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Trennung holt mich permanent ein

Lukrethia
@ChristianusD
Warum suchst du die Fehler bei dir, wenn doch so offensichtlich ist, dass ihr Verhalten nicht normal ist?
Wir haben alle unsere Baustellen und die führen zu verschiedenen Dynamiken in Beziehungen - aber es sollte dabei keine Abwertung rauskommen und es sollte keine Verbote geben, das sind einfach NoGos.

Das beste Beispiel ist doch, dass sie nicht mehr wollte, dass du joggen gehst, damit du sie nicht aufweckst. Aber mittags und abends passt es auch nicht. Umgekehrt hat sie kein Problem damit, um 5 Uhr früh, wenn du krank bist, durch die Wohnung zu poltern.

Natürlich ist es notwendig, dass du jetzt auch mal einen Blick auf dich wirfst. Was hat dazu geführt, dass du dir das monatelang gefallen hast lassen, warum hat dein Selbsterhaltungstrieb nicht schon lange vorher aufgezeigt? Das und mehr, gilt es nun aufzuarbeiten.

Wenn ich mich in deine Lage versetze, würde ich persönlich auch überlegen, ob ich nicht wieder nach Hause ziehe. Zumindest würde ich die Augen offenhalten, ob sich jobmäßig was ergibt. Kein Geld der Welt ist es wert, dass man dafür bei Gesundheit und sozialen Kontakten Abstriche macht. Das muss ja auch nicht sofort sein, aber als eventuell langjähriger Mitarbeiter kann man durchaus auch mal Wünsche deponieren. Wovon ich auch abraten würde ist, in der Arbeit die Vorgesetzten zu informieren - außer, du hast wirklich ein sehr vertrautes und enges Verhältnis zu einem. Wenn es Complianceregeln gibt, wird auch ihr daran gelegen sein, dass es in der Firma nicht die Runde macht. Wenn nicht, dann kommt es eben raus - bist nicht der erste und auch nicht der letzte, der eine Beziehung am Arbeitsplatz hatte.

Ich wünsche dir alles Gute!

x 1 #31


C
Zitat von Plague:
Weil ich seine Erlebniswelt kenne.


Mag sein. Trotzdem können verschiedene Wege wieder raus führen.

x 3 #32


A


Trennung holt mich permanent ein

x 3


MafusCage
Lieber @ChristianusD,

du hast es da echt mit einer extrem unsicheren Person zu tun und bist nun in der vorteilhaften Situation hinter ihre selbstbewusste Fassade blicken zu können. Damit zählst du nun aber auch zu den Feinden, die die bald wieder versucht einzufangen. Sei klüger und lass dich auf nichts mehr ein!

Vielleicht war es wirklich der Konflikt mit deinen Eltern und das Zurücklassen der Heimat, dass du dich so tief auf sie eingelassen hast und in ihr ein neues Stück Wurzel schlagen wolltest.

Sie hat als Narzisstin genau das Gespühr für diese Bedürftigkeit. All eure Konflikte entsprangen aus ihrer Unsicherheit. Das wird auch nicht weggehen.

Versuch dich emotional abzugrenzen ... sprich mit deinen Eltern und deinen Freunden in Hamburg ausgiebig über das erlebte, um es besser einordnen zu können. Mach Sport und such dir Menschen, die dir einfach gut tun ... für die du richtig bist mit deine Interessen.

Versuch ihr ganzes ambvivalentes Verhalten jetzt wie ein "Film" zu schauen. Bleib Zuschauer und beobachte, wie sie auch andere so behandelt. Du wirst noch erstaunt sein. Sie hat einen Freund ... wart mal ab, wie lang.

Ich hab ähnliche Erfahrung und rate dir, das Thema komplett aus der Arbeit auszugrenzen. Besprich das niemals mit Kollegen. Es wird besser werden. Du wirst sehen. Wenn du guter Dinge bist, stark, selbstbewusst, angesehen ... dann kommt sie wieder an um dein Vertrauen wieder zu gewinnen ... um es dann wieder nach und nach zu zerlegen.

Regel bleibt: nicht wieder vertrauen. Das ist das Härteste. Alles andere wird heilen.... es ist alles sehr frisch. Irgendwann tuts nicht mehr weh, wenn du ein ehemaliges Cafe o.ä. betrittst.

x 3 #33


Wulf
Zitat von ChristianusD:
Und dann kam eine berufliche Veränderung 2024 gerade recht. Ich zog für ein Projekt nach Frankfurt zu unserer Hauptstelle. Ich hatte zu der Zeit etwas Streit mit meinen Eltern, die das nicht für gut hießen, da sie mich gern in der Nähe halten wollten.

Willkommen in FFM!

Zitat von ChristianusD:
Zu meinen Eltern habe ich ein vertrautes aber gespaltenes Verhältnis.

Da solltest du deinen Weg der Selbständigkeit weiter gehen, das wird dir sehr gut tun.

Zitat von ChristianusD:
Eher schlechter Ernährungsstil, eher bequem, während ich belesen und sportlich bin, ist sie eher der Fast Food Mensch

Selber kochen

Zitat von ChristianusD:
Irgendwann rückte die Wohnungsproblematik im Januar 2025 näher

Hast du eine Wohnung? Ansonsten ABG Holding, Nassauische Heimstädte, Fairmieten Frankfurt.
Ansonsten in den Vororten schauen, sind teilweise sehr gut mit ÖPNV angebunden.

Zitat von ChristianusD:

Sie schmiss mich nach einem völlig nebensächlichen Streit eines Tages im April aus der Wohnung, ich hatte keinen Schlüssel und war nicht dick angezogen. Sie machte dann die Tür auch nicht mehr auf, ich musste bei einem Arbeitskollegen übernachten. Sie war bockig wie ein Stier.

Das was du von ihr umschreibst, erfüllt den Anschein einer verdeckten Narzisstin.
Aber Never Fu-ck the Company.

Zitat von ChristianusD:
Im Büro ist seit November alles für mich katastrophal. Während ich in der Reha war, erkundigten sich alle Kollegen bis auf sie nach meiner Gesundheit. Als ich mein Handy ansah, sah ich nur, dass sie mich blockiert oder gelöscht haben musste.

Würde ich nach meinem heutigen Kenntnisstand feiern. Blockier sie gleich mit.

Zitat von ChristianusDZitat von ChristianusDZitat von ChristianusDZitat von ChristianusD:
[url=/post4087813.html#p4087813]Zitat von ChristianusD[/url]
Ich war das gesamte Jahr über nur mit ihr beschäftigt und meiner Gesundheit. Soziale Kontakte aufbauen? Fehlanzeige. So langsam habe ich aber gewisse Routinen wieder aufgebaut und alle 14 Tage fahre ich zu meinen Eltern nach Hamburg.
Was mir hier in Frankfurt besonders schwer fiel waren die Wochenenden.

Gemeinsam Aktiv Frankfurt, Gemeinsam Erleben (gibt es reichlich Wandergruppen), Freizeit Treff (Kostenpflichtig), Meet5, ADFC...
Abwechslung, Spaß und Drama, alles dabei.

Zitat von ChristianusD:
So langsam habe ich aber gewisse Routinen wieder aufgebaut und alle 14 Tage fahre ich zu meinen Eltern nach Hamburg.

Gutes Notfallprogramm.

x 1 #34


Löwenzeh
Zitat von Casey:
dass er den Zwang verspürt Thread um Thread dazu eröffnen zu müssen

Ich glaube, da hast du was verwechselt.
Gibt nur diesen Thread von ihm

x 1 #35


Löwenzeh
@ChristianusD
Ich habe mal ein Zitat gelesen, dass mich sehr anspricht:

Alles, worauf du dich konzentrierst, wird gedeihen.

Der Satz spricht für sich, dennoch möchte ich ihn ausführen. Er war in der Biographie, in der ich ihn las, in einen negativen Kontext gesetzt.
Ein bisschen wie "man erntet, was man sät" und doch ganz anders.

Alles, worauf du dich konzentrierst, wird gedeihen.

Wie oft kaue ich auf Problemen Rum, ohne eine Lösung zu suchen oder zu akzeptieren. Wie oft schwelge ich in Erinnerungen oder Zukunftsfantasien, konzentriere mich nicht und lasse mich treiben, da kann ja nur Sehnsucht gedeihen.

Mach deinen Sport. Tu dir gut. Akzeptiere die immer wiederkehrenden Gedanken an sie, guck sie dir an, lass sie weiterziehen, hilf nach und geh raus, wenn's dich Zuhause erschlägt.
Such dir ein schönes Heim.
Stell dich der Angst.
Soviel zu tun, aber das schaffst du. Eins nach dem anderen.
Und hör auch, dich selbst zu sezieren, dazu hast du noch ein Leben lang Zeit.
Komm erstmal auf die Beine und erobere dir dein Leben und Alltag zurück.
Ich wünsche dir viel Kraft und Mut.

x 1 #36


Jane_1
Zitat von ChristianusD:
Und ich bin total verwirrt, ob nicht ich der "Fehler" war in der Beziehung, das beschäftigt mich mindestens so stark wie die Frage, ob sie eine Störung aufweist.

Ich habe langsam das Gefühl, dass diese Verwirrung gepaart mit der Überzeugung, dass man selber der Fehler war, DAS Erkennungsmerkmal dafür ist, dass man in einer toxischen Beziehung war. (als, ich nenne es mal so "Opfer").

So wie du das schilderst, war ganz klar sie das Problem.
Dein Problem war, dass du es mitgemacht hast.
Zitat von ChristianusD:
,ich begann zu zweifeln, bin ich noch attraktiv, bin ich noch liebenswert oder war ich es nie?

Das ist echt ein super schlechter Startpunkt in die Beziehung und sorgt dafür, dass man schlecht mit sich umgehen lässt.

Abgesehen von der Frage der Attraktivität und Liebenswürdigkeit bist du ein Mensch. Und jeder Mensch hat es verdient, mit Respekt behandelt zu werden. Sobald der Respekt fehlt, kann man eigentlich schon einen cut machen.

Es tut mir leid, dass du gesundheitlich so stark gelitten hast und leidest. Stell dich bitte ab jetzt in den Mittelpunkt.
DU bist die Person, mit der du bis zum Ende deines Lebens zusammen sein wirst. Sorge in jeglicher Hinsicht und konsequent gut für dich.

Therapie wird auch Mmn sicher hilfreich sein. Du verdienst sicher nicht schlecht, gönn dir doch private, also selbstbezahlte, Therapie. Da findest du schnell jemanden.

x 3 #37


Scheol
Der Körper zeigt sehr genau Reaktion bei dem TE.

Der Vagusnerv ist ein zentraler Teil des autonomen Nervensystems. Er steuert unter anderem:
Herzefrequenz, Schlucken, Atmung, Spannung im Hals-, Kehlkopf- und Brustbereich usw.

Wenn dieser Nerv chronisch unter Stress steht (z. B. durch Angst, Daueranspannung oder emotionale Bedrohung), kann es zu folgenden Symptomen kommen:

Toxische Beziehung = (Nerven)system unter Dauerstress

Eine toxische Beziehung bedeutet oft = ständige Alarmbereitschaft

Auch nach dem Ende der Beziehung kann der Körper noch im Überlebensmodus bleiben.

Typisch ist, dass oft körperliche Symptome erst nach solch Beziehung auftreten.


Da der TE hier körperliche Reaktion zeigt und kein Handwerk bis jetzt erlernt hat, um sich selbst zu regulieren, würde ich nicht zwingend sagen, dass er dieser Situation verweilen soll.

In der Traumatologie gibt es einen Satz, „Ein Ereignis und Ein Gefühl ist nicht ab Koppelbar ! Man lernt nur mit den Gefühl, umzugehen“.

Ich denke, wenn das Gefühl aus haltbar ist, kann man ruhig in dieser Situation verweilen. Wenn man aber der Meinung ist, dass Gefühl ist überwältigend, sollte man aus der Situation heraus gehen, um sein Nervensystem zu schützen.

Ich selbst bin nach meinem Motorradunfall, mit erlernten Werkzeug, nochmals zu der Unfallstelle hingegangen. Die körperlichen Reaktion hatte ich damals in dem Trauma Thema hier im Forum beschrieben, diese können sehr erheblich sein, aber mit erlerntem Werkzeug für mich regulierbar.

Es ist bekannt, dass nach toxischen Beziehungen, Personen Örtlichkeiten vermeiden, wo sie früher mit dem toxischen Partner gewesen sind. Auch ist es bekannt, dass sie emotional reagieren, wenn zum Beispiel das selbe Fahrzeug in der selben Farbe auf der Straße entlang fährt wie es der Ex Tox hatte.
Einige berichten, dass sie sogar den Namen des Ex Partners der Ex Partnerin nicht mehr aussprechen können, da sie von diesen Namen selbst getriggert werden.

x 3 #38


hotte
Zitat von Scheol:
Auch ist es bekannt, dass sie emotional reagieren, wenn zum Beispiel das selbe Fahrzeug in der selben Farbe auf der Straße entlang fährt wie es der Ex Tox hatte.

Krasse sch.... als mir das neulich passiert ist dachte ich das ich jetzt vollkommen am rad drehe und mich nicht so anstellen solle.... es bewahrheitet sich mal wieder... ich (wir) bin (sind) nicht alleine... wir reden uns das manchmal nur ein.

#39


Scheol
Zitat von hotte:
Krasse sch.... als mir das neulich passiert ist dachte ich das ich jetzt vollkommen am rad drehe und mich nicht so anstellen solle.... es bewahrheitet sich mal wieder... ich (wir) bin (sind) nicht alleine... wir reden uns das manchmal nur ein.

Wie ich hier im Forum ankam , hatte ich gelesen wie sich Menschen nach solch Beziehungen verhalten.
Und fand es komisch diese extreme Reaktion.
die ersten Therapeuten sprachen von ptbs oder komplexer ptbs nach solch Beziehungen.
wo sehr viele Fachleute das gar nicht gesehen haben.

irgendwann hatte ich ein Motorradunfall und merkte das ich ähnlich gleich reagierte bei bestimmten Sachen und verstand dadurch die Aussage der Fachleute und eben auch die Opfer solcher Beziehungen besser.

durch das hatte ich mich zum Thema eingelesen was im Gehirn usw. passiert und das ist nicht unerheblich.

x 1 #40


C
Puhhh, also ich muss erstmal sagen, vielen Dank für die vielen Postings. Ich will mal sortieren, was ich noch garnicht erwähnt habe, die Story ist ja so umfänglich, trotzdem wir hier nur von einigen Monaten reden.

In der Kindheit war es so, dass Mutter bei uns Kindern oft miese Laune hatte, welche Gründe dahinter steckten, .... sie war oft grundlos gestresst. Meine Mutter war sehr wechselhaft, aber sehr häuslich, wir Kinder mussten diese Stimmung oft auffangen.

Es gab ein Schlüsselerlebnis. Es war ein Samstag. Der lief - wie so oft nicht so wie sie es sich wünschte, aber ihre Wünsche waren mir immer unbekannte. Sie war oft einfach mürrisch. Anfangs zeichnete sich das übrigens sehr schnell ab, das hätte ich merken müssen, ich bin es übergangen. Auch hier noch mehrere Schlüsselerlebnisse im Kopf, die ich als Red Flag hätte registrieren müssen.

An diesem Samstag richtete ich mich wie zumeist nach ihrem Tagesablauf, das war bereits im letzten Viertel unserer Beziehung, wo ich mich vollumfänglich an sie angepasst hatte. Meinen Laufsport verkürzt und irgendwo auf zeitliche Ränder geschoben, dass es bloß nicht störte. Sie war an diesem Samstag verabredet mit Freundinnen zum Kaffee. Unklar war aber wann und wie lange und so weiter. Das nervte sie, ihre (oft vor mir hoch gelobten Freunde, die ich ja nicht hätte) Freunde nervten sie auch hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit immer stark. An diesem Samstag sagte ich ihr, ich bin um 16 Uhr zuhause, abrufbereit quasi, wenn wir noch etwas kochen, unternehmen wollen etc. Ich verzichtete auf Sport. Ich saß dann bis 18 Uhr zuhause, wartete, ich war nicht sauer, ich war eher angespannt. Dann kam sie genervt heim, dass ihr das stinke, dass sie ständig gezwungen ist mit mir abzusprechen, wann wir uns sehen, da könne sie sich ja garnicht entspannen. Also Schuldumkehr. Realitätsvernebelung. Ich hocke daheim verzichte auf meine Sachen und bin quasi auf Abruf bereit, während sie nicht weiß, wann sie sich wie lange mit Freundinnen trifft. Sie kam dann heim, hatte keine Lust mehr weg zu gehen. Ich hätte also locker Sport machen können, (mein Bedürfnis) war egal.

Dann stand sie da in der Küche, schnitt Gemüse, das hasste sie, weil ich keine Lust hatte, wieder etwas zu bestellen, wo wir Zeit hatten und mal kochen konnten. Ich sah sie in der Küche und hatte einen krassen Flashback, an meine Kindheit. Grundlos schlecht gelaunte Freundin, sie sah und sieht übrigens verdammt gut aus, auch für ihr Alter ist sie einfach eine wirklich attraktive Frau, ich finde sie heute optisch noch sehr ansprechend, was es mir nicht leichter macht mit ihr umzugehen.

Da hatte ich plötzlich in der Küche meine Mutter vor Augen, wie sie da stand, mies gelaunt, weil irgendwas war - mit meinem Vater - und wir als Kinder die Stimmung durch Witze, Humor und Hilfeangebote heben wollten.

Ich kreise mit diesen meinen Gedanken immernoch um Sie, darum, welche Schuld ich mit trage, dass das so weit kommen musste. Ich habe mich mit Christian Hemschemeier auseinandergesetzt, da mir seine flappsige witzige Art ganz gut gefiel, die mich nicht noch depressiver hat sinken lassen. Und erinnere mich an viele toxische Dinge, die er erwähnte.

Zu Anfang unseres Kennenlernens war meine Ex unfassbar eifersüchtig auf diverse Kolleginnen, auf eigentlich alles. Ich erinnere mich als wir in einer Bar waren, da musste sie raus - Luftnot - weil ich der Kellnerin angeblich zu lange in die Augengeschaut hätte und sie sagte damals schon "wenn das schon so los geht, vergessen wir es". Ich sage es klar: Ich war total verknallt in meine Ex, meine Ex war für mich eine Augenweide, ich habe garantiert keiner Kellnerin zu lang in die Augen geschaut, aber das war für mich ein Schlüsselmoment, in dem ich registrierte: Ok, das ist echt krass, ich muss aufpassen, wo ich hin schaue, ich will sie ja nicht verlieren.

Sie hatte zu dem Zeitpunkt mit Wechseljahren zu tun, wo wir uns kennenlernten, ich muss dazu sagen, ich bin sexuell deutlich unerfahrener als sie, was für mich kein Drama war, aber sie war unfassbar neidisch auf meine langjährigen Beziehungen, wo sie garantiert (wir sprachen nie konkret darüber) erheblich mehr Partner hatte als ich und auch mehr durch hatte als ich. Die Wechseljahre führten oft dazu, dass es nicht funktionierte, sie bekam auch in der Zeit sehr sehr oft Blasenentzündung. Da ich keinen unsafen Sex praktizieren mochte, war auch das ständige Dauerdiskussion, einen HIV Test lehnte sie zunächst ab mit dem Hinweis, wenn ich ihr nicht vertraue, kann man es lassen. Sorry - aber mit der Einstellung kann ich nicht durchs Leben gehen, also blieb ich safe. Sie schimpfte während des Sex dann permanent auf das Gummi dass ihr das so nichts bringe und dann lassen wir es ganz. Somit schlief das recht schnell ein, immer mit dem Vorwurf, dass man "ohne Sex" keine Nähe aufbauen könne. Also stand ich ständig im Konflikt, was richtig ist zu tun. Natürlich blieb ich safe.

Während der Beziehung kamen subtile kleine Abwertungen, zb fand sie plötzlich ein Foto in einer Umzugskiste von meiner Ex Freundin. Bezeichnete sie als ekelhaft hässlich und sie müsse sich Gedanken machen darüber, wenn ich nur solche hässlichen Frauen abbekommen hätte, ob ich mit so einer gut aussehenden Frau wie ihr überhaupt klar käme. Also für mich war meine Ex-Ex nicht hässlich, für mich auch meine Ex nicht hässlich, aber solche Aussagen disqualifizieren trotzdem. Abwertende Aussagen waren übrigens an der Tagesordnung. Ich erlebte sie fast immer nur extrem wechselhaft, frustriert und verbittert, also wirklich grundlos. Sie hatte eine tolle Wohnung, ein gutes Einkommen, einen guten Job, wir hatten uns, sie war gesund, sie war immer chronisch wechselhaft gelaunt. Und die Gründe lagen irgendwie immer bei mir uns "uns".

Beispiel: Wir waren einmal wandern an einem Denkmal in Bayern, sie war wirklich stundenlang am Motzen, wegen allem möglichen, weil der Herd zu lange zum Heizen brauche, und weil dies und das u jenes war, sie fand immer Gründe, sich stundenlang auch über Leute aufzuregen. Bin ich auf das Thema eingestiegen, wurde das Thema sofort wieder umgelenkt oder beendet und "jetzt lassen wir das", war dann die Aussage. Natürlich war auch ich irgendwann genervt davon und schlecht gelaunt, dann war ich derjenige, der sich nie hat entspannen können, der immer für schlechte Stimmung sorgte. Man beginnt zu zweifeln.

Auf Vorschläge meinerseits ging sie nie ein. Beispiel, wir wollten zusammen Sport machen, der Vorschlag kam von ihr halbherzig, ich wurde konkreter, organisierte einmal zusammen ein Probetraining im Studio, worauf sie nicht einging. Wenige Tage vorher beendete sie die Beziehung aus irgendwelchen Gründen. Der Termin im Studio war hinfällig. Später dann kam irgendwann wieder eine ON Phase der Beziehung mit dem Vorwurf an mich, dass ich mich ja um nichts kümmere, wie zb gemeinsames Training im Studio. So oder so ähnlich lief das übrigens ständig ab, halbherzig etwas in den Raum geworfen, ich möge mich kümmern, wenn es konkret wurde, hatte sie es vergessen oder die Beziehung mal wieder beendet, das ging zuletzt ständig so.

Ich stand ständig unter Strom, was richtig, falsch zu machen und auch mir platzte oft der Kragen. Ich hatte das Gefühl, dass sie solche Situationen gut fand, auch wenn sie selbst ausrastete und mich beschimpfte wie eine Pubertierende, irgendwie war sie im Stresslevel deutlich unter mir, der solche Konflikte nicht gewohnt war.

Wenn es etwas zu helfen gab, war sie zuckersüß und lieb, zb wenn ich ihr helfen sollte, im Job irgendwas zu erledigen, was sie nicht konnte, wenn ich ihre Steuererklärung machen sollte, wenn ich ihr Auto zur Werkstatt bringen sollte, meist wurde dann übrigens ein paar Wochen oder Tage vorher die Beziehung wieder auf "on" geschaltet, was ich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht kapierte.

Mehrfach gab es irgendwas zu helfen, kurz darauf wurde oft die Beziehung wieder beendet oder mindestens erheblich in Frage gestellt.

An unseren Problemen bzw. Lösungen haben wir nie gearbeitet. Diskussionen verliefen so: "Ich hab dir schon tausend Mal gesagt du sollst mich besser behandeln". Das war der Standardsatz, wenn irgendwas schief lief. Ich fragte dann nach, was sie konkret meint und bekam als Antwort "Willst du mich verschaukeln....hör mir halt richtig zu". So drehte sich eine Diskussion gern mal stundenlang ohne auch nur eine Sekunde auf Inhalt einzugehen, im Kreis. Ohne Lösung. Ich hatte oft das Gefühl, das macht ihr Spaß, obwohl auch sie anschließend meinte, sie sei erschöpft und ich schuld daran, dass sie sich unverstanden fühle.

Grundsätzlich waren bei ihr auch immer alle Männer gleich, und ich natürlich auch.

@Scheol hatte den Vagusnerv angesprochen.

Ich bin ihr vor Weihnachten im Büro begegnet, ich war nervös. Nicht in der Form nervös, dass man sich irgendwie freut jemanden zu sehen, sondern ich war nervös wie bei einer Dro., das ist übrigen das was ja die Toxik beschreibt. Der Entzug machte sich bei mir natürlich auch bemerkbar.

Meine Kehle schnürte sich zu, ich schwitzte und wurde unfassbar nervös, wie bei einer großen und sehr unangenehmen Prüfung, durch die ich bestimmt durchfallen würde. So fühlte sich die letzte Begegnung an und ja, ihr roter Audi triggert mich, wenn ich so einen Wagen irgendwo sehe, schaue ich sofort aufs Kennzeichen, ob sie das ist. Und das nicht in freudiger Erwartung, sondern in der Hoffnung, dass sie es nicht ist.

Ich habe sogar zuletzt mal mit ihr gesprochen, dass das total ungesund war, wie wir uns kennenlernten. Damals hatte ich das Gefühl, ich werde wie im Rausch in eine Beziehung rein gezogen, die sich so toll und schön anfühlt, dass man denkt, ich will diese Person nie wieder verlieren. Aber nicht weil es vertraut ist, sondern weil es unfassbar intensiv war. Ich erinnere mich an jede Sekunde unserer ersten Treffen. Sie machte alles so wie es für mich vermeintlich toll war, sie war liebevoll, umsorgte mich, kümmerte sich.

Das Bild, das nach wenigen Wochen dann aufkam, ständige Abwertungen, Kritik und miese Laune, das blendet mein Hirn gerade immer noch aus, es klammert sich an diese surreale Fantasie, an diese Phase des Kennenlernenes.

Ich notierte damals gedanklich etwas, ...... es fühlt sich erstmals an, als hätte ich etwas verpasst im Leben, sie schaffte es mich emotional komplett zu fesseln.

Wo ich hätte hin horchen müssen, ihre Beziehungen gingen bisher immer in gewaltigem Knall auseinander. Ich habe nie gehört, dass bei auch nur einziger Beziehung einfach der Satz fiel, "es passte nicht". Es waren immer "bessere Ex Freunde" als ich es war (Abwertung) aber zuvor krachte es immer gewaltig.

Was ich übrigens auch gerade anfangs herausfand, sie behandelte mich als Trophäe, sie hatte ständig von uns beiden Fotos in ihrem Insta Profil und WA Status stehen, und erwähnte auch mal ihren Ex, der das hoffentlich sieht. Der Ex hatte übrigens das gleiche erlebt wie ich, ich erwähnte es schon, er wurde aus der Wohnung geworfen und scheint aber - den Erzählungen nach - deutlich resilienter als ich zu sein.

Ich habe lange versucht, zu analysieren, was das ist mit ihr, Borderline, Narzissmus, ich glaube das steckt in mir drinnen, weil ich versuche zu analysieren. Auch wenn es immer heisst, bleib bei dir, sieh zu dass du selber auf die Beine kommst. Das tue ich auch, durch Literatur und auch die hier geposteten Angebote wälze ich mich jetzt mal durch.



Aber es ist wirklich so.....hätte mir vor 3 Jahren einer erzählt, dass mir das passieren würde, ich hätte es nicht gedacht. Ich habe mich immer für einen sehr stabilen Menschen gehalten. Offenbar wurden hier Pflaster aufgemacht.

Ich frage mich heute noch, hat sie das absichtlich gemacht, ist das einfach ihre Art, bereut sie das, was denkt sie. Bemerkenswerterweise ist mir ihr kein vernünftiges Gespräch möglich gewesen. Würde ich sie jetzt anrufen, was ich nicht tue, würde sie mich anschreien, auflegen, fertig.

Das ist es glaube ich, was mich heute mit vielen Fragen zurück lässt.

x 2 #41


P
Was du durchmachst, ist Entzug. Normal wärest du schon weiter, aber da du sie ständig siehst, dauert es.

Gehe ihr die erste Zeit weitgehend aus dem Weg, minimalster Kontakt, kein Augenkontakt, maximal "Hi" als Begrüssung, sonst garnichts.

Wenn sie jemanden hat, wird der abspringen, Männer in dem Alter sind selten wie du, sondern haben keine Lust auf den Stress. Und F Plus ist für sie uninteressant, denn sie braucht jemanden, den sie kontrollieren kann und F Plus kann man nicht kontrollieren, weil da quasi ja nur Sex im Mittelpunkt steht, kein Austausch.

Sie wird wieder ankommen nach einer Pause. Ich denke, sie hätte erwartet, dass du ihr nach der letzten OFF Phase nachrennst, so wie das Spiel immer funktioniert hat.

Ich glaube, das Kapitel geht noch weiter, und wenn du nicht draußen bleibst, wird, ganz getreu Hemschemeier ein weiteres Kapitel oder eine weitere Runde gedreht und das Universum, wie er immer so schön sagt, wird dir sagen: Jetzt mach ich es noch mal härter, damit du endlich draußen bleibst.

x 2 #42


M
@ChristianusD Danke für deinen Beitrag.
Mich interessiert noch der Part mit den von dir genannten "Gewaltexsesse", waren die körperlich?
Auch ich befasse mich noch mit dem Trennungs-"schmerz" mittlerweile, eine Sehnsucht ist da, ein Vermissen - obwohl es auch on , off sehr sehr toxisch und giftig war. Ich kann das auch alles nicht verstehen uns blende das Böse manchmal einfach aus, das Gefühl des Vermissens, Angst vor Verlust ist dann nur da. Aber nicht die Fakten.

x 1 #43


K
@ChristianusD

ich versuche, deine Beobachtungen zusammenzufassen:

Diese Frau war krankhaft und hysterisch eifersüchtig, postete eure Bilder auf sozialen Medien in der Hoffnung ihre Exen würden sie sehen, wollte dich ihrem Tagesablauf unterwerfen, hielt safe S-x für völlig unnotwendig, schuf Konflikte aus dem Nichts, neigte zu unkontrollierten Wutausbrüchen, wurde regelmäßiig beleidigend und abwertend, schaltete euere Beziehung nach Belieben ein und aus.

Ihre Störungen hast du doch festgestellt, du bist fertig mit der Analyse! Kümmere dich jetzt um dich:

Bist du hinreichend gefestigt - wie von @Scheol beschrieben - dein Trauma vor Ort angehen und im Job am Standort bleiben? Wenn nicht, dann ist der alternative Weg zur Heilung doch klar - oder?

#44


Islantilla
Zitat von ChristianusD:
, ob ich mit so einer gut aussehenden Frau wie ihr überhaupt klar käme.

... ähm... also eingebildet ist sie ja nicht... Achtung Ironie

Ich finde es immer wieder bemerkenswert wie schnell Männer auf das Äußere einer Frau "hereinfallen".
Tut mir leid, aber mehr fällt mir dazu nicht ein.

Ich wünsche dir trotzdem, dass du irgendwann so weit bist, dass sie dir vollkommen gleichgültig wird.
Denn dann hast du es geschafft und kannst dein Leben normal weiterleben.

Ich würde an deiner Stelle keine Minute länger an diesem Arbeitsplatz bleiben.
Such dir was anderes, weit weg von ihr.

x 1 #45


A


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