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Trennung holt mich permanent ein

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ChristianusD
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Einen wunderschönen guten Abend.
Ich bin durch Zufall auf das Forum gestoßen, Suchworte waren eingentlich Arbeitskollegin. . Trennung und schon war ich hier.

Kurz zu mir. Ich bin 48 Jahre alt, stehe finanziell gut da, dachte immer, ich bin gefestigt bei mir selbst, obwohl ich Baustellen in der Kindheit habe, die wohl aber jeder irgendwie hat. Ich habe Informatik studiert, arbeitete bis August 2024 bei einer Privatbank im Norden Deutschlands. Ich habe zudem noch BWL studiert, nebenbei, und meine Zeit immer gut gefüllt. Mit Frauen, bzw. dem Kennenlernen hatte ich bis Ende 30 nie Probleme, wurde allgemein hin als sehr sportlich, zugänglich und attraktiv beschrieben. Ich habe in Hamburg einen kleinen Freundeskreis, zwei Freunde, mit denen ich studiert habe. Hobbys, Sport, Wandern, Joggen, . .

Ich wurde 40 und hatte das Gefühl, ich lerne keine Frauen mehr kennen,ich begann zu zweifeln, bin ich noch attraktiv, bin ich noch liebenswert oder war ich es nie? Meine letzte Beziehung, 3 Jahre, war 2020 und endete mit Corona. Seither vielleicht drei Frauen kennengelernt, die mich ablehnten.

Und dann kam eine berufliche Veränderung 2024 gerade recht. Ich zog für ein Projekt nach Frankfurt zu unserer Hauptstelle. Ich hatte zu der Zeit etwas Streit mit meinen Eltern, die das nicht für gut hießen, da sie mich gern in der Nähe halten wollten. Zu meinen Eltern habe ich ein vertrautes aber gespaltenes Verhältnis. Meine Mutter war immer von extremen Stimmungsschwankungen geprägt, wir Kinder mussten die Stimmung immer fühlen, messen und irgendwie uns danach richten. Ich galt als eher angepasstes Kind, das schwer Nähe zulassen konnte.

Dann November 2024 war es soweit, ich zog in die Bankenmetropole. Wir waren 20 Leute, unser Job war der Aufbau eines neuen Systems, es war spannend, aber ich fühlte mich entwurzelt. Ich stürzte mich in Sport und Arbeit, hatte hier ja sonst nicht viel.

Ich lernte eine Arbeitskollegin kennen, die kam kurz später, Dezember 2024 und wohnte auch in der Nähe Frankfurt. Sie hat dort eine Eigentumswohnung. Ich wohnte in einer Wohnung, die ich bezahlt bekam, aber das ganze war eher ein Übergang, die Wohnsituation war eher temporär. Wir waren angehalten uns etwas zu suchen, die Bank zahlte. Ich fand aber nichts, was passte, darum wohnte ich erstmal weiter in einer Art Banken WG, das war schon sehr sehr luxuiös, aber die Wohnungen sollten eigentlich nur zum Übergang dienen.

Als ich das erste mal meiner Kollegin begegnete, war es als hätte ich einen Funkenschlag im Kopf. Sie sah gut aus, 52 Jahre alt, also wirkte total gesetzt, attraktiv, erfahren, seriös und irgendwie von Kopf bis Fuß mein Typ, auch wenn man ihr durchaus das Alter angesehen hatte. Ihr Lebensstil, die Gesamterscheinung . ich war total begeistert. Insbesondere die Aussage gegenüber dem Vorstand "Wenn das Projekt nicht so läuft wie ich mir das vorstelle, bin ich auch schnell wieder weg", haute uns alle irgendwie um, wir hätten uns das nicht getraut.

Nachdem wir stundenlang im Büro und Pausenraum sprachen, tauschten wir Nummern. Ich kann mich noch genau an jeden Tag erinnern, Wir telefonierten abends oft bis 2 Uhr nachts, waren beide platt am kommenden Tag, trafen uns dann auch an den Wochenenden, ich hatte das Gefühl, ich habe hier eine Frau, die sich erstmals um mich bemüht, und zwar richtig, ich hatte kein Auto vor Ort, sie fuhr, sie organisierte alles, ehe ich es tun konnte. Ich kannte das so nicht, erstmals war es kein Kampf, sie rief mich einfach an, ich musste nicht ständig hinterherlaufen. Ich erinnere mich noch, wie ich damals dachte: Jackpot.

Ihr Lebensstil entsprach allerdings überhaupt nicht meinem, das war mir zu dem Zeitpunkt egal. Eher schlechter Ernährungsstil, eher bequem, während ich belesen und sportlich bin, ist sie eher der Fast Food Mensch (dem man die schlechte Ernährung nicht ansieht) und begnügt sich eher mit viel Sex und Trash TV am Wochenende. Ich bin eher jemand, der gern wandern geht. naja, das war erstmal egal, ihr kennt das, man ist verknallt, verliebt und so weiter.

Irgendwann rückte die Wohnungsproblematik im Januar 2025 näher, und so kam es wie es kam, ich zog bei ihr ein, ein riesiger Fehler. Von Kennenlernphase war kaum zu sprechen. irgendwie katapultierte sie mich in die Beziehung, ehe ich mich versah. Da ich sowieso ständig am Wochenende bei ihr war, allerdings zu diesem Zeitpunkt noch all meine Freiräume hatte, auch mal nach Hamburg zu fahren, war das eigentlich ein Jackpot wie er im Buche steht.

Ich zog Mitte Januar mit wenigen Sachen bei ihr ein, viel war es nicht. Mit dem Einzug verschlechterte sich ihre Laune zunächst noch nicht, aber ihr war es nicht recht, dass ich zb Samstags gern nach dem Aufstehen eine Stunde joggen ging. Argument: Sie wolle nicht von mir geweckt werden, sondern mit mir noch im Bett liegen. Es ging ihr irgendwie einfach darum, dass ich mit dem Joggen aufhöre, denn es war als wäre es egal, ob ich nach dem Aufstehen, vor dem Mittagessen. .sie wollte dass ich das künftig lasse. Da ich dagegen argumentierte, wurde die Stimmung bereits im Februar recht eisig.

Als ich mit einem Infekt im Bett lag, und sie abends feiern ging, dachte ich erstmals, dass hier was nicht stimmt. Um 5 Uhr kam sie heim, ich war dann auch wach, als sie mich weckte und am kommenden Tag waren leichte Vorwürfe zu hören, dass ich mir den Infekt garantiert eingefangen habe, weil ich mit Kollegin A und B (weitere Kolleginnen in unserem Projekt, auf die sie dauerhaft eifersüchtig war, weil ich mit denen gut konnte) ständig flirten würde, was nicht stimmte. Ich weiß noch an dem Wochenende erkundigten sich Kollegin A und B nach meiner Genesung. Da ich wusste, dass das für sie rotes Tuch war und ich keine Diskussionen haben wollte, verschwieg ich das zuerst, "beichtete" aber abends, dass beide Kolleginnen mich angeschrieben hatten. Sie kassierte mein Handy ein, las den Chatverlauf und schwieg. Das ging dann eine Woche. Im Büro sprach sie das Notwengste, ich musste auf dem Sofa schlafen.

Erst nachdem ich mich entschuldigt hatte, kam es nach einer endlosen Schleife an Diskussionen, in denen sie mich beschimpfte, als Fremdgeher, Betrüger, Lügner, irgendwann zur Versöhnung und sie wolle mir noch mal eine Chance geben.Ich erinnere: Zwei Kolleginnen, mit denen ich mich gut verstand, beide vergeben, erkundigten sich per Whatsapp nach meiner Genesung, mehr nicht. Und mit beiden sollte ich ab sofort nicht mehr sprechen im Büro.

Ab dem Zeitpunkt fing das Drama an, jeder Tag wurde zum Überlebensmodus, von gemeinsamen wunderschönen Unternehmungen, wie 2024, von einfach schönen Kuschelmomenten war nichts mehr zu spüren.

Dass ich nach Hamburg wollte, also meine Eltern besuchen, war ihr auch ein Dorn im Auge, mit wollte sie auch nicht, und zur Strafe ging sie dann mit Kollegen feiern und war abends nicht mehr erreichbar in Frankfurt.

Man konnte mit ihr null, wirklich null diskutieren, streiten, Lösungen herbeiführen, es war nicht möglich. Es war als ob man mit einer hängenden Schallplatte spricht, die im Rahmen der Diskussion immer lauter und kratziger wird.

Sie schmiss mich nach einem völlig nebensächlichen Streit eines Tages im April aus der Wohnung, ich hatte keinen Schlüssel und war nicht dick angezogen. Sie machte dann die Tür auch nicht mehr auf, ich musste bei einem Arbeitskollegen übernachten. Sie war bockig wie ein Stier.

An der Stelle war mir klar, dass funktioniert so nicht, aber wir sahen uns täglich im Büro, und ich wohnte ja zwischenzeitlich bei ihr. Nach und nach erfuhr ich, dass mein Vorgänger wohl das selbe erlebt hatte. Das ging aus der Erzählung einer ehemaligen Freundin hervor, die ich über die Arbeit kennenlernte.

Ich war gefangen, hatte massive Schlafprobleme, musste immer wenn ich "böse" war auf dem Sofa schlafen, eine neue Wohnung war so schnell nicht in Sicht. Ich versuchte so schnell wie möglich nach Hamburg zu kommen.

Das Schlimmste war, inzwischen war mein Job in Hamburg belegt und in Frankfurt war der Job eigentlich deutlich besser, auch sonst gefiel es mir hier besser, also machte ich mich auf Wohnungssuche und zog aus. Gleich im Juni. Es folgte die Trennung ihrerseits.

Im Büro ging sie auf minimale Kommunikation. Da ich so verwirrt war, versuchte ich seit der Trennung ein klärendes Gespräch zu finden, das bislang fehlte. Sie war nicht zugänglich, für sie, in ihrer Welt war ich schuld daran, mit meinem Verhalten, dass unsere Beziehung nicht funktionierte, ich sei ein Lügner, Fremdgeher, vernachlässige sie und sowieso komplett unmännlich.

Der Kontakt brach komplett ab, im Büro sahen wir uns ständig und irgendwann hatte ich einen Verdacht auf Herzinfarkt im Büro und brach zusammen, das war im Oktober 2025. Es folge Reha, und der ganze Kram, seit November 2025 bin ich wieder fit und hergestellt. Es war ein Zusammenbruch, ich vermute stressbedingt, organisch ist alles super.

In der Reha versuchte ich eine Therapie zu bekommen, jedenfalls sagte mir mein Gefühl, dass mir das helfen könnte, leider war die Reha Einrichtung dafür überhaupt nicht ausgerichtet und jetzt suche ich eher nach einer Therapie als nach einer physischen Reha.

Im Büro ist seit November alles für mich katastrophal. Während ich in der Reha war, erkundigten sich alle Kollegen bis auf sie nach meiner Gesundheit. Als ich mein Handy ansah, sah ich nur, dass sie mich blockiert oder gelöscht haben musste.

Um irgendwie damit klar zu kommen, ging ich ihr weitmöglichst aus dem Weg. Im Dezember wünschte sie mir im Büro schöne Weihnachten und tat so, als sei nie etwas gewesen, es machte mich mehr als fassungslos.

Ich bin jetzt dabei, mich mental wieder zu stabilisieren. Was mir hier in Frankfurt besonders schwer fiel waren die Wochenenden. Sie hat ihren Freundeskreis hier, gut gepflegt, auch während der kurzen und drastischen Beziehung, während meine zwei Freunde in Hamburg sind und ich hier niemanden habe. Ich war das gesamte Jahr über nur mit ihr beschäftigt und meiner Gesundheit. Soziale Kontakte aufbauen? Fehlanzeige. So langsam habe ich aber gewisse Routinen wieder aufgebaut und alle 14 Tage fahre ich zu meinen Eltern nach Hamburg.

Was ich jedoch seit einigen Wochen feststelle ist, ich habe Rückfälle und zwar massiv. Ich komme manchmal an den ersten Stellen, Bars oder Straßen vorbei, wo wir 2024 zusammen Dates hatten und bekomme massive Atemprobleme. Neulich war ich mit einer Kollegin in einer Bar, in dieser Bar war ich damals mit meiner Ex und ich bekam unglaubliche Schluckbeschwerden und musste raus.

Leider kann ich auch die Kollegen nicht einweihen, keiner weiß, dass da je was lief. Auch wenn jeder wusste, dass wir uns gut verstehen, hat zum Glück auch keiner gemerkt, dass wir zusammen wohnten.

Nun kommt es noch besser. Sie hat seit Herbst, das muss der Zeitpunkt gewesen sein, wo sie meine Nummer gelöscht hat, einen neuen Freund. Zunächst hat mich das erleichtert, weil sie mich dann in Ruhe lassen würde, so meine Denkweise und das war auch so, aber vor einigen Wochen war es ein erneutes Drama.

An Weihnachten war ich in einem Restaurant und lud eine Kollegin einer anderen Bank ein (keine Sorge, anderer Arbeitsplatz, anderes Gebäude, anderer Stadtteil. .) und wir unterhielten uns. In dem Moment betrag meine Ex mit ihrem (ich vermute) neuen Freund das Restaurant und kam zu mir, beschimpfte mich leise, so dass es nur meine Begleitung und ich mit bekam als Fremdgeher, Betrüger und wünschte einen schönen Abend. Meine Begleitung war natürlich von diesem Auftritt entsetzt, ich auch.

Seither bin ich fast non stop am googlen, ob meine Ex eine Erkrankung hat und wie ich auf diese Person rein fallen konnte, was mit mir geschehen ist. Während ich im dachte, ich hätte das gut verdaut, nach der Reha keinerlei Kontakt mehr hatte, war dann plötzlich alles wieder da, und Triggerpunkte überall. Wie konnte mir das nur passieren frage ich mich.

Sie war anfangs so liebevoll, fürsorglich, später kritisierte sie einfach alles, sogar wie ich esse, atme oder die Tür schließe, einfach alles. Im Büro ist sie nach außen ein unfassbar netter, höflicher Mensch, während der Beziehung neigte sie zu regelmäßigen Gewaltexzessen gegen mich.

Vor allem bewege ich mich gerade an sehr vielen Wochenenden, in denen ich allein und stellenweise auch einsam bin, was ich vorher nie war, ich war nie einsam, auch wenn ich allein war, seit der Trennung fühle ich mich leer und einsam, . meine Gedanken kreisen um sie und ich kann nicht los lassen.

Freue mich über Tipps und Feedback und an der Stelle kann ich nur raten: Finger weg von Kolleginnen, egal wie lieb und nett sie scheinen.

x 10 #1


CanisaWuff
Wow...bin sprachlos.

Machst Du wieder Deinen Sport?

Was macht man mit so einem Menschen, ich würde sagen eine Anzeige und am Arbeitsplatz weihst Du die Vorgesetzen ein.
Nicht dass sie dort auch noch dieses Spiel anfängt.

x 2 #2


A


Trennung holt mich permanent ein

x 3


HeavyDreamy
@ChristianusD Hey Lachendes Gesicht


Zitat von ChristianusD:
Freue mich über Tipps und Feedback und an der Stelle kann ich nur raten: Finger weg von Kolleginnen, egal wie lieb und nett sie scheinen.

Super! Ich sehe, du hast daraus auf jeden Fall gelernt Lachendes Gesicht
Never f*ck the company Lachendes Gesicht

Leider bist du da aber auch an eine sehr miese Frau gelandet, hast dich blenden lassen durch ihre äussere Erscheinung, auch weil sie wohl sehr selbstbewusst rüber kam.
Hätte ja nicht Mal ne Kollegin sein müssen.

Einen Menschen lernt man aber ja erst kennen, wenn es tiefer geht, privater geht und als du bei ihr eingezogen bist, hast du dich quasi in die Höhle des Teufels begeben Grinsendes Gesicht

Sie hatte zu bestimmen, solltest sogar Joggen aufhören, ja nicht nach Hamburg zu deinen Eltern fahren, irgendwie komplett dein selbständiges Leben aufgeben, um es ihr ja recht zu machen.

Du solltest froh sein, dass sie dich aus ihrer Wohnung rausgeschmissen hat - sonst wärste wohl heute noch unter "ihrer Fittiche".

Dass du dich jetzt einsam fühlst an den Wochenenden ist für mich völlig verständlich. Es ist niemand mehr da.
Ich fühle mit dir.

Trotzdem hoffe ich, dass du wieder ganz der "Alte" wirst, dich wieder mehr um dich selber kümmerst, joggen gehst, deine Eltern ab und zu besuchst und vielleicht lernst du neue Freunde kennen, wenn du öfters wieder unterwegs bist, vielleicht auch im Sportbereich Lachendes Gesicht

x 3 #3


C
Ich poste noch mal etwas, damit es übersichtlicher wird.
Ich habe mich mit den Themen Toxik beschäftigt. Und ich bin total verwirrt, ob nicht ich der "Fehler" war in der Beziehung, das beschäftigt mich mindestens so stark wie die Frage, ob sie eine Störung aufweist.

Meine Fehler waren anfangs, dass ich mich echt spät zu ihr bekannt habe. Sie hatte zu dem Zeitpunkt einen Hund, den konnte sie nicht nach Hamburg zu meinen Eltern mitnehmen. Sie wollte einerseits mit, wurde es konkret, wertete sie aber meine Eltern ab und wegen dem Hund wollte sie so lang nicht fahren, fuhr also nie mit. Später warf sie mir vor, dass ich nie meine Familie vorgestellt hätte. Wobei das ja meine Intention war, nach den vielen Streits dann später nicht mehr. War vielleicht mein Fehler?

Ich "zog meinen Sport" durch, ich laufe gern, bin gern draußen und sie fühlte sich vernachlässigt. Wobei ich sagen muss, ich war 1 Stunde Joggen, jeden zweiten Tag. Das meinte sie sei etwas, was sie gestört hätte. Inzwischen laufe ich wieder mehr, das tut mir einfach gut, das hat sie nie verstanden und auch dieses Hobby massiv abgewertet.

Das Thema Eifersucht. ..... ich hatte in Frankfurt wirklich niemanden, ich knüpfte daher Kontakt zu den Kollegen im Projekt. Sie meinte, ich hätte eine Sucht nach Aufmerksamkeit. Hingegen sie war ständig abends feiern, After Work, an den Wochenenden. Teilweise hatte ich das Gefühl, sie hat Recht, teilweise dachte ich, dass ihre Eifersucht überzogen ist, am Ende wusste ich garnichts mehr.

Nächstes Thema, ich sei nicht entscheidungsfreudig. Das stimmt, allerdings wertete sie jeden Vorschlag von mir ab, kritisierte alles und wollte am Ende dann doch den Ton angeben.

Mit Sätzen wie "du hörst mir eh nie zu" oder "du verstehst mich nicht" und dieser Form, konnte ich garnichts anfangen, jedesmal wenn ich konkret nachfragte, kam nichts, sie wurde laut, akzeptierte keinen Funken Selbstkritik.

Einmal hatten wir After Work, einige Kollegen wollten sie, also meine Ex, nicht dabei haben. Ich wusste nicht wieso, aber scheinbar hatte sie in unserem Projekt keinen guten Stand. Das wusste ich nicht. Aber einige spürten bei ihr "da stimmt was nicht". Wieso spürte ich das nicht. Ich hatte immer das Gefühl, ich muss ihr helfen, sie supporten, obwohl ich eigentlich kein ausgeprägtes Helfersyndrom habe.

x 1 #4


CanisaWuff
Ich glaube es würde Dir helfen zu reden.

Schau mal


CoDA Deutschland https://share.google/XLo44TEMU2wrSRJl3

Vielleicht ist ein Treffen in Deiner Nähe, das ist eine Selbsthilfeorganisation für Co-abhängigkeit.

x 2 #5


HeavyDreamy
Zitat von ChristianusD:
Inzwischen laufe ich wieder mehr, das tut mir einfach gut, das hat sie nie verstanden und auch dieses Hobby massiv abgewertet

Das is super Lachendes Gesicht Bleib dran für dich Lachendes Gesicht

Zitat von ChristianusD:
Mit Sätzen wie "du hörst mir eh nie zu" oder "du verstehst mich nicht" und dieser Form, konnte ich garnichts anfangen, jedesmal wenn ich konkret nachfragte, kam nichts, sie wurde laut, akzeptierte keinen Funken Selbstkritik.

Dramaqueen on Tour würd ich sagen

Zitat von ChristianusD:
Wieso spürte ich das nicht. Ich hatte immer das Gefühl, ich muss ihr helfen, sie supporten, obwohl ich eigentlich kein ausgeprägtes Helfersyndrom habe.

Weil du, so vermute ich, geblendet warst?

x 2 #6


CanisaWuff
Zitat von ChristianusD:
Und ich bin total verwirrt, ob nicht ich der "Fehler" war i

Warum sollst Du der Fehler sein?

Ich glaube wirklich, dass Dir die Selbsthilfe helfen könnte und vielleicht bekommst Du dort Tipps für Gruppen die für Dich besser passen.

x 1 #7


Sonnenschein85
Da bist du wirklich in eine ungesunde Dynamik gerutscht. Sie hat dich wirklich sehr klein gehalten und unterdrückt.

Das sie dir Dinge, die du gern machst, wie den Sport, verbieten wollte oder dein Handy einkassiert hat finde ich echt heftig.
Sogesehen kannst du sehr froh sein sie los zu sein.

Du müsstest nur aufhören dich weiter damit zu beschäftigen und nach Gründen für ihr Verhalten zu suchen. Wichtig wäre es auf dich zu schauen und auf dein Leben. Wie du voran kommst und was dir gut tut. Versuche nicht zu analysieren wieso sie so zu dir war. Und es lag nicht an dir. Es liegt an ihrer Art. Und mit so einer Art ist es unmöglich eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen.

x 2 #8


CanisaWuff
@ChristianusD bei den Treffen kannst Du über das Sprechen, was Dich belastet oder umtreibt und wirst dann sehen, dass Du nicht das Problem in dieser Beziehung warst.

Durch Deine Erzählungen und den Erzählungen andere Teilnehmer wirst Du alles besser einordnen können.

x 1 #9


Scheol
@ChristianusD
Zitat:
obwohl ich Baustellen in der Kindheit habe, die wohl aber jeder irgendwie

Und bei einigen ploppen sie irgendwann hoch.



Zitat:
Meine Mutter war immer von extremen Stimmungsschwankungen geprägt, wir Kinder mussten die Stimmung immer fühlen, messen und irgendwie uns danach richten. Ich galt als eher angepasstes Kind, das schwer Nähe zulassen konnte.

Der nicht (emotionale ) verfügbare Elternteil , wo die Kinder dieses Eltern als Überlebensstrategie versuchen zu stabilisieren.

Naja die Mutter war widersprüchlich von ihrem Verhalten und dann kann es sein das Nähe als Gefahr empfunden wird und wir dann in die Vermeidung gehen / nicht zu lassen als wieder enttäuscht zu werden.


Zitat:
ich hatte das Gefühl, ich habe hier eine Frau, die sich erstmals um mich bemüht, und zwar richtig, ich hatte kein Auto vor Ort, sie fuhr, sie organisierte alles, ehe ich es tun konnte. Ich kannte das so nicht, erstmals war es kein Kampf, sie rief mich einfach an,

Also die Frau die dich sieht, nicht wie die Mutter wo nicht wusste um was es bei ihr gerade geht.


Zitat:
ich musste nicht ständig hinterherlaufen. Ich erinnere mich noch, wie ich damals dachte: Jackpot.

Das Nachsehen und hinterherlaufen bei deiner Mutter war deine Strategie als Kind um Sicherheit zu erzeugen.

Zitat:
Ab dem Zeitpunkt fing das Drama an, jeder Tag wurde zum Überlebensmodus, ….



Zitat:
Sie schmiss mich nach einem völlig nebensächlichen Streit eines Tages im April aus der Wohnung, ich hatte keinen Schlüssel und war nicht dick angezogen.
Sie machte dann die Tür auch nicht mehr auf, ich musste bei einem Arbeitskollegen übernachten.

purer Stress für dein System.

Zitat:
Ich war gefangen, hatte massive Schlafprobleme, musste immer wenn ich "böse" war auf dem Sofa schlafen, eine neue Wohnung war so schnell nicht in Sicht.

Was durch den Überlebensmodus wie du es oben beschreibst kommen kann da der Körper da viel Cortisol ausstößt, dann sie noch die ständig Stress macht. …..


Zitat:
in ihrer Welt war ich schuld daran, mit meinem Verhalten, dass unsere Beziehung nicht funktionierte, ich sei ein Lügner, Fremdgeher, vernachlässige sie und sowieso komplett unmännlich.

…sie sind in der Lage dir klar zu machen das nicht ihr Verhalten das Problem ist , sonder deine Reaktion auf ihr Verhalten das Problem ist.

Zitat:
irgendwann hatte ich einen Verdacht auf Herzinfarkt im Büro und brach zusammen, das war im Oktober 2025.

toxische Beziehungen können durch den Dauerstress Symptome ähnlichen wie ein Infarkt auslösen.

Es sind über 60 Symptome in / nach toxischen Beziehungen bekannt.


Zitat:
Es folge Reha, und der ganze Kram, seit November 2025 bin ich wieder fit und hergestellt. Es war ein Zusammenbruch, ich vermute stressbedingt, organisch ist alles super.

Kardiologische Reha ?


Zitat:
In der Reha versuchte ich eine Therapie zu bekommen, jedenfalls sagte mir mein Gefühl, dass mir das helfen könnte, leider war die Reha Einrichtung dafür überhaupt nicht ausgerichtet und jetzt suche ich eher nach einer Therapie als nach einer physischen Reha.

Es geht hier immer um die hauptdiagnose , und das war die Kardiologie.

Eine Therapie zuhause ist wesentlich besser als wie in der Reha wo man 3-5 Stunden ein Therapeuten kennen lernt und da nur andeuten kann was los ist.

Zitat:
Im Büro ist seit November alles für mich katastrophal.

Weil ?

Zitat:
Um irgendwie damit klar zu kommen, ging ich ihr weitmöglichst aus dem Weg. Im Dezember wünschte sie mir im Büro schöne Weihnachten und tat so, als sei nie etwas gewesen, es machte mich mehr als fassungslos.

Nach drei Monaten wo es geknallt hat ?


Zitat:
Was ich jedoch seit einigen Wochen feststelle ist, ich habe Rückfälle und zwar massiv. Ich komme manchmal an den ersten Stellen, Bars oder Straßen vorbei, wo wir 2024 zusammen Dates hatten und bekomme massive Atemprobleme. Neulich war ich mit einer Kollegin in einer Bar, in dieser Bar war ich damals mit meiner Ex und ich bekam unglaubliche Schluckbeschwerden und musste raus.

Trigger dich was.

Klingt nach dem Vagusnerv.

Versuch mal die 4-7-8 Vagusnerv Atmung zu machen.

Zitat:
Nun kommt es noch besser. Sie hat seit Herbst, das muss der Zeitpunkt gewesen sein, wo sie meine Nummer gelöscht hat, einen neuen Freund. Zunächst hat mich das erleichtert, weil sie mich dann in Ruhe lassen würde, so meine Denkweise und das war auch so, aber vor einigen Wochen war es ein erneutes Drama.

Meist machen Menschen den Fehler dass sie dann denken das sie schnell austauschbar sind und denken dass sie nichts wert sind.


Zitat:
In dem Moment betrag meine Ex mit ihrem (ich vermute) neuen Freund das Restaurant und kam zu mir, beschimpfte mich leise, so dass es nur meine Begleitung und ich mit bekam als Fremdgeher, Betrüger und wünschte einen schönen Abend. Meine Begleitung war natürlich von diesem Auftritt entsetzt, ich auch.

Die Ex hat paar Probleme mehr.

Zitat:
Seither bin ich fast non stop am googlen,

Normal.

Sagen wir es hat nicht gepasst.

Ok sie war Kacke.

Du meinst vermutlich, dass sie eine Borderlinestörung hat, eine narzisstische Störung, oder sonst was.

Es ist egal, was es war, es war nicht gut, es hat nicht gepasst, und es war auch nicht positiv. Allein das sollte ausreichen, um die eine Erklärung zu geben.


Zitat:
nach der Reha keinerlei Kontakt mehr hatte,

Durch den Abstand konnte dein System sich herunterfahren. Sozusagen beruhigen. Durch den erneuten Kontakt, sind wieder die Strukturen im Gehirn, angesprungen.

Zitat:
war dann plötzlich alles wieder da, und Triggerpunkte überall.


Trigger, sind Auslöser.

Bei so genannten toxischen Beziehung, bewegen wir uns leider oft im Bereich der Trauma.

Du äußerst hier Träger, du über äußerst hier Überlebensmodus, was darauf hindeutet, wie massiv diese Erfahrung für dich gewesen sind.

Ein Trauma ist eine Situation, wo sich eine Person gegenüber stark ohnmächtig fühlt, oder sich in der Existenz bedroht fühlt. Das ist ein subjektives empfinden, und da sind wir oft schneller in der Situation, als wie die meisten denken.

Die Situation ist so überwältigend, dass wir mit unseren Möglichkeiten, es nicht mehr schaffen, die Situation zu beherrschen.

Zitat:
Sie war anfangs so liebevoll, fürsorglich, später kritisierte sie einfach alles, sogar wie ich esse, atme oder die Tür schließe, einfach alles. Im Büro ist sie nach außen ein unfassbar netter, höflicher Mensch, während der Beziehung neigte sie zu regelmäßigen Gewaltexzessen gegen mich.

Die ersten drei Monate sind meistens, so dass sich die Person einwickelt, und du denkst du hast das passende Puzzle gefunden.
Meist nach drei Monaten kommt dann die Abwertung im kleinen. Du denkst dann, dass du das Problem bist, weil die Veränderung ja irgendwo herkommen muss, von der Person gegenüber
Wenn wir hier genau drauf gucken, erkennen wir hier. Eigentlich würde ich behaupten, deine Mutter, wo du ja auch aufpassen musstest, wie die sich gerade fühlt.

Nach außen hin sind die Leute immer sehr nett, weil wenn du das dann erzählen würdest wie sch. sie privat ist, würde man dir natürlich nicht glauben.



Zitat:
Vor allem bewege ich mich gerade an sehr vielen Wochenenden, in denen ich allein und stellenweise auch einsam bin, was ich vorher nie war, ich war nie einsam,

Nach traumatische Erfahrung, fühlen sich Menschen oft nicht allein, sie fühlen sich einsam also die Steigung vom Alleinsein.

Wie gesagt, ob die Situation für dich traumatisch war, oder eine Retraumatisierung war, müsstest du selber sagen.

Eventuell könnte dir der Begriff Traumabonding in der Kindheit weiterhelfen, was durch vermutlich deiner Mutter gesetzt wurde, Und durch diese Partnerin wieder reaktiviert wurde

Zitat:
auch wenn ich allein war, seit der Trennung fühle ich mich leer und einsam, . meine Gedanken kreisen um sie und ich kann nicht los lassen.



Zitat:
Freue mich über Tipps und Feedback und an der Stelle kann ich nur raten: Finger weg von Kolleginnen, egal wie lieb und nett sie scheinen.

Finger weg von toxischen Menschen, das kann ich dir nur raten

x 1 #10


Scheol
@ChristianusD
Zitat:
Aber einige spürten bei ihr "da stimmt was nicht".



Zitat:
Wieso spürte ich das nicht. Ich hatte immer das Gefühl, ich muss ihr helfen, sie supporten, obwohl ich eigentlich kein ausgeprägtes Helfersyndrom habe.

Die Ähnlichkeit wie du deine Mutter als Kind retten wolltest ? Weil sie widersprüchliche Signale gesendet hatte damals.

x 1 #11


M
@ChristianusD

Ich möchte fragen: Gewaltexsesse? Was meinst du damit?

Ich würde dir raten "offen" damit umzugehen, und es nicht verheimlichen. Offen darüber reden. Du hast schlimmes erlebt, das darfst du zugeben. Indem du dich offenbarst, schützt du dich und findest Zuspruch, Unterstützung!

Sie ist toxisch und die Bz war toxisch. Weil man nicht hinterher kommt mit den Geschehnissen, und insbesondere wohl ,wenn es on/off gab, macht dies das Gehirn / uns süchtig und man wartet auf den nächsten erleichternden "liebevolleren" Schuss bzw Version des Menschen.

Was sie im Restaurant tat war übermässig übergriffig. Vermutlich ist sie verwundert dass du so schnell doch wieder Frauenkontakt hast, was ihr Fremdgeherbild bestätigt.

Tut mir leid dass du noch der Bz nachhängst. Ein normales Gespräch ist wohl nicht möglich gewesen vorher, vonwg andere Frauen , WA und so?

Es war gesund und konsequent von dir eine Wohnung zu suchen und auszuziehen.
Die Frage, ob sie eine Krankheit hat, ist wohl auch eine gute Antenne von dir. Höre darauf.

Ich weiss auch nicht was uns Menschen dazu veranlasst, toxische Partner zu vermissen. Ist es das Gute was sie mal gaben? Die Illusion, Zukunft, Pläne? Wie lang seid ihr ein Paar gewesen?

x 4 #12


D
erschreckend was manche Aushalten, bis sie Reagieren

hast du das schon einmal hier geschrieben, das kommt mir so Bekannt vor

x 2 #13


L
Macht mich auch sprachlos die Geschichte.
Wie kann man sich in solche Abhängigkeit begeben und in die Wohnung der Frau ziehen ohne rechtliche Absicherung ?
Ein klar strukturierter Mann auf Erfolgskurs bekommt sogar eine luxuriöse Unterkunft gestellt in Fra , begibt sich auf die unprofessionelle Schiene und fängt eine Beziehung mit einer Kollegin an und zieht sofort bei ihr ein.
Die schmeißt ihn dann raus.

Fakt ist die Frau macht Dich fertig und Deine Gesundheit leidet.
Ich würde g a n z weit weg ziehen.

x 3 #14


hotte
Zitat von ChristianusD:
Einen wunderschönen guten Abend. Ich bin durch Zufall auf das Forum gestoßen, Suchworte waren eingentlich Arbeitskollegin. . Trennung und schon war ...

Das liesst sich wie narzisstische machtspielchen. Auch die auswirkungen und zweifel.

Versuch rauszubekommen was du für ein bindungstyp bist.

Mach dich nicht verrückt mit der frage warum du das nicht gemerkt hast. Das bringt dich gerade nicht weiter. Du hattest ein "bedürfnis" und sie hat es erfüllz.

x 1 #15


A


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