingetragen, weiss also darüber Bescheid.
Sollte bei mir Mal was gravierendes sein, möchte ich keine lebensrettende Maßnahmen haben wollen.
Ich hab ja auch den Pflegedienst, sollte es schlimmer werden.
Ich möchte auch nicht, das mein Sohn sich verantwortlich fühlt für mein Leben. Er soll sein Leben geniessen dürfen Lachendes Gesicht

Die Pflege eines sterbenden Menschen - puh das is richtig richtig hart.
Ich hab es voll mitbekommen, da meine Mutter ihre Mutter bis zum Tod pflegte.
Ich war da zwischen 15-18 Jahre alt und als ich heimkam (hatte flaues Gefühl im Magen) sah ich auch den offenen Sarg im Flur.
Danach hatte ich nen Filmriss.

Zitat von Error:
Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sind mein absoluter Albtraum, ich war im Zivildienst bei den Maltesern und habe dadurch eine bleibenden Schock erlebt.

Kann ich voll verstehen.

x 2 #1981


Error
Zitat von Casey:
Also, dass du mal so tief sinkst hätte ich dir dann doch nicht zugetraut.

Das finde ich jetzt gerade sehr unfair von Dir. Frag doch mal die Menschen, die am Ende ihres Lebens an den Schläuchen hängen. Ob das so erstrebenswert für sie ist und ob der böse Error vielleicht nicht doch recht hat.

#1982


A


Treffpunkt für Angehörige/r mit Demenz

x 3


Hola15
Zitat von Error:
Noch nicht. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer Zyankali-Kapsel für diesen Fall. Aber die werde ich noch finden. Ich möchte auf keinen ...

Ich habe ja kürzlich mit dem Alzheimer-Telefon telefoniert um mich über die letzte Lebensphase beraten zu lassen.

Die Dame macht das wohl schon mehrere Jahrzehnte und meinte in Hinblick „Lebensverlängerung um jeden Preis“ hat sich in der Zeit sehr viel getan. Eben, dass es darum nicht mehr geht.

Wenn dir das so wichtig ist, dann wäre eine Patientenverfügung hier und heute schon mal ein wichtiger Schritt. Du könntest heut Abend einen Unfall haben und dann bringt dir die Zyankali- Kapsel auch nichts wenn du im Koma liegst.

Ansonsten… Sterbehilfeverein.

Bei Demenz ist es etwas komplizierter. Ja, da wäre die Kapsel etwas.

x 1 #1983


Hola15
Zitat von Error:
Übrigens die typische Reaktion von Leuten, die ihre Angehörigen selber nicht pflegen können oder wollen, aber ihr Gewissen beruhigen wollen.

Ok. Und deine Lösung wäre?!
Deinen Angehörigen umbringen?
Oder wie kann ich mir das vorstellen?

#1984


Error
Zitat von Hola15:
Ok. Und deine Lösung wäre?! Deinen Angehörigen umbringen? Oder wie kann ich mir das vorstellen?

Was für eine Frage Augenrollendes Gesicht Du bist das Allerletzte...

Aber vielleicht sollte man mit Angehörigen rechtzeitig über sowas sprechen - Stichwort: Patientenverfügung um das Leiden nicht unnötig zu verlängern.
Aber dazu sind derzeit noch die Wenigsten bereit. Weder der betr. Patient noch die Angehörigen, die meinen ihre Lieben lieber im Heim siechen statt in Würde sterben zu lassen.

#1985


Winza
@Error
Kannst du es bitte lassen hier über siechtum diskutieren zu wollen.
Bist du betroffen durch Angehörige zurzeit?

Und das hier geht in Richtung Beleidigung.
Zitat von Error:
Übrigens die typische Reaktion von Leuten, die ihre Angehörigen selber nicht pflegen können oder wollen, aber ihr Gewissen beruhigen wollen.


Im ersten Beitrag steht wie der Thread gemeint ist.

x 2 #1986


Hola15
Zitat von Error:
Was für eine Frage Augenrollendes Gesicht Du bist das Allerletzte... Aber vielleicht sollte man mit Angehörigen rechtzeitig über sowas sprechen - Stichwort: ...

Zitat von Hola15:
Du, meine Mutter hat ne Patientenverfügung

Und ne Vorsorgevollmacht.

Haben wir alles besprochen.

x 1 #1987


Error
Zitat von Winza:
@Error Kannst du es bitte lassen hier über siechtum diskutieren zu wollen. Bist du betroffen durch Angehörige zurzeit? Und das hier geht in Richtung Beleidigung. Im ersten Beitrag steht wie der Thread gemeint ist.

Ja, es entsteht dann eine Dynamik, welche ich nicht wollte.
Mir ging es um die Qualen, die Menschen in ihrer letzten Zeit, aus meiner Sicht unnötige Qualen, erleiden müssen.
Aber klar, es muss ja böse gemeint sein wenn es von mir kommt.
Ich habe das jetzt 2x erlebt, Oma und dann Mama und beide haben sich gewünscht, es nicht mehr zu verlängern.
Nachtrag:
Und Oma durfte bei uns daheim sterben. Da war ich 18.
Sie hat mein Zimmer bekommen, ich habe mir einen Kellerraum hergerichtet und da gewohnt.
Dann habe ich Klingeldraht von ihrem Zimmer in Mamas, meiner Schwester ihres und mein Kellerzimmer gespannt, worüber wir eine Wechselsprechanlage betrieben. Jeder von uns dreien war abwechselnd eine Nacht dran, da Oma 1-2mal pro Nacht auf die Bettpfanne gehoben werden musste und danach sauber gemacht werden musste.

Oma war gar nicht glücklich damit, sie hat soviel geweint Trauriges Gesicht

x 1 #1988


Pippa
Zitat von Error:
Mir ging es um das letzte Ende.

Da wäre ich tatsächlich dafür, dass Leiden unkompliziert (also, ohne einem Verein beitreten oder unzählige Gutachten einholen zu müssen) abkürzen zu dürfen.
Ist leider nicht so einfach.
Vielleicht sollte man das woanders diskutieren.
Hier passt es mMn nicht hin.

x 5 #1989


Winza
@Error
Dann mach doch ein Thema über siechtum und Sterbehilfe auf.

x 1 #1990


Error
Zitat von Winza:
@Error Dann mach doch ein Thema über siechtum und Sterbehilfe auf.

Ja, stimmt. Aber letztendlich führt Demenz genau da hin. Von daher dachte ich, es passt. Dass sich jeder der Betroffenen damit auseinandersetzt, das ein Leben endlich ist.

#1991


Hola15
Zitat von Error:
Ja, es entsteht dann eine Dynamik, welche ich nicht wollte. Mir ging es um die Qualen, die Menschen in ihrer letzten Zeit, aus meiner Sicht unnötige ...

Ich glaube das möchte keiner. Und ja, das ist echt sch@izze das mit ansehen zu müssen.

Und ich glaube es ist hübsch egal ob im Heim/KH oder Zuhause.
Das bisher krasseste was ich erlebt habe war die Nachbarin meiner Mutter. Die lag geschlagene 10 Jahre allein in ihrem Bett und wurde von ihrer Schwiegertochter „versorgt“. Essen/ Trinken/ Waschen/ umlagern in eisiger Stimmung. Mehr war da nicht. Das war richtig schlimm.

Das ‚Problem’ dass du beschreibst ist doch eher ein rechtliches. Solange du nicht mit lebensverlängernden Maßnahmen am Leben gehalten wirst, lebt das Leben weiter, ohne dass sich wer ermächtigen darf darüber zu entscheiden.

Außer du hast es selbst für dich angegangen z.B. mit Hilfe eines Sterbehilfevereins.

x 4 #1992


Clumsy
Ich möchte kurz einstreuen, dass es zur Sterbehilfe auch in Deutschland inzwischen einige Änderungen gibt. So gibt es bspw. mindestens einen Verein, in den man eintreten kann und in dem man einige Zeit lang Mitglied sein muss, um von dort einen todesbringenden Cocktail ordern zu können und zu erhalten, den man sich dann selbst verabreichen kann.
Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit von Sterbehilfe.

Im Rahmen meiner Hospizbegleitungsausbildung wurde ich umfangreich über das Thema Sterbehilfe aufgeklärt. Da gibt es inzwischen deutlich andere Grundlagen als man meinen könnte. Ich weiß aber nicht, wie komplex dieses Thema hier im Forum behandelt werden sollte und darf.
Bei Interesse kann man mich für weitere Infos gern privat anschreiben.

x 5 #1993


Worrior
Zitat von ZwillingsIch:
Frag mal @Worrior , ich denke, er ist für alle Eventualitäten bestens gewappnet.

👍

x 2 #1994


B
Zitat von Hola15:
Das ‚Problem’ dass du beschreibst ist doch eher ein rechtliches. Solange du nicht mit lebensverlängernden Maßnahmen am Leben gehalten wirst, lebt das Leben weiter, ohne dass sich wer ermächtigen darf darüber zu entscheiden.

This! Und du kannst als Betroffener nur mit im Vorfeld klar belegtem Willen -bspw. Patientenverfügung- festlegen, dass du lebenserhaltenden Maßnahmen mittels Apparatemedizin ablehnst. Das können und dürfen auch Angehörige nicht. Betreuer und betreuende Angehörige dürfen und sollen lediglich den -ausdrücklichen- Willen des nicht mehr zur selbständigen Willenserklärung fähigen Menschen durchsetzen. Deshalb ist das hier:
Zitat von Error:
Aber vielleicht sollte man mit Angehörigen rechtzeitig über sowas sprechen - Stichwort: Patientenverfügung um das Leiden nicht unnötig zu verlängern.

ein super wichtiges Thema!
Zitat von Error:
Aber dazu sind derzeit noch die Wenigsten bereit. Weder der betr. Patient noch die Angehörigen, die meinen ihre Lieben lieber im Heim siechen statt in Würde sterben zu lassen.

Du darfst als Angehöriger nicht selbständig entscheiden, wann es an der Zeit ist, einen anderen Menschen in Würde gehen zu lassen. Schwieriges aber wichtiges Thema. Dazu gehört auch die Reflexion eigener Glaubenssätze, Projektion eigener Wünsch und Bedürfnisse in den nicht mehr handlungsfähigen Menschen und das Thema Aushalten. Super schmerzhaft. Aushalten der eigenen Ängste, der Hilflosigkeit, angesichts der Situation, Fragen nach dem richtig und falsch, ... . Ich fände es gut, das in einem separaten Strang zu diskutieren, hier bekommt das sonst eine Komplexität, die den Rahmen der gegenseitigen Stütze in schwerer Zeit, sprengt. Nur als Vorschlag, rein aus dem Bauch heraus.

x 5 #1995


A


x 4