sarkar
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Ach Süddalmatien ist einfach wunderschön, du wirst sicher etwas passendes finden. Sollte es Dänemark werden, lass mir dann gerne deine Erfahrungen da, vielleicht verschlägt es mich ja auch noch Richtung Norden
Ich hatte gestern ein sehr langes Telefonat mit seiner Mutter, was von ihr aus ging, da ich mir nicht ganz sicher war, wie sie vielleicht dazu stehen.
Sie erzählte mir von ihrem Gespräch, als er ihnen von der Trennung erzählte, wie mitgenommen er war und wie traurig sie als Eltern darüber sind. Dass sie ihn noch nie so betroffen gesehen hat und er für die Trennung keine Antworten und Gründe wusste. Es sei ein Rausreden gewesen, ein "Gründefinden", damit er sich distanzieren konnte. Probleme zudecken, Kurzschlussentscheidungen treffen und jeder Konfrontation mit dem verletzenden Thema oder dem Problem aus dem Weg gehen. Er hat für die Trennung Gründe angeführt, die nie welche waren: weil ich nicht früher zu ihm gezogen bin, keine Frühkarenz in Anspruch genommen habe, weil wir zu meinen Eltern nicht soviel Kontakt wie zu seinen hatten (aus welchem Grund das so war, wusste er aber immer und hat es auch immer verstanden)...
Zu ihnen hatte er nichts von verlorenen Gefühlen gesagt, aber dass es das beste für uns sei und sie mir helfen sollten, wenn sie irgendwie könnten und den Kontakt zu mir aufrecht erhalten sollen.
Seine Eltern sehen seine Entscheidung und die Trennung als Fluchtversuch und Überforderung mit dem Schicksalsschlag, ich selber weiß nach wie vor nicht was ich davon halten soll. Sie befürchten auch, dass es ihm eines Tages auf den Kopf fallen wird, so entschieden zu haben und sich mit der Trauer nur gerade 3 Tage auseinandergesetzt zu haben.
Ich fände es schade, würden wir uns ewig ignorieren, da uns trotz kürzerer Beziehung in dieser Zeit doch einiges verbunden hat und ich nicht finde, dass es so ein kaltes Ende nehmen muss. Ich spreche nicht von einem Beziehungs-Comeback, dafür ist er viel zu stur. Nur von einem respektvollen und interessierten Umgang miteinander von Zeit zu Zeit.
Nichts desto trotz hat er sich mit vollem Bewusstsein gegen uns entschieden, auch wenn man sich hätte Zeit lassen können. Nichts hat zu einer Entscheidung gedrängt, niemand verlang, dass er damit so schnell abschließt.
Was seine Gefühle mir gegenüber betrifft, finde ich es natürlich sehr schade. ich vermisse ihn oft noch sehr an meiner Seite und würde gerne hören wie es ihm geht, was er macht.
Aber für mich scheint er ein Problem mit schweren Situationen zu haben, dabei sehr vermeidend reagieren. Die "Trennungsgründe" die er dabei angibt, sind in meinen Augen auch ein Beweis dafür, dass nichts Handfestes gegen uns gesprochen hat und dieses von großer Liebe zu null Gefühlen Gerede von einen auf den anderen Tag zeigt mir, dass es einfacher für ihn ist ganz zu zumachen, und mich mit unserem Kind aus seinem Leben zu drängen, damit er sich nicht damit beschäftigen muss.

