Zitat von Zweiflerin:@Gebrochenermann Es tut mir leid, was du jetzt durchmachen musst. Meinem Mann geht es genau wie dir. Er ist auch verzweifelt und leidet an meiner Gefühlskälte. Allerdings muss ich dazu sagen, dass wir immer Gespräche geführt haben und ich unbedingt mit ihm zum Paartherapeuten gehen werde. Den Rat im Forum, dich nicht als Schuldigen zu fühlen, kann ich dir nur dringend empfehlen! Mach dich bitte nicht klein und versuche, deiner Frau gegenüber nicht permanent verzweifelt zu sein. Und mit ständigen plötzlichen Liebesbekundungen fühle ICH mich zB emotional in die Ecke ...
@Zweiflerin
Danke für deine Antwort. Ich glaube du bist eine Art Kopie meiner Frau, zumindest in den Dingen die sie sagt und die ich weiß.
Wie ist es bei euch soweit gekommen? Vor ca. Einem Jahr hatte ich wirklich mal das Gefühl meine Frau bemüht sich um die Beziehung, das hat dann aber nachgelassen als ich zu viel erwartet habe, seither ging es nur bergab, vor ca. 6 Wochen dann der völlige Eklat, von heute auf morgen habe ich nur noch Hass und Abneigung gespürt, und ich weiß nicht mal warum. Ich habe schon tausende Male überlegt was ich getan haben könnte, mir fällt nichts ein.
Ich weiß nicht was in ihr vorgeht, reden tut sie nur sehr ungern, und wenn, weiß ich nicht mehr was ich glauben soll und was nicht. Da ist sehr viel vertrauen verloren gegangen. Sie hat mir jahrelang nicht die Wahrheit gesagt, bzw. vorenthalten.
Sie sagt immer nur ich kann nicht mehr, und das verstehe ich nicht. Ich tue ihr nichts, ich erwarte nichts von ihr, ich mache gar nichts. Außer meinen Teil zu der WG beitragen. Ich habe sie um eine 2. Chance gebeten, sie sagte ich hätte die letzten Jahre so viele Chancen gehabt und nicht genutzt. Ich habe nicht gesehen dass es ihr so schlecht ging, kann ich das dann als Chance werten?
Um unsere Ehe kämpfen will sie nicht, eine Paartherapie lehnt sie kategorisch ab, das ginge über Jahre, weil bei uns auch über Jahre so viel kaputt gegangen sei, dazu habe sie keine Kraft mehr. Sie habe so lange gekämpft. Ja hat sie, für sich alleine gekämpft. Und dann ich 1,5 Jahre alleine. Zusammen haben wir nie gekämpft.
Ich habe eingesehen dass ich den Kampf um unsere Ehe und sie nicht erst letzte Woche, sondern schon vor langer Zeit verloren habe, eigentlich schon vor ich diesen begonnen habe. Ich liebe sie immer noch sehr, aber ich muß und werde sie gehen lassen. Ich respektiere ihre Entscheidung, auch wenn ich sie nicht verstehe. Sie soll einen freien Kopf kriegen und für sich entscheiden was gut für sie ist, ich bin es im Moment wohl nicht.
Ich habe begonnen ihre Entscheidung mit allem drum und dran zu akzeptieren, auch wenn es das Schwerste ist was ich je im Leben hatte. Vielleicht kommt irgendwann die Besinnung dass ich doch nicht so schlecht bin wie sie immer denkt und sagt, oder die Besinnung wie sie es so viele Jahre mit mir ausgehalten hat.