Birgit125
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mein Freund hat sich vor anderthalb Wochen nach gut siebeneinhalb Jahren getrennt. Sagte, ich wäre nicht mehr die Alte, in der er sich verliebt habe. Meine Unbeschwertheit sehr verloren, ich wäre zu eifersüchtig und könnte nicht sagen, wenn mich etwas dermaßen stört. Daraufhin habe ich ihm zwei Briefe geschrieben, mich erklärt und ihn versucht zu überzeugen. Nach seinem Empfinden war nämlich alles Positive an uns überschattet.
Kurzum, ich habe alles auf mich genommen, was schon impliziert, dass ein Ungleichgewicht zwischen uns herrschte. Ich hatte nämlich im Vorfeld schon große Angst ihn verlieren. Wir hatten letztes Jahr eine einwöchige Pause, in der ihm aber bewusst wurde, wie sehr er ich vermisst. Da ich mich seiner Meinung nach nicht viel geändert habe seitdem, glaubt er nicht, ich könnte es jetzt. Es stimmt, dass ich die Dinge nach der Pause zu sehr auf die leichte Schulter genommen habe und mich in Sicherheit gefühlt hatte. Dachte nicht, dass sich die Freundschaft zu seiner Kollegin so intensivieren würde und er mir gegenüber nicht mehr ehrlich sein würde (Verheimlichen von Kontakt und Treffen, wohl um Diskussionen mit mir aus dem Weg zu gehen).
Nach der Pause haben sich meine Verlustängste verstärkt.
Bevor nun die Trennung aussprach, hatte ich mich bereits um einen Termin für eine Therapie gekümmert. Ich wollte und will nicht mehr so verletzlich und abhängig von ihm sein.
Nun hat er eine vierwöchige Trennung vorgeschlagen, ohne Kontakt. Wir wechseln uns mit der Wohnung ab. Er möchte sehen, ob danach das Zusammensein wieder leichter und losgelöster wird.
Ich habe gehört, es gehören immer zwei dazu. Ich mache nun diese Therapie, arbeite an mir und möchte mich wieder mehr auf mich konzentrieren. Habe viele Vorschläge gemacht, die Beziehung neu zu gestalten. Doch für die Leichtigkeit muss er ja auch bereit sein. Und meiner Meinung nach ist die Leichtigkeit erst durch diese Trennung, in der wir nun sind, so richtig verloren gegangen.
Etwas grotesk an der Situation ist, dass wir morgen Abend nach München zu Freunden fahren und nächsten Freitag auf Samstag Besuch von seinem Vater bekommen. Das war sein Vorschlag, diese Vorhaben trotzdem mitzunehmen. Letzten Sonntag waren wir auch bei Freunden und es hat irgendwie funktioniert.
Nun weiß ich aber nicht, wie ich ihm in München entgegen treten soll. Soll ich es gar absagen? Oder einfach entspannt an die Sache rangehen frei nach dem Motto ich habe nichts zu verlieren und vielleicht wird es ja auch irgendwie lustig? Alles Körperliche ist gerade tabu. Aber vermutlich müssten wir im selben Bett schlafen. Auch wenn er es vorgeschlagen hat, sagte er, er hoffe, es würde nicht zu verkrampft.
Hat jemand vielleicht einen Tipp, was am besten zu tun sei?
Vielen Dank im Voraus!
LG
Birgit