Zitat von Scheol: . Man kann so anfangen am Tag eins und wütend sein , aber das was man am ersten Tag geschrieben hat am zweiten , dritten , vierten Tag reflektieren und sich sagen , „ey da bist du echt weit drüber“.
Naja, sie sagte, dass sie bei ihm bereits gemerkt hat, dass er nicht reflektiert kann. Nicht weil er nicht will. Er vielleicht sogar dacht, es würde mir helfen als Erklärung, aber nicht den Schaden sehen.
Wir erinnern uns an das Telefonat, wo er sagte, er hätte gerne mehr nette Dinge geschrieben. Wollte nicht, dass es böse ankommt. Lassen wir mal so dahin gestellt.
Zitat von Scheol: Es gibt die Einzeldiagnose Depression / burnout, aber eben auch als Folge aus traumatischer Erfahrung , als Traumafolgestörung. Professor Dr. Franz Ruppert sagte wenn ich mich nicht irre , das der Burnout immer eine Traumafolgestörung ist.
Der hat nichts mit Trauma oder so. Nicht verwechseln. Aber irgendwas hat er, ist nur nicht meine Baustelle.
Zitat von Scheol: Auch weil es nicht erkannt wird was sie da für ein Problem haben.
Weil er denkt, bei ihm ist alles schick. Er sieht es nicht. Wobei stop: für die Ex war er kurz davor eine Therapie zu machen, weil er während der Doktorarbeit so am Limit war.
Zitat von Scheol: Sie sagte mir ja auch, das mein Verhalten sehr grenzüberschreitend war.
Ja das Verhalten von dir war nicht ok . Aber meines Empfindens auch nicht mehr.
Nein, es geht auch um die Ausraster, Selbstverletzung, kaputt machen von Dingen etc.
Zitat von Scheol: Man kann eine Person von außen die eine PTBS oder k PTBS hat versuchen zu co-regulieren, wenn diese Person es nicht mehr selbst reguliert bekommt.
Ich habe so oft bei den letzten Malen gesagt, dass ich nervöser werde. Das ist mich nicht gut fühle. Er wollte dann immer diskutieren bzw. einen Skill von mir haben. (Ich kenne meine Skills noch nicht wirklich und wusste nicht was er von mir wollte) und dann wurde es meist schlimmer. Manchmal hätte eine feste Umarmung (und das spüren des anderen Pulses und die Atmung geholfen), aber da es meist im Streit passiert ist, war er eher distanziert.
Das schrieb er auch in der Mail: ich würde die Skills nicht ernst nehmen und ihn nicht abholen. Hätte keine gewollt. Aber man, ich weiß doch selbst noch gar nicht, was mir dann hilft.
Zitat von Scheol: Dann wird die Phase kommen wo ist die Sippe. Ob du das bist , was bis jetzt immer so geklappt hat , oder eine neue ,man wird es sehen.
So würde ich ihn nicht sehen. Also so berechnend, dass er wieder bei mir ankommt. So ein Mann ist er nicht.
Zitat von Scheol: Mich würde mal intressieren wie er diese Diagnose so sieht ? Ein mal Atemübung und alles ist gut ? Oder sich mal etwas anstrengen oder zusammen reißen , das hilft ? Warum reist er sich nicht zusammen ?
Ich denke schon. Andererseits hat er sich ja belesen. Dass ich frühestens in einem Jahr damit umgehen kann, beziehungsunfähig bin, etc.
Zitat von Scheol: Allein der Satz , das er kein Ziel definieren kann , geht mit auf den Pinsel.
Denkt er das das ein Anbahnungsgespräch sein soll ? Das man da wieder zusammen kommt ?
Ich dachte das Gespräch ist dazu im DIR zu helfen , und nichts mehr und nichts weniger.
Zitat von Scheol: Bei der ganzen Geschichte und nicht Einsicht seiner eigenen Probleme was hätte dich erwartet ?
Ich denke nichts was dich wirklich weiter gebracht hätte und somit ist es ok wenn du kein Gespräch allein mit ihm hast.
Oh nein, Missverständnis.
Er kann kein Ziel für einen Einzeltermin definieren. Das wir noch einen Termin haben findet er "sehr gut".
Denke aber auch, er denkt, dass die PT eher Team er ist, was aber nicht der Fall war, als ich da war.
Zitat von Scheol: Wenn du heilen würdest , hätte ER aber immer noch seine Baustelle nicht gelöst.
Und der Plan war ja eigentlich ein anderer. Und wenn ich ehrlich zu mir bin, dachte ich, dass wenn ich wieder heil bin, er schon merken wird, wo seins ist. Im Nachhinein ist mir klar, dass das niemand alleine bewerkstelligen kann. Tut weh.
Zitat von Scheol: Und ich war froh das die Therapeutin diese Diagnose offiziell bei dir gestellt hat , damit du vorwärts kommst.
Ich hoffe dass sich diese dann am 08.04. endgültig offiziell bestätigt. Aktuell habe ich nur ihre Vermutung, aber bin dafür sehr dankbar.
Nach 20 Jahren saß da jemand, der verstanden hat, wie ich mich fühle. Denn keineswegs fühle ich mich schwach, durchgehend schlecht oder so. Es ist anders.
Zitat von Scheol: Was liest er den da für Horrorstorys ? Nur das es sie nicht richtig versteht , was anfangs auch sehr schwer ist und man erst mit der Zeit dahinter kommt wie was warum so ist wie es ist oder nicht ist.
Ach, viel über Leute die aus den Krieg kommen, etc. Ein normales Leben nicht möglich ist. Kinder nicht möglich sind.
Sagte immer, dass wir einen Umgang mit meiner Krankheit lernen müssen. Das Klang für mich immer befremdlich.
Ich sehe es eher so, das mir schlechtes widerfahren ist, und ich gerne einen besseren Umgang damit finden möchte. Ich für mich. Ich bin keine Kranke, nach der er sich richten muss. Ich habe ja auch durchaus ein Leben und bin alltagstauglich. Es geht um die Trigger, die ich rausfinden muss, und mit denen wir hatten umgehen lernen müssen.
"Du sagtest mal, du fühlst dich manchmal beobachtet und ja, das habe ich. Weil ich nicht verstehe, wie deine Stimmung kippen kann und ich Angst hatte, dass es jeder Zeit passieren kann" Auszug aus der Mail (kein O-Ton)