Zitat von Doppelherzchen: Kann es sein, dass du nichts mehr im Thread geschrieben hast, weil du nicht negativ beeinflusst werden möchtest und dein Gedankenkarussell damit nicht in Fahrt bringen wolltest? Wenn dem so sein sollte, verstehe ich das total und es ist eine gute Lösung, zumal es natürlich ohnehin deine eigene Entscheidung ist, ob du hier berichtetest oder nicht. Nur ist es auch so, dass sich jetzt ja gezeigt hat, dass der erneute kleine Einbruch deines Partners wohl nichts damit zu tun hat, was andere hier oder auch woanders darüber sagen. Es möchte dir hier niemand etwas ausreden oder madig machen.
Hallo ihr Lieben,
endlich habe ich hier Zeit und Kraft zu berichten, und ich hoffe, dass mir meine Abwesenheit keiner übel nimmt.
Ich bin jedem einzelnen sehr dankbar, und weiß, dass hier viele Leute viel Zeit in mich und mein Problem investiert haben.
Ein stückweit war es so, wie Doppelherzchen schrieb, aber eher wegen der Gedanken.
Ich habe gemerkt, dass das Forum eher kontraproduktiv war, in meinem Vorhaben zur Ruhe zu kommen.
Gar nicht mal nur mein Thema, sondern allgemein.
Jetzt das Update und ich versuche mich kurz zu halten.
Zu mir:Es geht mir schon deutlich besser, und ich bin auf dem Besten Weg wieder zu mir zu finden.
(Wohne ja nun mehr als einen Monat wieder alleine)
Ich kümmere ich um mich, befasse mich neben der Therapie, die ich eh habe, viel mit Meditation, schaue dass ich gut esse, genug schlafe und viel an der Luft bin. Ich war nie gut darin, mich um mich zu kümmern.
Auch Hobbys, wie lesen und viel mit Freunden machen, bringen wieder Spaß.
Ich kämpfe allerdings noch viel gegen meine Gedanken, diese Angst und auch die Emotionen an.
Wobei kämpfen falsch ist. Ich nehme sie an und versuche mit und nicht gegen sie zu handeln.
Merke aber gerade sehr, wie irrational so ein Angstkopf sein kann.
Therapieplatzsuche bzgl. einer Traumafolgestörung ist im vollen Gange, geht ja nun nicht von heute auf morgen.
Freunde und Familie sind mittlerweile auch involviert und unterstützen mich, wo es nur geht.
Zu uns:Wir treffen uns ca. 1-2 die Woche, meist aber am Wochenende. Haben Dates, und verstehen uns wieder genauso, wie vor den Einzug in die gemeinsame Wohnung. (Während ich das schreibe starre ich den riesengroßen Tulpenstraße an, den er mir am Samstag mitgebracht hat...
☺ )
Edit: Es ist wie vorher, als wir zwei Wohnungen hatten. Gleicher Intervall, was Treffen und Kontakt angeht.
Zwischendurch haben wir immer mal wieder Kontakt. Was ich mag ist, dass WA eher für kleine 'liebevolle' Nachrichten genutzt wird, wir aber mehr telefonieren.
Wir sind ein Paar und lieben uns sehr. Es läuft gut. Wir reden viel, aber nicht zu viel und verstehen einander mittlerweile immer besser. Und ja, auch er sieht seine Baustellen.
Alles in allem, sehen wir es so, dass wenn ich wieder in die Wohnung komme, wir einfach einen zweiten Versuch starten, zusammenzuleben, und dieses Mal mit viel mehr Verständnis, Wissen und Kraft.
Klingt etwas abgedroschen, aber ich weiß gerade nicht, wie ich es besser formulieren soll.
Lange Rede, kurzer Sinn: es läuft gut. Sehr gut sogar, wenn man das so sagen kann. Wir vermissen uns sehr. Und wissen, wie wichtig diese Ruhe jetzt für uns ist. Komplett verzichten wollen wir aufeinander nicht.
Begleitet wird das ganze von der Paartherapie, die wir jetzt alle 14 Tage ca. haben.
Kritische Themen verschieben wir bewusst. Morgen ist der nächste Termin.
Ich habe eine andere Wohnung, da die Zwischenmiete hier Ende Februar endet. Nicht weil er nicht gehen möchte, sondern weil es finanziell logischer ist. (Wir reden hier von 700 Euro, die ich spare.)
Ab dem 01.03. bin ich dann in der Nähe von unsere Wohnung und meiner Arbeit und wir versuchen mehr Alltag zusammen zu gestalten. Nach und nach, ohne uns zu überfordern. Die zweite Wohnung habe ich bin Ende Mai und dann ist das Ziel, dass ich wieder in die gemeinsame Wohnung ziehe.
Damit fühle ich mich sehr gut. Ich wäre jetzt noch nicht bereit und es wäre zu schnell. Klar, fehlen wir uns, aber trotzdem fühlt es sich so erstmal besser an. Jetzt wohne ich eine Stunde entfernt, ab März dann 15 Minuten mit der Bahn. Also werden Treffen auch einfacher.
Er hatte Einzelgespräche und weiß jetzt, dass sein Verhalten nicht okay war. Statt Schwarz und Weiß, wurde ihm nahegelegt, mehr Grau zu sehen. Hier könnte ich weiter ausholen, aber das möchte ich gar nicht.
Wichtig ist nur, dass er weiß, dass er auch einen großen Anteil hat, und das tut er.
Es ist ein langer Weg. Aber mittlerweile sagen wir, dass dies nun mal unser Weg ist, und wir es so ausprobieren wollen. Noch nicht aufgeben wollen.
Alles in allem geht es mir gut. Ich bin ruhiger und mehr bei mir. Verbringe endlich wieder gerne Zeit alleine. (Das war die letzten 10 Jahre anders und wurde bei einem Zusammenzug mehr als deutlich)
Das nur einmal als kurzen Stand. Ich hoffe ich konnte alles einigermaßen verständlich rüberbringen.
Habt einen tollen Montag.
🌷