Zitat von Gebrochenermann:Aufhören zu hinterfragen? Wenn ich verstehen würde könnte ich sicher besser damit umgehen, es besser verarbeiten.
Wenn du Gedanken Revue passieren lässt, das Pferd von hinten aufzäumst.
Eine Ehe basiert auf Vertrauen, 6 und anderen Duett-Dingen.
Die letzen 1,5 Jahre habt Ihr zusammen nebeneinander her gewohnt - oder?
Ihr habt funktioniert, aber auch nicht mehr. Sag mir, wo ist der Unterschied, wenn sie nun auszieht, außer das sie dann nicht bei Euch abends in ihr Zimmer verschwindet?
Was macht ihr gemeinsam? Was macht ihr zu Zweit?
Und wann genau, habt ihr das letzte Mal was als liebendes Paar gemacht?
Und dieser Auszug kann eine Trennung sein, es kann
ein sich wiederfinden sein, eine Chance für einen Neu-Anfang, wie auch immer.
Du kreiselst dich ein, statt die Möglichkeiten zu sehen, die all dies beinhaltet.
Du steckst da so tief drinnen.
Wenn alles so bleiben soll, wie es war - dann war es, gelinden gesagt, verdammt fad bei Euch. Langweilig, kein Pep und schon gar kein Grund, warum sie bleiben sollte.
Denkst du, nur weil du Arbeitszeit reduzierst, und mehr mit den Kindern machst, ist es besser für eure Ehe geworden? Wann oder wie, hast du ihr gezeigt, das du sie liebst. Sagen: Ich liebe dich, reicht einfach nicht!
Tun. Zeigen. Machen.
Ja ihr habt euch verloren und ihr findet gerade nicht zusammen, weil keiner sieht, warum der Andere nicht sieht, wie es dazu kam. Komm jetzt ja nicht, mit der Plattitüde, du musst arbeiten, sie macht zu Hause bestimmt den ganzen Tag nichts! Schon mal getauscht?
Sie macht den kompletten Haushalt, kümmert sich um Kinder, Essen usw. - und du gehst, klassisch, zur Arbeit. Ich will das nicht schmälern, aber so easy ist es nicht. Wie man sich das gerne vorstellt. Und die Probleme werden, wie die Kinder auch, größer.
Also lass sie gehen, zum Einen sieht sie, das Alleine wohnen mit Kindern keinen großen unterschied zu eurer jetzigen Konstellation darstellt, zum anderen siehst du, was da alles am Haushalt dran hängt, wenn du jetzt für dich alleine dich durch kämpfen darfst.
Zum Beispiel kochen, kannst du nicht - tja, dann lernst du es. Dann kannst du sie zu dir einladen, mit Kerzen auf den Tisch und alles selbstgemacht, dann freut sie sich, was du gelernt hast.
Nichts gegen Selbstmitleid, aber so einfach,
Ich will einen Grund wissen, gibts nicht. Da hat sich bestimmt ne Menge angesammelt, bei deiner Frau. Also steh gefälligst auf und reflektiere, was du versäumt hast.
Wann hast du ihr zuletzt ein Bad eingelassen, ihr die Kinder abgenommen und sie als Ehefrau gesehen? Statt als Hausfrau und Mutter.
Sie hat sich in 22 Jahren viel um dich gekümmert, dir den Rücken frei gehalten, damit du Handwerksmeister sein kannst. Wo ist da dein Anteil, das sie sich als Frau wahrgenommen fühlte?
Himmelherrgottnochmal.
Komm in die Pötte, sieh, wo du es hast schleifen lassen. Eine Ehe ist keine Einbahnstraße. eine Ehe ist harte Arbeit. Täglich, für Beide!
Nur weil man nebenher

arbeiten geht, damit man es warm und was im Magen hat, heißt es nicht, Schuhe aus - Sofa, Abendessen und dann husch in die Koje, muss morgen früh raus
Wann frägst du nach ihren Nöten, wann nimmst du sie wahr?
So, fertig.
Nix für ungut