sozialtussi
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ich danke dir sehr für dein Verständnis.
Man muss anscheinend jeden Satz dreimal überlegen, den man hier schreibt.
Ich denke eigentlich, dass ich ganz klar rübergebracht habe, dass ich
froh bin, dass mein Ex nun seit vorgestern endgültig ausgezogen ist. Klar habe ich geweint und klar ist es ein gewisser "Verlust", eine schmerzhafte Veränderung, die so nicht geplant war.
Deshalb haben mich Tingeltangels herbe Worte auch so sehr getroffen.
Übrigens ist es gut, dass Tingeltangel sich nicht mehr äußern möchte, ich
brauch sowas echt nicht.
Mein Gott, ich bin 54 Jahre alt und weiß selber, dass er sein eigenes Leben in den Griff kriegen muss und mir kann es ab sofort egal sein, was er macht und
DAS IST ES MIR AUCH!
Ich bin kein Mensch, der frei von Fehlern ist, wie wir alle hier.
Und ich nehme auch gerne Ratschläge und Denkanstösse an, deshalb bin ich doch
hier gelandet.
Ich habe einfach nur Trennungsschmerz eingegeben und bin dann hier im Forum
gelandet.
Manchen hier stößt es anscheinend sauer auf, dass ich ihm, in Anführungszeichen,
noch hinterhertrauerte, bzw. mir Sorgen um ihn machte.
Es liegt sicher daran, dass ich dieses Muster etliche Jahre gelebt habe.
Ja, es war falsch, ja ich hätte ihn nicht immer so bemuttern sollen, ja ja ja ...
ich weiß das alles.
Und nun? Macht es die Sache besser, wenn es mir unter die Nase gerieben wird?
NEIN!
So, nun noch einmal, ich nehme mein neues Leben in die Hand, ich bin dazu bereit, er ist weg PUNKT!
JETZT kann mein neues Leben ohne ihn beginnen.
Heute war ein guter Tag für mich.
Ich musste nicht einmal heulen, geht doch.
Irgendwo in mir drinnen ist ein Knoten geplatzt.
Als ich heute Morgen aufwachte,waren meine Magenschmerzen weg
Ich konnte es sogar genießen, alleine zu sein. Sehr sogar.
Eine große Umstellung ist es eigentlich nicht, da ich, wie ich bereits schrieb, nie
eine Stütze durch meinen Ex hatte.
Die Hausarbeit ging mir vor meinem Dienst so richtig gut von der Hand.
Ich sortierte zwischendurch seine Klamotten aus seinem Schrank und legte sie in sein Zimmer....ja, wir hatten seit Jahren getrennte Schlafzimmer, wer will schon neben einem schlafen, der nach Fusel stinkt.
Ich habe schon fast seinen Schrank leer, der gehört mir dann ganz alleine.
Ich will bis zum Wochenende, wie mit ihm besprochen, nichts mehr von ihm im
Haushalt haben.
Ich möchte mein Reich dann ganz alleine für mich haben und ich werde mir vielleicht eine
andere Wohnung nehmen, sobald ich das Geld dafür zusammen habe.
Ach ich schweife ab, ich habe mir dann heute Morgen gesagt, okay, du musst
was essen und das musst du jeden Tag und nicht nur Brote.
Ich koche sehr gerne, aber für mich alleine? Mmmhhh...?
Ach klar, sagte ich mir, tausende Singles schaffen das auch, sich vernünftig zu ernähren.
Ich hatte noch was eingefroren, aber es war schon zu spät, das noch aufzutauen
und auch zum Einkaufen war es schon etwas zu spät.
So machte ich mir dann eben Pfannkuchen und setzte mich in die Küche.
Ja in der Küche haben wir nie gegessen, er musste ja immer vor der Glotze
essen, furchtbar fand ich das.
Ich schob die Gardine zur Seite, ich gucke dann auf lauter grüne Bäume, auf meine
Balkonpflanzen und mir ging es das erste Mal richtig gut.
Ja, ich habe mir das geschworen, ich will seine Macken nicht übernehmen,
ich kann jetzt so leben wie ich es mag.
Demnächst werde ich die Küche etwas wohnlicher machen, mit Kleinigkeiten.
Vielleicht gelingt es mir auch, die Wohnung so umzugestalten, dass man sieht, das
ICH darin wohne und nichts mehr an ihn erinnert.
Das wäre günstiger als ein kompletter Umzug....
Mein Dienst war auch sehr angenehm, ich konnte mit meinen Kollegen sogar richtig herzhaft lachen.
Und diese Stimmung hält immer noch an.
So und nun muss ich schon ins Bett,denn morgen habe ich ein paar Stunden Frühdienst.
Schlaft alle gut und ich hoffe, dass es mir morgen auch so gut geht.
Ihr hört von mir.
Liebe Grüße
S.

