Zitat von Himmelssonne: Die Trauer, die ich anfangs in viel Aktivität, Bewegung und Ablenkung gesteckt habe, schlägt inzwischen voll zu. Ich weine täglich sehr viel, fühle mich nachts, wenn ich aufwache und am Morgen sehr allein, ängstlich und voller Verzweiflung.
Liebe Himmelssonne, da ist einfach noch die Lücke/der Verlust in Dir selbst, in deinem Bindungssystem, voll aktiv.
Diese immense Trauer hatte/habe ich auch, bestimmt ca.60 Tage lang nach der räumlichen Trennung, danach wurden die Pausen zwischer der Trauer immer größer.
Gestern Abend (ist jetzt 110 Tage seit der räumlichen Trennung) hatte ich auch nochmal so 1 Std lang so einen Moment von immenser Trauer/Verzweiflung und habs einfach rausgeheult...
Was ich Dir sagen will, ist: Solange Du "nebenbei" diese immense Trauerarbeit leisten musst, wird Dir alles andere als viel zuviel erscheinen. Du solltest versuchen, dich diesen Vorstellungen nicht hinzugeben, sondern anfangen, dich davon zu lösen.
Genauso solltest du starten, dich von deiner Ehe/früheren Leben zu verabschieden. Ich zum Beispiel habe mir ein sehr schönes Holzkreuz gebastelt und meine Ehe/meinen Ehering in meinem Schrebergarten beerdigt.
Seitdem hat meine Trauer einen Platz, den ich besuchen kann. Vielleicht wäre das etwas auch für Dich ? Beerdige deine Ehe irgendwo außerhalb, mir hat es psyhologisch geholfen.
Ich glaube, sobald du diese Trauerarbeit "geschafft" hast, wirst du dich wieder mehr den kommenden Anforderungen gewachsen fühlen.
An Alle Verlassenen: Ostern ist schon schlimm, oder ? Überall in der Stadt laufen fröhliche Familien durch die Gegend...
😥