HerrZ
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Ich bin gerad nicht gut in der Lage für emotionale Unterstützung. Doch sei Dir sicher, ich habe Mitgefühl.
Aber ich mag Dir ein paar praktische Tipps aus meiner Erfahrung geben.
Erstens: Wer sich so respektlos verabschiedet, ist keines weiteren Wortes mehr wert. Sieh zu dass Du Dein Zeug kriegst, alles andere wird als Thema rigoros abgelehnt. Ihr habt nichts mehr zu bereden, er ist keine Vertrauensperson, er ist Deines Vertrauens, Deines Dich öffnens, Deiner Gefühle nicht würdig. Und auch nicht der Info darüber. Heisst: Es wird nicht mit gemeinsamen Menschen darüber gesprochen, da wird in beide Richtungen getratscht.
Zweitens. Es ist jetzt furchtbar leicht, gar verlockend, die fremde Denke "wertlos", 7 Seiten "Fehler" zu Deiner eigenen zu machen. Tu das nicht. Bitte sag Dir immer wieder, dass die Meinung eines Menschen, der nicht in Deinem Leben sein mag, auch keine Bedeutung für Dein (zukünftiges) Leben hat. Mit seinem "Tschüss" sind seine "Kritikpunkte" irrelevant und obsolet geworden.
Drittens: Zeit für Selbstliebe. Geh durch Deine Trauer, den Schmerz und sei Dir bitte so sicher, wie so viele hier: Du wirst als stärkerer Mensch da rauskommen. Auch wenn das Licht am Ende des Tunnels noch weit entfernt scheint. Es ist da.
Viertens: Ich erspare Dir die Sprüche a la "besser ein Ende mit Schrecken, usw."
Aber ich gebe Dir meine beiden Lieblings"sprüche" mit. Lege sie dir an`s schmerzende Herz:
Positiv zu denken bedeutet nicht alles wegzulächeln. Sondern sich in der Dunkelheit an den Sonnenaufgang zu erinnern. Wird kommen, glaub ich dran. Du bitte auch.
Kopf und Herz haben eine gänzlich andere Taktung als unser normales Leben. Es braucht zeit. Die ist ab hier Dein Freund. Nimm sie Dir. Lass sie Dir.
Edit: Morgen für die Zugfahrt. Paul McKenna "Ich heile Dein gebrochenes Herz" in Dauerschleife auf`s Ohr und in`s Unbewusste.
