Puhhh, also ich muss erstmal sagen, vielen Dank für die vielen Postings. Ich will mal sortieren, was ich noch garnicht erwähnt habe, die Story ist ja so umfänglich, trotzdem wir hier nur von einigen Monaten reden.
In der Kindheit war es so, dass Mutter bei uns Kindern oft miese Laune hatte, welche Gründe dahinter steckten, .... sie war oft grundlos gestresst. Meine Mutter war sehr wechselhaft, aber sehr häuslich, wir Kinder mussten diese Stimmung oft auffangen.
Es gab ein Schlüsselerlebnis. Es war ein Samstag. Der lief - wie so oft nicht so wie sie es sich wünschte, aber ihre Wünsche waren mir immer unbekannte. Sie war oft einfach mürrisch. Anfangs zeichnete sich das übrigens sehr schnell ab, das hätte ich merken müssen, ich bin es übergangen. Auch hier noch mehrere Schlüsselerlebnisse im Kopf, die ich als Red Flag hätte registrieren müssen.
An diesem Samstag richtete ich mich wie zumeist nach ihrem Tagesablauf, das war bereits im letzten Viertel unserer Beziehung, wo ich mich vollumfänglich an sie angepasst hatte. Meinen Laufsport verkürzt und irgendwo auf zeitliche Ränder geschoben, dass es bloß nicht störte. Sie war an diesem Samstag verabredet mit Freundinnen zum Kaffee. Unklar war aber wann und wie lange und so weiter. Das nervte sie, ihre (oft vor mir hoch gelobten Freunde, die ich ja nicht hätte) Freunde nervten sie auch hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit immer stark. An diesem Samstag sagte ich ihr, ich bin um 16 Uhr zuhause, abrufbereit quasi, wenn wir noch etwas kochen, unternehmen wollen etc. Ich verzichtete auf Sport. Ich saß dann bis 18 Uhr zuhause, wartete, ich war nicht sauer, ich war eher angespannt. Dann kam sie genervt heim, dass ihr das stinke, dass sie ständig gezwungen ist mit mir abzusprechen, wann wir uns sehen, da könne sie sich ja garnicht entspannen. Also Schuldumkehr. Realitätsvernebelung. Ich hocke daheim verzichte auf meine Sachen und bin quasi auf Abruf bereit, während sie nicht weiß, wann sie sich wie lange mit Freundinnen trifft. Sie kam dann heim, hatte keine Lust mehr weg zu gehen. Ich hätte also locker Sport machen können, (mein Bedürfnis) war egal.
Dann stand sie da in der Küche, schnitt Gemüse, das hasste sie, weil ich keine Lust hatte, wieder etwas zu bestellen, wo wir Zeit hatten und mal kochen konnten. Ich sah sie in der Küche und hatte einen krassen Flashback, an meine Kindheit. Grundlos schlecht gelaunte Freundin, sie sah und sieht übrigens verdammt gut aus, auch für ihr Alter ist sie einfach eine wirklich attraktive Frau, ich finde sie heute optisch noch sehr ansprechend, was es mir nicht leichter macht mit ihr umzugehen.
Da hatte ich plötzlich in der Küche meine Mutter vor Augen, wie sie da stand, mies gelaunt, weil irgendwas war - mit meinem Vater - und wir als Kinder die Stimmung durch Witze, Humor und Hilfeangebote heben wollten.
Ich kreise mit diesen meinen Gedanken immernoch um Sie, darum, welche Schuld ich mit trage, dass das so weit kommen musste. Ich habe mich mit Christian Hemschemeier auseinandergesetzt, da mir seine flappsige witzige Art ganz gut gefiel, die mich nicht noch depressiver hat sinken lassen. Und erinnere mich an viele toxische Dinge, die er erwähnte.
Zu Anfang unseres Kennenlernens war meine Ex unfassbar eifersüchtig auf diverse Kolleginnen, auf eigentlich alles. Ich erinnere mich als wir in einer Bar waren, da musste sie raus - Luftnot - weil ich der Kellnerin angeblich zu lange in die Augengeschaut hätte und sie sagte damals schon "wenn das schon so los geht, vergessen wir es". Ich sage es klar: Ich war total verknallt in meine Ex, meine Ex war für mich eine Augenweide, ich habe garantiert keiner Kellnerin zu lang in die Augen geschaut, aber das war für mich ein Schlüsselmoment, in dem ich registrierte: Ok, das ist echt krass, ich muss aufpassen, wo ich hin schaue, ich will sie ja nicht verlieren.
Sie hatte zu dem Zeitpunkt mit Wechseljahren zu tun, wo wir uns kennenlernten, ich muss dazu sagen, ich bin sexuell deutlich unerfahrener als sie, was für mich kein Drama war, aber sie war unfassbar neidisch auf meine langjährigen Beziehungen, wo sie garantiert (wir sprachen nie konkret darüber) erheblich mehr Partner hatte als ich und auch mehr durch hatte als ich. Die Wechseljahre führten oft dazu, dass es nicht funktionierte, sie bekam auch in der Zeit sehr sehr oft Blasenentzündung. Da ich keinen unsafen Sex praktizieren mochte, war auch das ständige Dauerdiskussion, einen HIV Test lehnte sie zunächst ab mit dem Hinweis, wenn ich ihr nicht vertraue, kann man es lassen. Sorry - aber mit der Einstellung kann ich nicht durchs Leben gehen, also blieb ich safe. Sie schimpfte während des Sex dann permanent auf das Gummi dass ihr das so nichts bringe und dann lassen wir es ganz. Somit schlief das recht schnell ein, immer mit dem Vorwurf, dass man "ohne Sex" keine Nähe aufbauen könne. Also stand ich ständig im Konflikt, was richtig ist zu tun. Natürlich blieb ich safe.
Während der Beziehung kamen subtile kleine Abwertungen, zb fand sie plötzlich ein Foto in einer Umzugskiste von meiner Ex Freundin. Bezeichnete sie als ekelhaft hässlich und sie müsse sich Gedanken machen darüber, wenn ich nur solche hässlichen Frauen abbekommen hätte, ob ich mit so einer gut aussehenden Frau wie ihr überhaupt klar käme. Also für mich war meine Ex-Ex nicht hässlich, für mich auch meine Ex nicht hässlich, aber solche Aussagen disqualifizieren trotzdem. Abwertende Aussagen waren übrigens an der Tagesordnung. Ich erlebte sie fast immer nur extrem wechselhaft, frustriert und verbittert, also wirklich grundlos. Sie hatte eine tolle Wohnung, ein gutes Einkommen, einen guten Job, wir hatten uns, sie war gesund, sie war immer chronisch wechselhaft gelaunt. Und die Gründe lagen irgendwie immer bei mir uns "uns".
Beispiel: Wir waren einmal wandern an einem Denkmal in Bayern, sie war wirklich stundenlang am Motzen, wegen allem möglichen, weil der Herd zu lange zum Heizen brauche, und weil dies und das u jenes war, sie fand immer Gründe, sich stundenlang auch über Leute aufzuregen. Bin ich auf das Thema eingestiegen, wurde das Thema sofort wieder umgelenkt oder beendet und "jetzt lassen wir das", war dann die Aussage. Natürlich war auch ich irgendwann genervt davon und schlecht gelaunt, dann war ich derjenige, der sich nie hat entspannen können, der immer für schlechte Stimmung sorgte. Man beginnt zu zweifeln.
Auf Vorschläge meinerseits ging sie nie ein. Beispiel, wir wollten zusammen Sport machen, der Vorschlag kam von ihr halbherzig, ich wurde konkreter, organisierte einmal zusammen ein Probetraining im Studio, worauf sie nicht einging. Wenige Tage vorher beendete sie die Beziehung aus irgendwelchen Gründen. Der Termin im Studio war hinfällig. Später dann kam irgendwann wieder eine ON Phase der Beziehung mit dem Vorwurf an mich, dass ich mich ja um nichts kümmere, wie zb gemeinsames Training im Studio. So oder so ähnlich lief das übrigens ständig ab, halbherzig etwas in den Raum geworfen, ich möge mich kümmern, wenn es konkret wurde, hatte sie es vergessen oder die Beziehung mal wieder beendet, das ging zuletzt ständig so.
Ich stand ständig unter Strom, was richtig, falsch zu machen und auch mir platzte oft der Kragen. Ich hatte das Gefühl, dass sie solche Situationen gut fand, auch wenn sie selbst ausrastete und mich beschimpfte wie eine Pubertierende, irgendwie war sie im Stresslevel deutlich unter mir, der solche Konflikte nicht gewohnt war.
Wenn es etwas zu helfen gab, war sie zuckersüß und lieb, zb wenn ich ihr helfen sollte, im Job irgendwas zu erledigen, was sie nicht konnte, wenn ich ihre Steuererklärung machen sollte, wenn ich ihr Auto zur Werkstatt bringen sollte, meist wurde dann übrigens ein paar Wochen oder Tage vorher die Beziehung wieder auf "on" geschaltet, was ich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht kapierte.
Mehrfach gab es irgendwas zu helfen, kurz darauf wurde oft die Beziehung wieder beendet oder mindestens erheblich in Frage gestellt.
An unseren Problemen bzw. Lösungen haben wir nie gearbeitet. Diskussionen verliefen so: "Ich hab dir schon tausend Mal gesagt du sollst mich besser behandeln". Das war der Standardsatz, wenn irgendwas schief lief. Ich fragte dann nach, was sie konkret meint und bekam als Antwort "Willst du mich verschaukeln....hör mir halt richtig zu". So drehte sich eine Diskussion gern mal stundenlang ohne auch nur eine Sekunde auf Inhalt einzugehen, im Kreis. Ohne Lösung. Ich hatte oft das Gefühl, das macht ihr Spaß, obwohl auch sie anschließend meinte, sie sei erschöpft und ich schuld daran, dass sie sich unverstanden fühle.
Grundsätzlich waren bei ihr auch immer alle Männer gleich, und ich natürlich auch.
@Scheol hatte den Vagusnerv angesprochen.
Ich bin ihr vor Weihnachten im Büro begegnet, ich war nervös. Nicht in der Form nervös, dass man sich irgendwie freut jemanden zu sehen, sondern ich war nervös wie bei einer Dro., das ist übrigen das was ja die Toxik beschreibt. Der Entzug machte sich bei mir natürlich auch bemerkbar.
Meine Kehle schnürte sich zu, ich schwitzte und wurde unfassbar nervös, wie bei einer großen und sehr unangenehmen Prüfung, durch die ich bestimmt durchfallen würde. So fühlte sich die letzte Begegnung an und ja, ihr roter Audi triggert mich, wenn ich so einen Wagen irgendwo sehe, schaue ich sofort aufs Kennzeichen, ob sie das ist. Und das nicht in freudiger Erwartung, sondern in der Hoffnung, dass sie es nicht ist.
Ich habe sogar zuletzt mal mit ihr gesprochen, dass das total ungesund war, wie wir uns kennenlernten. Damals hatte ich das Gefühl, ich werde wie im Rausch in eine Beziehung rein gezogen, die sich so toll und schön anfühlt, dass man denkt, ich will diese Person nie wieder verlieren. Aber nicht weil es vertraut ist, sondern weil es unfassbar intensiv war. Ich erinnere mich an jede Sekunde unserer ersten Treffen. Sie machte alles so wie es für mich vermeintlich toll war, sie war liebevoll, umsorgte mich, kümmerte sich.
Das Bild, das nach wenigen Wochen dann aufkam, ständige Abwertungen, Kritik und miese Laune, das blendet mein Hirn gerade immer noch aus, es klammert sich an diese surreale Fantasie, an diese Phase des Kennenlernenes.
Ich notierte damals gedanklich etwas, ...... es fühlt sich erstmals an, als hätte ich etwas verpasst im Leben, sie schaffte es mich emotional komplett zu fesseln.
Wo ich hätte hin horchen müssen, ihre Beziehungen gingen bisher immer in gewaltigem Knall auseinander. Ich habe nie gehört, dass bei auch nur einziger Beziehung einfach der Satz fiel, "es passte nicht". Es waren immer "bessere Ex Freunde" als ich es war (Abwertung) aber zuvor krachte es immer gewaltig.
Was ich übrigens auch gerade anfangs herausfand, sie behandelte mich als Trophäe, sie hatte ständig von uns beiden Fotos in ihrem Insta Profil und WA Status stehen, und erwähnte auch mal ihren Ex, der das hoffentlich sieht. Der Ex hatte übrigens das gleiche erlebt wie ich, ich erwähnte es schon, er wurde aus der Wohnung geworfen und scheint aber - den Erzählungen nach - deutlich resilienter als ich zu sein.
Ich habe lange versucht, zu analysieren, was das ist mit ihr, Borderline, Narzissmus, ich glaube das steckt in mir drinnen, weil ich versuche zu analysieren. Auch wenn es immer heisst, bleib bei dir, sieh zu dass du selber auf die Beine kommst. Das tue ich auch, durch Literatur und auch die hier geposteten Angebote wälze ich mich jetzt mal durch.
Aber es ist wirklich so.....hätte mir vor 3 Jahren einer erzählt, dass mir das passieren würde, ich hätte es nicht gedacht. Ich habe mich immer für einen sehr stabilen Menschen gehalten. Offenbar wurden hier Pflaster aufgemacht.
Ich frage mich heute noch, hat sie das absichtlich gemacht, ist das einfach ihre Art, bereut sie das, was denkt sie. Bemerkenswerterweise ist mir ihr kein vernünftiges Gespräch möglich gewesen. Würde ich sie jetzt anrufen, was ich nicht tue, würde sie mich anschreien, auflegen, fertig.
Das ist es glaube ich, was mich heute mit vielen Fragen zurück lässt.