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Trennung nach 16 Jahren durch eine emotionale Affäre

J

JennyK86
Gast

Hallo an alle,
nun möchte ich auch mal meinen Kummer von der Seele schreiben und vielleicht gibt es ja hier jemand, der vielleicht genau das auch schon erlebt hat.

Mein (40J.) Noch Mann (43J.) hat sich vor 11 Monaten nach 16 Jahren Beziehung von mir getrennt. Wir waren 7 Jahre davon verheiratet, haben 2 wundervolle Kinder (Junge, 13J.), (Mädchen, 7J.) und seit 13 Jahren ein gemeinsames Haus. Wir waren immer eine glückliche Familie, natürlich auch mit Höhen und Tiefen, waren als Eltern immer für unsere Kinder da, haben uns allerdings in den letzten Jahren als Paar verloren. Mein Mann war die ersten 10 Jahre unserer Beziehung als Langzeitsoldat tätig, 3 mal in dieser Zeit im Ausland eingesetzt und war durch weit entfernte Stationierung generell nur am Wochenende zu Hause. Nach der Geburt unserer Tochter hat er sich in die Nähe unseres Wohnortes versetzen lassen, sodass er dann täglich zu Hause sein konnte. Nach der Elternzeit meiner Tochter, habe ich eine 3,5 jährige Ausbildung als Erzieherin gemacht. In dieser Zeit musste ich natürlich vieles stemmen, Schule, Arbeit, Haus, Kinder usw. Aber mein Mann, seine und meine Eltern haben mich sehr unterstützt. Dann ging die Zeit bei der Bundeswehr für meinen Mann zu Ende. Er begann sich auf die Suche nach einer neuen Tätigkeit und ist nach 6 Monaten in die Werksfeuerwehr eingestiegen. Er fühlte sich dort sehr wohl, musdte sich aber erstmal an die 24 Stunden Dienste gewöhnen. Im Oktober 2024 erblindete meine Mutti durch eine zu spät entdeckte Krankheit und wurde zum Pflegefall. Meine Eltern (schon seit über 20 Jahren getrennt, aber trotzdessen immer gut miteinander klar gekommen) mussten ihr Haus verkaufen und meine Mutter zog ins Betreute Wohnen. Dieser Schicksalsschlag meiner Mutter hat mich emotional sehr berührt und für mich war klar, dass ich sie unterstütze, wo ich nur kann. Auch mein Mann tat dies. Meine Eltern und mein Mann konnten immer gut miteinander, für meine Eltern war er der perfekte Schwiegersohn, genau wie ich für seine Eltern die perfekte Schwiegertochter war. In der Zeit der Pflege meiner Mutter merkte ich natürlich auch, dass ich ksum noch Zeit für meinen Mann und meine Kinder hatte. Mein Mann sagte mir auch oft, dass ich jetzt mal an mich denken soll und ich doch auch noch zwei Schwestern habe, die genauso mit anpacken müssten. Aber die eine wohnt über 500km entfernt und die andere war aus beruflichen Gründen nur am Wochenende da. Mein Mann und ich entfremdeten sich in dieser Zeit immer mehr, ich konnte keine Nähe mehr zulassen, noch nicht einmal eine Umarmung oder ein Kuss war möglich. Das hat ihn wahrscheinlich immer mehr von mir weggetrieben, was mir allerdings erst nach seiner Entscheidung zu gehen, bewusst geworden war.

Schließlich war es dann so, dass er mir am 6. Juli 2025 unter Tränen sagte, dass er so wie es zwischen uns ist, nicht mehr kann. Ich habe diese Aussage von ihm erstmal gar nicht realisieren können. Er sagte, dass er sich nicht mehr geliebt fühlt und wir nur noch aneinander vorbei leben und er erst dachte, dass ich einen anderen hätte. In einem weiteren Gespräch stellte sich dann heraus, dass es auf seiner Arbeit eine Kollegin gab, zu der er sich hingezogen fühlte. Sie haben wohl oft miteinander gesprochen, auch über ihre Partnerschaften und haben in diesen Gesprächen festgestellt, dass sie beide die selben Beziehungsprobleme haben. Er sagte dann zu mir, dass ihm in diesen Gesprächen die Aufmerksamkeit, das Verständnis von ihr gut getan hat und schwur mir, dass aber nichts körperliches passiert ist.
Erst dann habe ich begriffen, dass unsere Lage sehr ernst ist. Ich habe versucht um ihn und unsere Familie zu kämpfen, wochenlang. Aber er lies keine Nähe mehr zu. Schließlich fragte ich ihn, was das nun für uns bedeutet, ob er die Trennung will und sich dabei sicher ist. Er bejahte es. Ich merkte ihm an, dass er ebenfalls emotional am Boden war, ihm das alles nicht egal war. Er selber redete mit niemanden aus unseren Familien und Freundeskreis darüber. Irgendwann nach ein paar Wochen sprachen wir mit unseren Kindern darüber und unsere Familien haben es von mir erfahren. Mein Mann zog sich in der Zeit von allen zurück, keiner kam mehr an ihm ran. Er blieb trotzdem noch 6 -8 Wochen im Haus wohnen, schlief im Gästezimmer. Ich war auf einer Seite froh, dass er noch da war, aber auf der anderen Seite tat es weh, weil ich in dieser Zeit viele Heimlichkeiten und Lügen heraus fand. Die Kollegin (35 J.) hatte sich inzwischen von ihrem Partner getrennt, mein Mann sagte mir aber immer, dass zwischen ihr und ihm aber nichts läuft. Ich fand ein Armband bei ihm mit der Aufschrift "Ich bin frei- nur mit dir", er fuhr frühs schon viel eher auf Arbeit als er eigentlich müsste, kam später von der Arbeit zurück. Ich bekam raus, dass er stundenlang mit ihr telefonierte. Ich wollte ihn aber trotz allem nicht aufgeben. Wir haben dann auch noch sehr lange, intensive Gespräche geführt, haben uns über die Probleme in unserer Beziehung unterhalten und gesprochen, was wir hätten anders machen müssen. Auch als Familie haben wir noch zusammen Ausflüge gemacht, ich hatte wieder Hoffnung, was mich allerdings auch fertig gemacht hat, durch all diese Lügen und Heimlichkeiten. Dann irgendwann konnte ich nicht mehr und bat ihn, erstmal zu seinen Eltern zu ziehen, mit der Bitte, dass er dort durch mehr Abstand, nachdenken soll, was ihm wichtiger ist. Eine Woche nach seinem Auszug erfuhr ich von seinem Arbeitskollegen, dass die Kollegin und mein Mann zusammen sind und es bereits auf ihrer Arbeit öffentlich machten. Durch seinen Kollegen erfuhr ich natürlich auch von den vielen Heimlichkeiten und Lügen. Ich war am Ende, meine Welt brach zusammen. Ich sprach meinen Mann darauf an, er stritt es natürlich erst ab mit ihr zusammen zu sein und gab es dann zu als ich ihm sagte, dass ich die ganze Wahrheit weiß. Er wollte mir nicht noch mehr weh tun, war seine Ausrede, für seine Lügen und Heimlichkeiten. (September 2025)

Danach wurde ich depressiv, hatte keine Freude mehr am Leben, noch nicht einmal mehr an meinen Kindern. Das war für mich der Punkt zu sagen, dass ich mir helfen lassen muss. Ich lies mich in eine Klinik einweisen, in der ich 5 Wochen verbrachte. Mein Mann war mich in dieser Zeit oft mit den Kindern besuchen und ich hatte das Gefühl, dass es ihm sehr nahe ging, was das alles mit mir gemacht hat. Er war sehr fürsorglich, hat mich gefragt, ob ich etwas brauche, hat meine Wäsche gewaschen, war in dieser Zeit für unsere Kinder da. Bei seinem Besuch mit den Kindern schienen wir trotz allem immernoch eine glückliche Familie zu sein. Er sprach wieder das erste Mal nach unserer Trennung mit mir, als wären wir immernoch sehr vertraut und verbunden miteinander, er tröstete und umarmte mich jedesmal. Und ich fragte mich, warum er das auf einmal tut. Er sagte mir auch, dass seine Neue gern unsere Kinder kennenlernen will und sie meint, dass nun der richtige Zeitpunkt dafür wäre, da es für mich schwer wird damit umzugehen, ich aber in der Klinik Leute habe, die mich auffangen. Er wollte es aber noch nicht dazu kommen lassen, weil das Wohlbefinden unserer Kinder an erster Stelle steht. Das fand ich sehr rücksichtsvoll von ihm. (Oktober/ November 2025)

Aber kaum war ich aus der Klinik raus, kam eine Peitsche nach der anderen. Alles musste auf einmal ganz schnell gehen. Er bat mich zuzustimmen, dass unsere Kinder die Neue und ihre Kinder (2 Mädchen 8 und 12 J.) kennenlernen. Die Neue und ihre Kinder wurden von meiner Schwiegerfamilie zum Weihnachtsessen eingeladen. Im Februar 2026 fuhren meine Kinder, mein Mann, seine Neue, ihre Kinder und meine Schwiegerfamilie in den Kurzurlaub. Da hin, wo ich sonst immer dabei war. Und Mitte Februar zog seine Neue und ihre Kinder letztendlich aus ihren über 140 km entfernten Wohnort in unseren Ort. Sie haben sich mit meinem Mann zusammen eine Wohnung genommen. Seit Verlassen der Klinik, hatte ich das Gefühl, dass ich ganz schnell ersetzt wurde. Meine Schwiegerfamilie hat es nicht mehr interessiert wie es mir geht, obwohl sie alle nach der Trennung sagten, dass sie immer für mich da sein werden. Ich wurde bei Begegnungen ignoriert, so als würden sie mich nicht kennen. Die neue Familie wurde herzlich aufgenommen und ich war nichts mehr wert.

Seit März diesen Jahres haben wir für unsere Kinder das Wechselmodell. Ich bin froh, dass sie scheinbar bis jetzt alles gut verkraften. Meine Kleine scheint sich auch in der neuen Familienkonstellation wohlzufühlen, wobei mein Großer eher Schwierigkeiten mit all den Mädels in der neuen Familie hat. Außerdem hat er aktuell noch keinen Rückzugsort beim Papa, da er kein Zimmer dort hat und nur auf der Couch schläft.

Die Situation zwischen meinem Mann und mir ist sehr angespannt, da ich einen Anwalt eingeschalten habe, der Unterhalt und Haus klärt. Das nimmt er mir wohl übel. Er möchte das Haus gern behalten, um mit seiner neuen Familie darin leben zu können. Ich möchte aus emotionalen Gründen ausziehen und bin dafür, dass es verkauft wird. Es mag böse klingen, aber ich will ehrlich gesagt nicht, dass die Neue in unser gemachtes Nest zieht.
Außerdem wirft mein Mann und seine Familie mir vor, dass ich Lügen im Freundeskreis verbreite un sie schlecht zu machen. Daweile habe ich lediglich nur Menschen in der schweren Zeit gebraucht, die für mich da waren, denen ich erzählen konnte, was ich erlebe. Ich hätte rum erzählt, dass er mir fremdgegangen ist. Ich habe aber nie zu irgendjemanden gesagt, dass er mir körperlich untreu wurde, nur dass er die Probleme die wir in unserer Beziehung hatten, nicht mit seiner Kollegin besprechen hätte sollen und das er bewusst mehr Gefühle für sie zugelassen hat.

Nun bin ich die Verräterin für meinen Mann, seiner neuen Familie und meiner Schwiegerfamilie.

Ich weiß, das war sehr viel Text. Und da habe ich noch nicht mal alles geschrieben 🙄.

Ich liebe ihn trotz allem leider immernoch und das ist mein Problem an der ganzen Sache. Das Loslassen fällt immernoch schwer nach 11 Monaten Trennung. Und viele Situationen tun einfach auch noch weh.

x 6 #1


ElGatoRojo
Zitat von JennyK86:
waren als Eltern immer für unsere Kinder da, haben uns allerdings in den letzten Jahren als Paar verloren.

Zitat von JennyK86:
ich konnte keine Nähe mehr zulassen, noch nicht einmal eine Umarmung oder ein Kuss war möglich.

Es ist schon klar, dass dann die Ermordung der Beziehung beginnt -- über kurz oder lang wird einer ausbrechen. Offenbar habt ihr ja schon bei vielen Anforderungen solidartisch zusammen gewirkt. Bis es eben nicht mehr so einfach weiter ging ohne dass ihr euren inneren Zusammnehalt wieder neue Nahrung geben konntet.

Es ist wohl endgültig und so schroffer sich jetzt verhält auch bei ihm irgendwie der Schutz von Gefühlen.

x 1 #2


A


Trennung nach 16 Jahren durch eine emotionale Affäre

x 3


D
@jennyk86

Hi Jenny,

beim Lesen deines Textes merkt man, wie unglaublich viel du in den letzten Jahren getragen hast – Ausbildung, Kinder, Haushalt, die Pflege deiner Mutter, die Belastung durch die Einsätze und Schichtdienste deines Mannes. Kein Mensch bleibt unter so einer Dauerlast unberührt. Dass ihr euch als Paar verloren habt, ist nicht das Ergebnis eines einzelnen Fehlers, sondern einer langen, schweren Phase, die ihr beide unterschiedlich bewältigt habt.

Was dein Mann getan hat – emotional abzudriften, heimlich zu werden, dich zu ersetzen, während du am Boden lagst – tut weh, und zwar auf einer Ebene, die man kaum in Worte fassen kann. Dass du trotzdem noch Gefühle hast, ist normal. 16 Jahre verschwinden nicht einfach, nur weil jemand sich anders entscheidet.

Du bist nicht die Verräterin. Du bist jemand, der versucht hat, ehrlich mit dem Schmerz umzugehen und Unterstützung gebraucht hat. Und du bist auch nicht „ersetzbar“, nur weil andere so tun, als wäre alles plötzlich neu und perfekt. Das sagt mehr über sie aus als über dich.

Trotz allem: Du stehst noch. Du kümmerst dich um deine Kinder. Du hast dir Hilfe geholt, als du sie brauchtest. Das ist Stärke, auch wenn es sich nicht so anfühlt.

Loslassen ist ein Prozess, kein Schalter. Und 11 Monate sind bei so einer Geschichte gar nichts. Sei geduldig mit dir. Du bist nicht schuld, du bist nicht schwach – du bist verletzt. Und Verletzungen brauchen Zeit.

Viele Grüße und Kraft in der schweren Zeit
Dennis

x 11 #3


alleswirdbesser
Zitat von JennyK86:
Nun bin ich die Verräterin für meinen Mann, seiner neuen Familie und meiner Schwiegerfamilie.

Nimm diese Rolle schlicht nicht an, das stimmt so nicht. Er will gut dastehen, möchte seinen warmen Wechsel vertuschen und betreibt Schuldumkehr. Lass das nicht an dich ran, rede weiter mit Menschen, die dir nah stehen, so offen wie du es brauchst. Vermeide Menschen, die das Gesagte nicht für sich behalten können. Ich habe auch erlebt wie schnell sowas geht, dass die Schwiegerfamilie eine andere willkommen heißt. Inzwischen ist sie Schnee von gestern und es gab schon Nachfolgerinnen. Ist mir so egal…. Die Zeit tut einfach ihr Gutes. Ich habe auch kein Problem mich mit den Schwiegereltern freundlich zu unterhalten, sie helfen mit den Kindern, wenn der Ex sie einspannt (macht er gerne, da selbst wenig verfügbar), aber inzwischen sind sie schon groß unsere Kinder, da ist es auch nochmal anders.

Interessanterweise war die wiederholte Bitte meines Exmannes, kurz nach der Trennung - ich solle nicht schlecht über ihn reden, er tue es auch nicht. Was mir null Kopfschmerzen bereitete, die Möglichkeit dass er schlecht über mich reden würde. Ihm schon. Warum nur? 😉

x 4 #4


alleswirdbesser
Zitat von JennyK86:
Ich liebe ihn trotz allem leider immernoch und das ist mein Problem an der ganzen Sache. Das Loslassen fällt immernoch schwer nach 11 Monaten Trennung. Und viele Situationen tun einfach auch noch weh.

Verständlich, man braucht Zeit. Versuche es zu akzeptieren, dass du immer noch Gefühle für ihn hast, sie zwanghaft loswerden, wird schließlich auch nicht funktionieren. In Liebe loslassen. Und eines Tages merkst du, dass da nichts mehr ist. Höchstens noch das alte Vertraute, was man kannte, aber längst nicht mehr existiert.

x 2 #5


JennyK86
@alleswirdbesser
Das Willkommen heißen der neuen Partnerin meines Mannes in seiner Familie ist ja noch verständlich. Schließlich haben sie ja auch keine andere Wahl, aus Loyalität zu ihrem Sohn und Bruder, die Neue akzeptieren zu müssen. Aber das mich nun alle ignorieren und abwerten, ist für mich noch ein zusätzlicher Verrat an unserer gemeinsamen Vergangenheit. 16 Jahre haben wir uns alle gut verstanden, waren immer füreinander da. Und jetzt fühle ich mich wie weggeworfener Abfall. Ich habe nicht nur meinen Mann verloren, sondern auch meine zweite Familie. Ich frage mich jedesmal, ob ich all die Jahre ein falsches Bild von diesen Menschen hatte.

x 3 #6


QueenA
@JennyK86 Hi,

Beim Lesen habe ich nicht den Eindruck, dass du einen Schuldigen suchst, sondern verstehen möchtest, wie es nach 16 Jahren so weit kommen konnte. Dass ihr euch durch die vielen Belastungen entfremdet habt, kann ich nachvollziehen. Das erklärt die Krise, macht die emotionale Affäre aber nicht zu deiner Verantwortung.

Versuche auch, seine Fürsorge nicht automatisch als Zeichen für eine Rückkehr zu deuten. Nach 16 Jahren können Verbundenheit und Mitgefühl bestehen bleiben, auch wenn die Beziehung endet.

Sei nicht zu hart zu dir selbst. Mitfühlend dir selbst gegenüber und den Fokus auf die Kids, Dich selbst.

Alles Gute! 🍀

x 2 #7


JennyK86
@QueenA
Die Schuld an unserer zerbrochenen Ehe habe ich am Anfang eher hauptsächlich mir gegeben. Ich habe mich selber dafür gehasst, dass ich ihm zuletzt nicht mehr das geben konnte, was er sich von mir gewünscht hat und es nicht gemerkt habe, dass er nicht mehr glücklich war. Doch mittlerweile habe ich mir selber verziehen und auch eingesehen, dass ich durch die ganzen Belastungen einfach nicht mehr in der Lage dafür sein konnte.

x 5 #8


Gorch_Fock
Hi Jenny, auch wenn man hier schon viele Geschichten kennt: Dein Nochmann ist schon ein guter. Der Weg vom Zeitsoldat hin zum Feuerwehrmann ( nicht so nett von Dir gleich seinen und den Arbeitgeber der Next hier konkret zu nennen), dass sind viele, viele Belastungen. Die er offensichtlich klaglos über all die Jahre mitgegangen ist. Ja, auch das mit Deiner Mutter war schlimm, aber Du bist hier in eine blöde Situation reingeschlittert.

Und wenn von Dir emotional nichts mehr gekommen ist, kann man auch den Schritt Deines Mannes schon nachvollziehen. Du gibst ja zu, dass Du sogar nach seiner Ankündigung erstmal nichts anders gemacht hast. Dann irgendwann "zu kämpfen" wirkt auch schal.

Jetzt fängst Du noch einen Kleinkrieg an, damit die Next nicht ins ehm. Familienheim einziehen kann. Auch nicht so sinnvoll. Sie könnten auch gegenüber von Euch einziehen, Du könntest nichts machen. Ja, eine Trennung soll fair ablaufen finanziell, aber jetzt bewusst quer schießen ist nicht nett.

Du hast einen sehr engagierten Partner verloren, dass hat man auch bei Deinem Klinikaufenthalt gesehen. Das macht nicht jeder für die Ex.

Versuch mit Anstand aus der Nummer zu gehen und konzentrier Dich auf eine solide Elternbasis. Und nimm Dein Gegenüber bei künftigen Beziehungen besser wahr und bleib mit Dir selbst besser in Verbindung.

x 4 #9


JennyK86
@Gorch_Fock
Offensichtlich scheinst du ja meinen Noch Mann zu kennen....
Ich weiß, dass er ein guter Mann ist, ich habe auch nichts gegenteiliges behauptet. Aber er hätte mit mir schon viel früher reden müssen, dass er unglücklich ist und nicht erst wo es schon zu spät war und die Neue in den Startlöchern stand. Das ist das Unfaire an der Geschichte, weil ich einfach keine Chance mehr hatte was dran zu ändern.

Ich weiß meine Fehler und ja, ich habe auch Verständnis für meinen Mann, dass er verletzt war. Ich habe ihn doch aber nicht bewusst weh tun wollen. Und warum dann noch all diese Lügen und Heimlichkeiten? Ich weiß, dass ihn das selber alles sehr nah ging und er sich vielleicht auch nicht bewusst neu verlieben wollte.

Ich habe keinen Kleinkrieg angefangen. Und das ich es nicht unbedingt toll finde, wenn seine Neue nun in das Haus zieht, was wir für uns aufgebaut haben, ist ja wohl menschlich.

Ich habe nie in irgendeiner Art und Weise meinem Mann die ganze Schuld in der Sache gegeben, ich habe ihn auch nie vor anderen schlecht gemacht, aber wie die Trennung und viele Situationen danach abliefen, war einfach irgendwo unfair.

x 2 #10


JennyK86
@Gorch_Fock
Und ja du hast Recht, war blöd von mir den Arbeitgeber hier zu nennen. Hab da nicht richtig nachgedacht 🤦‍♀

#11


D
Zitat von JennyK86:
Und das ich es nicht unbedingt toll finde, wenn seine Neue nun in das Haus zieht, was wir für uns aufgebaut haben, ist ja wohl menschlich.


es zeigtz aber das er dich heute noch Schätzt, sonst würde er dort keinen Fuß mehr rein setzen.
warum sollte nicht einer das Haus halten, wenn er es sich Leisten kann, wo sicher viel an Arbeit drinnen steckt, das Next dort Einzieht ist ein Nebeneffekt.

was die Familie betrifft, die wird immer hinter ihren Kindern stehen, das sie Next und Ex zu den Feiern Einladen ist selten, es wird immer Next der Vorzuggegeben, aus gutem Grund, wenn es auch für eigenartige Situationen Sorgt
was spricht dagegen dich mit ihnen außerhalb von Festen und Feiern zu Treffen, ich bin mir sicher du bist Willkommen

x 1 #12


VictoriaSiempre
Zitat von JennyK86:
@Gorch_Fock Und ja du hast Recht, war blöd von mir den Arbeitgeber hier zu nennen. Hab da nicht richtig nachgedacht 🤦‍♀

Ich ruf mal die @Forenleitung , die kann das für Dich rausnehmen.

x 4 #13


JennyK86
@VictoriaSiempre
Vielen Dank

#14


VictoriaSiempre
Zitat von JennyK86:
Und das ich es nicht unbedingt toll finde, wenn seine Neue nun in das Haus zieht, was wir für uns aufgebaut haben, ist ja wohl menschlich.

Ja, das ist total menschlich und verständlich! Zwei Freundesmileys Als Next würde ich wohl übrigens auch nicht unbedingt in das Haus einziehen wollen, das meine Vorgängerin mit aufgebaut hat.

Andererseits ist es letztlich nur ein Haufen Steine. Es ist gut, dass Du selber dort nicht mehr wohnen, sondern woanders einen Neuanfang willst - damit könnte es Dir leichter fallen, das so emotionslos zu sehen.

Allerdings hat Dein Nochmann überhaupt kein Recht, darüber beleidigt zu sein, wenn Du Deine Interessen durch einen Anwalt vertreten lässt. Wenn er das Haus übernehmen möchte, dann eben zu einem marktüblichen Preis, den er Dir auszahlen muss. Falls er das nicht kann, muss verkauft werden. Natürlich spielt auch eine Rolle, ob einer von Euch ein größeres Vermögen in die Ehe eingebracht hat und welche Kredite noch gemeinsam laufen, aber genau dafür hast Du einen Anwalt.

Ich kann gut verstehen, dass Dich das Verhalten Deiner Schwiegerfamilie kränkt und schmerzt. Eine Sache ist, dass die neue Partnerin so schnell aufgenommen wurde. Das kann ich verstehen, denn was bleibt ihnen anderes übrig, als sie zu akzeptieren und am besten auch willkommen zu heißen? Er ist ihr Sohn und Bruder.

Eine andere, dass Du plötzlich völlig ignoriert wirst. Du warst lange Jahre Mitglied der Familie und bist die Mutter der Enkelkinder/Nichten/Neffen. Nunja, da wird halt oft der einfachste Weg genommen, um Loyalitätskonflikten aus dem Weg zu gehen - das tut mir sehr leid für Dich, aber letztlich sind sie es wohl auch nicht wert, sich darüber zu grämen.

Es liegt noch einiges vor Dir, aber Du schaffst das! Ich wünsche Dir alles Gute!

x 1 #15


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