Zitat von DieSeherin: ich habe trotzdem schon auch ein wenig mitleid mit ihm! es ist für ihn nämlich bestimmt auch nicht einfach - er ist halt nur an einem anderen punkt und in einer anderen position.
@DieSeherin
Das empfinde ich etwas anders, obwohl ich deine Erklärung verstehen kann.
@Lullu
Ja, irgendwie kann ich mir vorstellen, dass es auch für den Verlasser nicht einfach ist, eine langjährige Ehe zu beenden.
Aber alles entschieden aufzugeben ohne auch nur vorher eine Anstrengung zu unternehmen?
Keine Paartherapie?
Keine einzigen moderierten Gespräche?
Alles zwecklos?
Ist das fair und verdient solch ein Verhalten Mitleid?
Übrigens könnte eine Paartherapie auch bei einer Trennung helfen und die Kommunikation untereinander verbessern.
Denn seine Art der Wortwahl ist ganz sicher nicht optimal.
Zitat von Lullu: Wir haben am Dienstag zweimal gestritten, da hat er jeweils etwas gesagt was mich sehr sehr verletzt hat.
Auch solche Situationen würden sich verringern.
Was fällt ihm ein?
Geht’s nur um ihn?
Er verletzt dich durch diese Trennung doch sowieso. Kann er dann nicht etwas emphatischer formulieren?
Zitat von Lullu: War gerade bei meiner Therapeutin
Zitat von Lullu: Sie hat mir bewusst gemacht, dass er schon lange sehr lieblos mit mir umgegangen ist, meine Bedürfnisse ignoriert hat, leider auch durch fehlende Kommunikation. So traurig.
Denn das seine Art des „lieblosen Umgangs“ verbesserungswürdig ist, hat doch sogar schon deine Therapeutin bemerkt.
Warum gibst du ihm weiterhin diese Macht dich zu kränken?
Warum beschützt du dich nicht selbst und achtest nicht besser auf dich?
In dem du dich kränken lässt und dies auch zeigst, wirst du bestenfalls sein Mitleid erregen.
Aber eine Position auf Augenhöhe innerhalb eurer Ehe entsteht damit ganz sicher nicht. Und genau die ist wichtig, um eine stabile, gleichberechtigte, ausgeglichene und somit erfüllende Partnerschaft zu leben.
Von Liebe mal ganz abgesehen…
Denn zu Liebe gehört zwar auch „mitleiden“. Aber Mitleid zu empfinden bedeutet nicht zwangsläufig auch zu lieben.
Du siehst ihn immer noch mit deinem liebenden Blick. Vielleicht ist es momentan auch gar nicht anders möglich.
Vielleicht hilft es dir, wenn du dich rigoros bemühst, gedanklich einen Schritt wegzutreten und ihn somit von einer anderen Warte aus zu betrachten.
Als absolute Frechheit empfinde ich sein Feilschen um monetäre Dinge.
Ob es Möbel, Auto u.s.w. sind.
Sein Auszug wird viel viel Geld kosten, das auch du zu spüren bekommen wirst.
Dass er jetzt schon darauf achtet, auf keinen Fall zu kurz zu kommen, sagt einiges über ihn aus.
Zitat von Lullu: Daher möchte er natürlich das Auto verkaufen, ich brauche aber eins. Ergo: Wert des Autos schätzen lassen damit ich ihn auszahle und er mehr Geld zur Verfügung hat.
Blödsinn!
Wenn du ein Auto brauchst, dann benutz dieses Auto.
Was soll das?
Warum sollst du jetzt zusätzliche Opfer bringen und dich auch noch selbst darum kümmern?
Dass er zum Umzug Geld brauchen wird, ist doch nicht dein Problem.
(Es bedeutet eh schon - auch für dich finanzielle Einbußen.)
Dass die Wohnzimmermöbel nicht in seine Wohnung passen, ist ebenfalls nicht dein Problem.
Dass neue Möbel dann Geld kosten, ist nun mal so.
Er macht dir sowieso schon so viele Sorgen, warum halst er dir auch noch seine eigenen auf?
Und warum lässt du das zu und stehst für diese Gespräche zur Verfügung?
Zitat von Aida2014: Auch das Auto schätzen zu lassen ist in meinen Augen Blödsinn.
@Aida2014
Sehe ich absolut genauso!
@Lullu
Du hast ihm jetzt so oft signalisiert, dass du diese Trennung nicht möchtest und zu einem Neustart (auch mit Veränderungen, wie er sie sich wünschen würde) bereit stehst.
Er weiß es jetzt, lehnt aber trotzdem alles ab und wünscht sich nur eine baldige Trennung.
Sein einziger Wunsch scheint zu sein, dass es möglichst bequem für ihn bleibt.
Meinst du nicht, dass es jetzt genug ist?
Deine Bedürftigkeit bringt dich nicht weiter, sondern zermürbt dich nur.
Nimm ihn (auch wenn es dir schwer fällt) aus deinem Fokus und schieb dich selbst dorthin.
Denn, im Gegensatz zu ihm, hast du diese wertvolle Position von dir geliebt zu werden, verdient.