Zitat von northsea48: Treffe mich morgen Abend mit dem EX ihrer besten Freundin. Da wir ja praktisch im Doppelpack verlassen wollen wurden, kann man sich ja mal austauschen.
Das ist eine gute Idee und kann einige Erkenntnisse bringen.
Zitat von northsea48:@Gast2000 Danke für Infos, das ist grad sehr wichtig für mich, da meine Gedanken noch ganz woanders sind. Ich habe meiner Frau ja bereits mitgeteilt, das sie doch bitte ausziehen soll. War Anfangs wohl auch Teil ihrer Überlegung. Jetzt aber grad nicht mehr. Das Problem kenne ich bereits bei ihr, nach dem Motto „ ...
Zitat von northsea48: Eigentlich will sie nicht viel ändern, eben nur, das wir getrennt sind. Es ist schon ein
wenig verrückt alles. Sie glaubt immer noch an die jetzt folgende Freundschaft. Aber den Zahn musste ich
ihr dann ziehen. Ich kann mir nur noch eine professionelle Elternsituation vorstellen für den Kleinen. Das ist
mir wichtig.
@northsea48, das heißt im Klartext, deine Frau will nicht mehr die EF an deiner Seite sein, aber alles
soll bitte schön so weiter laufen. Sie möchte wie bisher den sicheren Hafen, die finanzielle Sicherheit
und all die Vorteile einer Ehe/Familie behalten. Ihr den Zahn zu ziehen, ist absolut richtig. Mache ihr
klar, dass sie jetzt und zukünftig auf eigenen Füßen stehen muss und du nicht, außer der Elternebene,
mehr für sie da bist.
Es ist wichtig, ihr gegenüber immer stets freundlich und höflich zu bleiben. Auch wenn dir nicht da
nach ist, wirke auf sie gut gelaunt und du darfst ruhig mal fallen lassen, dass du dich auf einen neuen
Lebensabschnitt, ohne sie, freust. Das ist gut für das eigene Ego, Selbstbewusstsein und kann bei
ihr zum Nachdenken und Verhaltensänderung führen.
Mache ihr zudem klar, dass du die von ihr ausgesprochene Trennung akzeptierst und ihr jetzt ge-
rennte Wege geht. Quartiere sie aus dem gemeinsamen Schlafzimmer aus und sorge dafür, dass
die entsprechenden Bedingungen für den Beginn des Trennungsjahres, zunächst jetzt noch unter
einem Dach, eingerichtet und eingehalten werden. Sie muss jetzt spüren und erleben, was mit einer
von ihr ausgesprochenen Trennung verbunden ist. Ich empfehle dir dich so wie ich das bereits in
einem Post von mir beschrieben habe, ihr gegenüber zu verhalten.
Wichtig ist, gebe nichts mehr von dir preis und werde für sie nicht mehr berechenbar. Sie muss jetzt
ihren Weg, ohne dich und sicheren Hafen, alleine gehen. Du stehst für sie, außer der Elternebene,
nicht mehr zur Verfügung. Schaue nach Wohnungsangeboten (zur Miete), drucke die aus und lege
die ihr auf den Tisch. Wichtig ist, dass sie erkennt nichts läuft so und wird es auch nicht, wie sie sich
das vorgestellt hat. Das kann sie erheblich verunsichern, zumal dann, wenn für sie die Folgen und
Konsequenzen spürbar werden. Wenn sie nicht mehr weiß, wo sie bei dir dran ist, dich nicht mehr
einschätzen kann und sie das Gefühl bekommt, du hast mit ihr abgeschlossen, wird das in ihr arbeiten.
Nutze möglichst das sich relativ schnell schließende Zeitfenster (Schuldgefühle bei ihr), um möglichst
eine einvernehmliche notariell beglaubigt Trennungs- bzw. Scheidungsfolgenvereinbarung mit ihr zu
erreichen. Das verursacht mit großem Abstand die geringsten Kosten und schont die Nerven.
Bedenke bitte, meine Angaben sind lediglich meine Sichtweisen und Empfehlungen. Niemand läuft in
deinen Schuhen und nur du musst die Konsequenzen deiner Entscheidungen tragen. Daher handele
mit kühlen, klugen, Kopf und vermeide gefühlsbetonte - meist keine guter Ratgeber - Entscheidungen.
Wie verhält sich deine Frau momentan zu dir? Hat sich nach gestern (Zusammenkunft Familie ohne
dich) möglicherweise etwas verändert?