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Umbra_ Mitglied
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Zitat von Amaible:
dass ihr sie unterstützt nach euren Kräften und euren Zeitplan und nicht anders herum.
Tja, wir haben es ja versucht. Du siehst ja, was leider dabei rausgekommen ist. Sie versteht es nicht oder will es nicht verstehen.
Mal sehen, was meine Schwester heute Abend erzählt.
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#751
Amaible Mitglied
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@Umbra_ Holt euch Unterstützung für ein gemeinsames Gespräch. Außenstehende haben sehr oft mehr Einfluss als die Angehörigen. Drücke euch die Daumen!
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x 1#752
A
Treffpunkt für Angehörige/r mit Demenz
x 3
Umbra_ Mitglied
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Danke dir.
Zitat von Amaible:
Drücke euch die Daumen!
Ich fürchte nur, meine Mutter macht da gar nicht mit. Wir kennen es ja aus der Vergangenheit. Jegliche Ratschläge und Ideen wurden abgeschmettert.
Erst morgen kommt jemand ins Heim wegen der Pflegestufe. Die ganzen Jahre hat sie auf Hilfe oder finanzielles verzichtet. Das nur mal so als Beispiel. Das wäre doch so wichtig gewesen.
Sie ist ein ganz harter Brocken.
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#753
SanDiego1997 Mitglied
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@Umbra_ Deshalb mit einem Profi reden und mit dem zu deiner Mutter gehen. Meiner wollte Mutter nie ins Heim geben, aber da hat Schwester eine von der Caritas mobilisiert, die vorbei geschaut hat und dem Herren Feuer unterm hintern gemacht hat. Dann ging’s schnell. Der Mann der Dame war selber im Heim, deshalb auch viel Erfahrung. Oft hören die alten Leut auf fremde mehr als bei den eigenen kids
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x 3#754
Amaible Mitglied
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@Umbra_ Oh man, das ist aber wirklich Sturheit. Der Ehemann war in keiner Pflestufe bislang?
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x 1#755
Umbra_ Mitglied
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Zitat von Amaible:
Der Ehemann war in keiner Pflestufe bislang?
Nein und wir hatten deshalb Schwierigkeiten überhaupt einen Platz im Heim zu bekommen. Das Krankenhaus hat dann eine vorläufige Stufe 2 ausgestellt, die ja voraussichtlich viel zu niedrig ist. Erst morgen kommt jemand erstmalig, um ihn zu begutachten.
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#756
Amaible Mitglied
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@Umbra_ Wie kann man so stur sein... 🙄 Habe meinen Vater 2020 einstufen lassen, es war auch eine mittelschwere Katastrophe, weil meine Mutter nicht wollte. Ich hatte das Gefühl, solange es nicht offiziell bestätigt wird, hat sie in der Verdrängung gelebt. Also, wenn nichts dokumentiert ist über die Demenz, ist alles okay... 😉
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x 1#757
Umbra_ Mitglied
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Zitat von Amaible:
Ich hatte das Gefühl, solange es nicht offiziell bestätigt wird, hat sie in der Verdrängung gelebt. Also, wenn nichts dokumentiert ist über die Demenz, ist alles okay...
Genau so ist es hier auch. Das Wort Demenz ist nie gefallen. 'Er vergisst nur ab und zu etwas und ihm ist schwindelig'. So war das seinerzeit.
Am Anfang kann man es ja vielleicht noch verstehen, aber die letzten Monate zu Hause waren wirklich heftig.
Wie lange war denn dein Vater vor 2020 schon krank?
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#758
Amaible Mitglied
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@Umbra_ Ich habe Anfang 2019 gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Es kamen Mahnungen nach Hause usw., das passte überhaupt nicht zu ihm. Er war immer super korrekt in solchen Dingen. Nach langem Reden und Diskutieren habe ich dann zusammen mit beiden einen Termin beim Neurologen gemacht. Das war ungefähr 1 Jahr nach den ersten Symptomen. Der hat die Demenz diagnostiziert. Es hat danach nochmal eine Weile gedauert, bis ich meine Mutter soweit hatte, dass ich einen Antrag auf Einstufung stellen durfte.
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x 1#759
P
Perzet Mitglied
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Zitat von Umbra_:
Sie ist ein ganz harter Brocken.
Damit ist sie nicht alleine. Bei meinem Vater haben sich alle vergeblich abgemüht, Familie, Freunde, Ärzte, Fremde. Erst mit 98 Jahren und der Kombi von verschiedenen Sachen, wurde dem Antrag zugestimmt.
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x 1#760
Kampfschnake Mitglied
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Liebe Gemeinde,
same here. Ich habe mich dafür entschieden, eine Egoistin zu sein.
Der "Alte" ist dement und nervt - aber jedes professionelle Angebot wird abgelehnt. Keiner soll in die Bude und so weiter und so fort.
Meine Mutter ist volles Programm in der selbstaufopfernden Heldinnenhaltung mit Riesenseufzern in Kombination mit Abwiegelung des Grauens.
Gleichzeitig werden sämtliche Freveltaten des "Alten" in langen Ehejahren aufgelistet und so wird das harte Los noch mal verdeutlicht. Gebetsmühlenartig habe ich - schon früher - darauf aufmerksam gemacht, dass durchaus die Möglichkeit besteht, an sich selbst zu denken - NO CHANCE. Wirft wahrscheinlich das Lebensmodell über den Haufen.
Ist alles bitter und extrem unschön, aber wenn auf Autonomie bestanden wird, dann sollen sie die auch leben.
Ich weiß, dass ich Ihnen mit meiner Haltung auf den S.ack gehe bzw. Ihnen mein Benehmen ihnen nicht in den Kram passt, aber das ist normal unter Erwachsenen und kann geklärt werden.
Was ich damit sagen möchte: Mir ist irgendwann klar geworden, dass ich in diesem Demenzgedöns bis kurzen immer das uralte Modell Kind - Eltern gefahren/ bedient habe. Und das mit den ganzen gewachsenen und kruden Mechanismen innerhalb meiner/ unserer Familie. Rollenzuteilungen und dem ganzen Sch.eiß.
Die Demenznummer hat das Gedöns noch verstärkt - aber alles hat mindestens zwei Seiten - und kann auch positive Auswirkungen haben. Erwachsen werden im mittleren oder post-mittleren Alter zum Bespiel.
Unangenehm ist bei der Sache auch der Gedanke, dass sich die Geschichte mit einem selbst und den eigenen Kindern wiederholen könnte.... Aber das hat ja noch ein bisschen Zeit.
Ich bitte im Vorfeld um Entschuldigung für eventuelle verbale Unflätigkeiten oder eine flapsige Ausdrucksweise.
Viele Grüße
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x 4#761
Umbra_ Mitglied
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So, habe jetzt mit meiner Schwester telefoniert.
Der Taxiunternehmer macht keine Sonderpreise für regelmäßige Fahrten. Für morgen hat sie nun wieder (einen anderen) Nachbarn gefragt. Meine Schwester sagte dann, dass sie heute noch mit mir telefoniert und wir abmachen, dass ich sie am Donnerstag fahre.
Das will sie auf gar keinen Fall. Meine Schwester soll mich unter keinen Umständen danach fragen. Sie fährt mit dem Taxi.
Was will sie, einen Kontaktabbruch mit mir? Was um Himmels Willen soll das, wegen nichts und wieder nichts.
Ich bin fix und fertig. Wie kann man so sein?
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x 1#762
Umbra_ Mitglied
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Zitat von Kampfschnake:
Ich bitte im Vorfeld um Entschuldigung für eventuelle verbale Unflätigkeiten oder eine flapsige Ausdrucksweise.
lass sie machen. Du bist nicht verkehrt und Du bist keine schlechte Tochter.
Ich bin nicht mehr wütend. Ich lasse sie ziehen. Und wütend auf mich sein.
Das Level gehört auch dazu - jedenfalls für mich.
Beste Grüße
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x 2#764
Amaible Mitglied
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@Umbra_ Deine Mutter ist es wahrscheinlich nicht gewohnt, dass man ihr die eigenen Grenzen aufzeigt und reagiert mit Trotzverhalten. Lass dich davon nicht so irritieren. Nimm es so hin und vor allem weg von Schuldgefühlen. Sei stolz auf dich, dass du es ausgesprochen hast und versuch diese derzeitig angespannte Stimmung auszuhalten. Du hast alles richtig gemacht. Du hast Grenzen formuliert und das war und ist auch gut so.