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Trennung holt mich permanent ein

Gorch_Fock
Heftige Geschichte. Merke: Lass Dich nicht verbiegennin einer Beziehung und lass Dich nicht isolieren.

Am Anfang der Geschichte dachte ich fast kurz, Du würdest ggf. noch in den Frankfurter Dr.ogen.sumpf eintauchen. Dieser ist ja auch nicht weit von den glitzernen Skylines.

Du solltest Dir Frauen in Zukunft besser anschauen. Und Du hättest auch in einem Hotel oder Mietappartment leben können. Irgendwo mitveinziehen ist ein bisschen drüber. Come on, am Kleingeld haperts nicht, wenn Dir der Arbeitgeber sogar mit Wohnungen aushelfen konnte.

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CanisaWuff
@Gorch_Fock ich denke, da liefen viel tiefere Dynamiken ab.
Er beschreibt die Beziehung am Anfang ja auch als harmonisch und Jackpot.

Er muss dann ja auch erst mal erkennen, dass er verbogen wird.
Im zweiten Teil seiner Beschreibung sucht er sogar die Schuld am Scheitern bei sich und von verbiegen würde ich gar nicht mehr sprechen wollen, eher davon, dass sie ihn "erziehen" wollte und Strafen zum Einsatz kamen, wenn er nicht "gehorcht" hat.

Der TE selbst hat es beschrieben mit wenn ich "böse" war.

In der Tat fällt es mir auch schwer zu glauben, dass sich ein Mann, der im Job doch eigentlich erfolgreich ist, sich so behandeln lässt.
Aber das ist wahrscheinlich die Außenansicht des Menschen, der innerlich ganz anders ist.

x 1 #17


A


Trennung holt mich permanent ein

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Sonnenschein85
Zitat von Mada:
@ChristianusD Ich möchte fragen: Gewaltexsesse? Was meinst du damit? Ich würde dir raten "offen" damit umzugehen, und es nicht ...

Ich denke das in einer toxischen Beziehung dieses Gefühls Auf und Ab sehr extrem ist. Also dramatische Tiefs und beflügende Hochs. Und das man sich und selbst der Körper [ Adrenalin und Hormon Ausschüttung) an diesen Wechsel Zustand gewöhnt.
Und wenn der wegfällt iat das ein bisschen wie ein Entzug.
Deshalb hängen da viele Menschen in einer Art emotionalen Anhängigkeit.

Ich finde ihr Verhalten auch krank und übergriffig. Du musst lernen dich abzugrenzen von ihr. Lass sie nicht mehr an dich ran. Weder emotional noch körperlich.

x 1 #18


C
@ChristianusD

In letzter Zeit tauchen regelmäßig Storys auf, die deiner sehr,sehr ähneln. Einzig der soziale Hintergrund ist unterschiedlich. Reicht von Frau, die ihm Tierheim mitgerarbeitet hat bis hin zu anderen Bürojobs. Frankfurt/Hamburg/Banken ist wenigstens mal eine neue Version. Schau mal in den anderen Threads, ob da schon ein guter Tip bei ist.

Was deine Atem- und Schluckbeschwerden angehen in Lokalitäten, wo du mit ihr warst. Wieder hingehen. So lange da bleiben, bis die Beschwerden wieder nachlassen. Packst du das nicht, kann es sein, dass du eine Angststörung aufbaust. Dann wird deine Welt immer kleiner. Lass das nicht zu. Erobere dir deinen Raum zurück. Das geht über Geduld und Beharrlichkeit.

Was sie angeht. Du brauchst vor ihr keine Angst zu haben. Sie ist kein Überwesen mit besonderen Fähigkeiten.
Konkret was sie angeht. Werde langweilig. Zeig ihr nicht, dass sie dich noch beeinflussen kann. Je langweiliger du für sie wirst, desto eher lässt sie dich in Ruhe. Geht es um berufliche Themen bleib sachlich. Driftet sie ab, hole sie zurück an den Punkt, wo sie stehen geblieben ist und rede normal zum Thema mit ihr weiter.

Hast du dich etwas mehr erholt von ihr, kannst du ihr besser Grenzen setzen, falls langweilig werden nicht ausreichen sollte. Ist ähnlich wie Mobbing in der Schule. Kuschst du die ganze Zeit, brauchst du dich nicht wundern, wenn nachgelegt wird.
Setzt du dich für dich wieder ein kapieren das sogar schwierige Menschen. Gibst du ihnen Macht, nehmen sie sich die.

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Plague
Zitat von ChristianusD:
Sie war anfangs so liebevoll, fürsorglich, später kritisierte sie einfach alles, sogar wie ich esse, atme oder die Tür schließe, einfach alles. Im Büro ist sie nach außen ein unfassbar netter, höflicher Mensch, während der Beziehung neigte sie zu regelmäßigen Gewaltexzessen gegen mich.

Herzlich willkommen in der Welt der narzisstischen Beziehungsdynamiken.
Ich erspare mir an dieser Stelle das haarkleine Aufdröseln sämtlicher Hinweise.

Diese Frau war ein Paradebeispiel, dich erst mit Love Bombing einzufangen, dann nach den ersten 100 Tagen geht es los mit Kritik und Abwertung, um dann schließlich in einen mehr oder weniger offenen Krieg auszuarten, bei dem du psychische wie körperlich nur verlieren konntest. Die Dame haf offensichtlich so ziemlich alles aufgefahren, was die narzisstische Trickkiste hergibt.

In deiner speziellen Situation - neuer Job, keine dauerhafte Bleibe, kein soziale Netz vor Ort - warst du mit Sicherheit schon empfänglicher für diese Art von Psychospielchen. Evtl. gibt es noch weitere Risikofaktoren, mit denen du dich zu entsprechender Zeit noch beschäftigen kannst.

Wichtig sollte jetzt im Augenblick erstmal sein, dass jeglicher Kontakt mit dieser Dame unterbleibt, privat wie beruflich und dass du gut auf dich und eine psychische wie physische Gesundheit aufpasst. Deine Herz-Kreislauf-Geschichte ist mit Sicherheit auch durch den privaten Dauerstress mit verursacht. Was du an psychischen Symptomen schilderst geht von einer akuten Belastungsreaktion bis zu Symptomen einer PTBS mit Flashbacks und Panik. Das ist nach solchen Beziehungserlebnissen (leider) nicht ungewöhlich.

Weiterhin solltest du schauen, dass du baldmöglichst fachtherapeutische Hilfe findest, damit dir bei der Auseinandersetzung und Bewältigung dieser ganze Thematik so gut wie möglich geholfen werden kann.

Zitat von CanisaWuff:
ich würde sagen eine Anzeige

Wegen welchem Straftatbestand? Mit welchen Beweisen?

Zitat von CanisaWuff:
und am Arbeitsplatz weihst Du die Vorgesetzen ein.

Als ob das irgendwen interessieren würde. Am Ende ist womöglich noch der TE der Dumme, weil er sich über irgendwelche Complaince-Richtlinien hinweg gesetzt hat, die vorgeschrieben hätten, dass solche Beziehungen nicht erwünscht sind oder die Beziehung hätte offengelegt werden müssen.

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Sonnenschein85
Zitat von Casey:
@ChristianusD In letzter Zeit tauchen regelmäßig Storys auf, die deiner sehr,sehr ähneln. Einzig der soziale Hintergrund ist unterschiedlich. ...

Ja. Dem schließe ich mich an. Sie kann nichts tun. Wenn sie dich nochmal beschimpft gib Kontra und zeige dir Grenzen auf. Und auch ich würde keine bestimmten Orte, die ich eigentlich mag, wegen ihr meiden. Wie hier beschrieben kannst du da mit Geduld und dagegen arbeiten deine Angst wieder ablegen.

x 2 #21


Plague
Zitat von Sonnenschein85:
Und auch ich würde keine bestimmten Orte, die ich eigentlich mag, wegen ihr meiden.

Sehr hilfreicher Ratschlag an jemanden, der genau an diesen Orten Flashbacks und Panik bekommt und folglich vermeidet.
Sowas kommt raus, wenn Blinde von der Farbe sprechen.
Hier braucht es gezielte Traumatherapie mit geeigneten Methoden (EMDR u.ä.), um gezielt an den traumatischen Sequenzen zu arbeiten.

#22


Sonnenschein85
Zitat von Plague:
Sehr hilfreicher Ratschlag an jemanden, der genau an diesen Orten Flashbacks und Panik bekommt und folglich vermeidet. Sowas kommt raus, wenn Blinde ...

Ich schrieb doch mit dagegen arbeiten. Und nicht gehe einfach wieder hin und guck mal. Man kann sich in Therapien helfen lassen Ängste los zu werden und das ist meiner Meinung nach gesünder als einfach die Orte zu meiden, wenn man eigentlich gerne dort war. Langfristig kann Ängste überwinden einen sehr wachsen lassen.

Er muss das nicht. Wenn er das nicht möchte. Aber mit Hilfe und Geduld können auch Angstzustände gelöst werden. Wenn er keinen Ort mehr besuchen möchte wo sie war oder sie gemeinsam waren ist das legitim. Aber es gibt auch Menschen dir wollen sich Hilfe suchen und sich den Ängstem stellen.

x 3 #23


C
Zitat von Plague:
Sehr hilfreicher Ratschlag an jemanden, der genau an diesen Orten Flashbacks und Panik bekommt und folglich vermeidet.
Sowas kommt raus, wenn Blinde von der Farbe sprechen.


Ich verrate dir mal ein Geheimnis. In der Zeit, wo die einen Therpeuten suchen,nach langer Suche endlich jemanden finden, dort monatelang zur Therapie hingehen, stellen sich andere dem Leben und gehen z.B. wieder an den Ort des Geschehens. Es geht sich hier um ein paar Lokalitäten. Ja, da wird er ein paar unangenehme Empfindungen haben können. Und? Von etwas Herzrasen und Schweißausbrüchen stirbt keiner.

Stell dich der Angst. So einfach ist das. Aber ja, man kann auch alles in die Länge ziehen, sich in Watte packen, zig Diagnosen drauf packen und alles komplizierter halten, als es ist.

Ja, er kann auch tierisch nervös werden, wenn er mit ihr beruflich reden muss. Danach oder währendessen sich sehr unwohl fühlen, so dass er erst mal zum Klo und sich übergeben muss. Und? Hat er sich dem gestellt und gut ist. Beim nächsten Mal wird es weniger, bei vierten Mal merkt er, was für eine lächerliche Witzfigur sie im Grunde ist und fragt sich, was er einst an ihr gefunden hat.

Was glaubst du denn, was z.B. Mütter lernen müssen, die mit Ex Partner noch sich wegen der Kinder auseinander setzen müssen und Begegnungen nicht aus dem Wege gehen können?

Ihr Leben bekommen sie zurück, indem sie sich den Ängsten stellen.

x 3 #24


Plague
Zitat von Sonnenschein85:
Langfristig kann Ängste überwinden einen sehr wachsen lassen.

Die Angst ist hier nur sekundär.
Es geht primär darum, dass die Orte als Auslöser fungieren, um den TE punktum wieder in die entsprechend dort erlebte Situation mit all ihren überwältigenden negativen Gefühlen zurückzukatapultieren - und zwar so, als würde er es gerade noch einmal erleben.
Das will niemand freiwillig haben, weil es die Lebensqualität immens einschränkt. Ergo entwickelt sich mit der Zeit sekundär eine starke Angst davor, dass diese Flashback an den entsprechenden Orten ausgelöst werden.

Zitat von Casey:
Ja, da wird er ein paar unangenehme Empfindungen haben können. Und? Von etwas Herzrasen und Schweißausbrüchen stirbt keiner.

Das ist genau die Art von Bagatellisierung, die Traumatisierte hören wollen.

Zitat von Casey:
Beim nächsten Mal wird es weniger, bei vierten Mal merkt er, was für eine lächerliche Witzfigur sie im Grunde ist und fragt sich, was er einst an ihr gefunden hat.

Wer sich auch nur ein bisschen mit Traumatherapie beschäftigt hat, weiss, dass Habituation allein nicht gegen Flashbacks hilft.

x 2 #25


Sonnenschein85
Zitat von Plague:
Die Angst ist hier nur sekundär. Es geht primär darum, dass die Orte als Auslöser fungieren, um den TE punktum wieder in die entsprechend dort ...

Ja, so hatte ich mir das auch gedacht. Und ich verstehe auch wenn man die Orte dann sein Leben lang meidet. Wenn das aber nicht gewünscht ist, weil man zb an diese Orte gehen muss oder sie eben eine Rolle im Leben spielen denke ich schon das man das Angst Trauma lösen kann.
Und diese Orte nicht mehr zu Flashbacks führen.

Ich verstehe aber auch wenn man dafür keine Kraft hat. Das muss Jeder für sich selbst abwägen.

#26


Cagy
Guten Morgen ChristianusD,

Zitat von ChristianusD:
..sehr vielen Wochenenden, in denen ich allein und stellenweise auch einsam bin, was ich vorher nie war, ich war nie einsam, auch wenn ich allein war, seit der Trennung fühle ich mich leer und einsam, . meine Gedanken kreisen um sie und ich kann nicht los lassen.


Als du diese Frau kennenlerntest , hast du ihr Auftreten (und ihre Dominanz) als Bestätigung deiner eigenen Wertigkeit gesehen und dich *endlich* gesehen und geschätzt gefühlt.
Auch die Einladung in *ihr Leben* (ihre Wohnung) hat sicher dazu beigetragen.
Mit den zunehmenden Spannungen und ihrem deutlich respeklosem,eifersüchtigen und kontrollierendem Verhalten , daß sie nur mit DEINEN Fehlern erklärte,bist du unsicher und zweifelnd an dir selbst in einen für dich nicht mehr zu kontrollierenden Strudel der ohnmächtigen Abhängigkeit gerutscht.
Ihr Verhalten spiegelt nicht DEINE *Wertlosigkeit* sondern ihr eigenens Unvermögen eine gesunde und tragfähige Beziehung zu führen die auf gegenseitigem Respekt und liebevoller Zuwendung ruht.
Wovon du *nicht los kommst* sind die Erinnerungen an die schönen Stunden des Anfangs und dein damaliges Gefühl endlich geliebt und begehrt zu sein...und die Tatsache das ihre radikale Kehrtwende ohne Erklärung deine Kindheitserinnerungen triggert . Du zweifelst an dir aber das solltest du nicht.
Ich würde ..falls ihr weiter zusammen arbeitet..ihr deutlich sagen ,daß du jegliche private Kommunikation ablehnst, du keinen Wert auf *ihre Meinung zu dir und deinem Leben* legst und das sie sich in der Öffentlich von dir fernhalten soll.Und wenn dann evtl. jemand mitbekommt , daß ihr *mal was hattet* ...dann ist es eben so. Selber auf die Kollegen zugehen und *vorab* alles erzählen würde ich an deiner Stelle nicht.
Fokussier dich auf dich , lösche alle Zugänge in den sozialen Medien (Kontaktsperre außerhalb der Arbeit) und trete einem passenden Sportverein o.ä. bei ,um andere Menschen kennenzulernen...
Alles Gute dir.

x 1 #27


C
Zitat von Plague:
Das ist genau die Art von Bagatellisierung, die Traumatisierte hören wollen.


Ja, die Ebene zu treffen, die jemanden da abholt wo er ist, ist nicht so einfach. Den TE hier, scheint es ja so nieder geworfen zu haben, dass er den Zwang verspürt Thread um Thread dazu eröffnen zu müssen.

Vielleicht weil er bislang nichts gefunden hat, was ihn weiter gebracht hat.
Deshalb schrieb ich jetzt mal deutlicher andere Möglichkeiten auf.

Übrigens könnte er sich begleiten lassen, wenn er die Lokalität aufsucht. Dazu Wissen aneignen, wie ein Körper reagiert, wenn er unter Stress steht. Dann weiß er z.B. im Falle des Herzrasens, das es zwar ein unangenehmer Zustand ist, aber keiner der bedrohlich ist.

Das er da nun retraumatisiert wird, ist dein Film Muss nicht seiner sein.

Warum also dramatisierst du da so? Das ist nicht weniger nicht in Ordnung, als das du mir unterstellst, ich würde es nicht ernst nehmen.

Du kennst den TE genauso wenig wie ich.

Im Endeffekt liegt es sowieso an ihm, was ihn anspricht.

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Plague
Zitat von Casey:
Warum also dramatisierst du da so?

Weil ich seine Erlebniswelt kenne.

#29


Plague
Zitat von Cagy:
Als du diese Frau kennenlerntest , hast du ihr Auftreten (und ihre Dominanz) als Bestätigung deiner eigenen Wertigkeit gesehen und dich *endlich* gesehen und geschätzt gefühlt.
Auch die Einladung in *ihr Leben* (ihre Wohnung) hat sicher dazu beigetragen.

Das zentrale Element jeder narzisstischen Beziehungsdynamik:
Beide Seiten mit ihrem fragilen Selbstwert instrumentalisieren sich gegenseitig, um ihren Selbstwert zu erhöhen.
Jürg Willi nannte das schon vor über 30 Jahren Kollusion.

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