Zitat von Odette: Er hat gemerkt, wie wichtig mir seine Antwort war auf eine dumme WhatsApp und dann beschlossen, er möchte nicht mehr zuständig sein für mich.
Ich Platze jetzt hier so rein und hoffe, ich kann formulieren, was ich meine, ohne Verletzungen auszulösen. Du weißt, ich bin in deinem Team hier, Odette
❤ Die "dumme WhatsApp"... Also ich finds nicht gut, wie du etwas runter machst, was dir sehr wichtig ist oder war. Du redest nicht sehr lieb mit dir!
Und dann ist die WhatsApp tatsächlich manipulativ, finde ich. Manipulativ verstehe ich so, dass jemand nicht genau sagt, was er will, sondern etwas anderes sagt oder tut, aber das gleiche erwartet.
In diesem Fall hattest du eigentlich das Bedürfnis zu hören, dass alles gut ist zwischen euch, hast das aber nicht gesagt. Ich denke, weil er vorher gesagt hat, dass du keine Angst haben sollst. Die Nachfrage hätte deine Angst offenbart.
Also hast du geschrieben, dass du ihm einfach nur sagen möchtest, dass du ihn liebst. So eine WhatsApp verlangt eigentlich keine Antwort, wenn das Bedürfnis die Mitteilung ist.
Ich muss dir sagen, dass mich diese Nachricht in Kombination mit den Anrufen dann auch sehr wütend gemacht hätte. Einfach weil ich es auch als manipulativ wahrgenommen hätte.
Also der Hinweis, dass dir eine Antwort sehr wichtig gewesen ist, zeigt, dass du nicht das wolltest, was du ihm schriebst.
Ich kann dir aus meiner derzeitigen Beziehung auch berichten, dass in mir alle Gefühle sterben, wenn ich das Gefühl habe, mein Partner nimmt mich nicht ernst. Das macht mich wirklich rasend. Unadäquat rasend. In der Therapie wurde deutlich, dass meine Eltern nicht ernst nehmen und ich als Kind nicht wütend sein konnte, weil das ja den Beziehungsabbruch bedeutet hätte. Als Kind braucht man aber seine Eltern und ihre Versorgung.
Für meinen Partner kommen meine Wutanfälle aus dem Nichts. Ihm fällt überhaupt nicht auf, wie er mich in einem Gespräch über viele Schleifen nicht ernst nimmt, kommuniziert er doch, so wie er es gelernt hat.
Erst nach über einem Jahr Therapie kommt er dem Fakt auf die Spur, dass seine Familie Frauen überhaupt nicht ernst nimmt. Man(n) redet mit Frauen eben so, als wären sie geistig stark eingeschränkt.
Und weißt du, das ist ihm ja auch nicht richtig bewusst. Wenn du ihn fragst, ist es auch nicht so.
Naja, was ich sagen will, ist, dass es Dinge I. Der Vergangenheit gibt, die Gefühle sofort auslöschen können. Dass es für den anderen aus dem Nichts kommt. Dass eine Therapie über ein Jahr dauern darf, bis man bestimmte Verhaltensweisen versteht und dann nochmal Zeit, um das zu ändern.
Was ich dir sehr empfehlen würde, ist, zu erkennen, wenn du eben nicht das sagst, worum es dir geht, sondern etwas anderes, um eine erwünschte Verhaltensweise zu provozieren. Das lässt dein Exemplar nämlich an die Decke gehen.
Unabhängig davon wie diese Beziehung weitergeht, finde ich es sinnvoll, immer zu sich selbst zu stehen und herauszufinden, was die eigenen Bedürfnisse sind.
In deiner Therapie wirst du auch lernen, wie du deinen verletzten Panda besser versorgen kannst,als deine Partner diese Läßt zu übergehen