Zitat von Odette: Gibt es nicht eine kleine Chance, dass er wieder auf mich zu kommt? Und wir es als Rückschlag in unserem Prozess verbuchen können?
Willst Du das?
Willst
Du das?
Willst Du
das?
Odette, ihr habt ein krasses Machtgefälle. Er hat sie. Er macht Dich klein, Du machst Dich klein.
Für eine "gesunde" Dynamik müsste er, glaube ich, wirklich mal die Konsequenzen einer (vielleicht im Affekt ausgesprochenen, ich würde eher sagen Dir hingerotzten) Trennung spüren.
Und Du, Du könntest die Zeit nutzen, um Deinen Selbstwert mal aufzupolieren. Die fortlaufenden Trennungen, Dein fortlaufender Kampf kosten nicht nur Kraft. Sondern eben auch das Gefühl (sich) genug zu sein.
Falls.
Falls er die Trennung zurücknehmen möchte, ist es an Euch beiden die Konditionen und Bedingungen für ein erneutes Miteinander zu verhandeln. Dass Du ihn einfach so zurücknimmst, kommt gar nicht in die Tüte. Was wäre anders? Was tun Du, er, ihr! damit es anders wird?
Ich glaube nicht, dass eine so kurze Trennung Veränderung bringt, die tiefgreifend genug wäre.
Wochen bis Monate. Spüren und erleben (im Wortsinn) wie es ohne den anderen ist. Er hat ja gar keine Chance Dich zu vermissen und aus diesem Schmerz heraus Veränderung zu betreiben, denn Du bist ja immer wieder für ihn da.
Manchmal muss man erst etwas verlieren, damit man es begreift. Den Wert versteht. Sich versteht. Das geht nicht in ein paar Tagen.
Falls Trennung? Dann radikal. Keine Freundschaft, kein Kontakt. Dann geht jeder seinen eigenen Weg, und zwar so ganz ohne den "Rückhalt" des anderen. Oder die Sucht nach dem anderen. Dann ist radikaler Entzug.
Ich mag Dir nichts anraten, ich kann Dir nichts anraten. Ihr habt einen besch*ssenen Teufelskreis. Wie ihr den gemeinsam durchbrechen könntet? Keine Ahnung. Und ich fürchte, ihr auch nicht. Paartherapie scheint es ja nicht gebracht zu haben. Braucht es "nur" noch mehr gemeinsamen Kampf, Leid, mehr oder weniger ausgeprägtes Bemühen? Achtsamkeit? Anstrengung? Ist das Ziel das wert? Noch erreichbar?
Wann ist genug genug?