Caecilia
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Zitat von Kruemel1:dass man die Ehe vor einer Affäre in den seltensten Fällen als so unglücklich empfindet, dass man zu den o.g. Schritten bereit oder motiviert ist. Der Alltag plätscherte auch bei meinem Mann und mir so vor sich hin und eigentlich war ich in meiner Rolle als Hausfrau und Mutter zwar unzufrieden, habe aber unterschätzt, welche Sprengkraft diese Unzufriedenheit wirklich darstellte.
Zitat:Ich kann dir aber sagen, dass man als Affärenführender diese Überlegungen absolut ausblendet. Es geht bei einer Affäre und der daraus folgenden Trennung allein um die eigenen Gefühle, Wünsche und Hoffnungen. Es ist zwar ein sehr aggressiver Akt gegen den Partner ist aber so überhaupt nicht gemeint. Ganz im Gegenteil. Man ist in dieser Zeit einfach unfassbar egoistisch und in seiner Blase der frischen Verliebtheit gut geschützt von der Betroffenheit der "Opfer". Die nimmt man gar nicht wahr. Leider!
Ja, absolut. Ich kann natürlich nicht in meinen Ex hineinschauen (möchte ich auch gar nicht😁), aber ich glaube, genau so war es hier auch. Hinzu kommt bei meinem Ex noch, dass er ohnehin ein eher egoistischer Mensch ist (eine seiner schlechten Eigenschaften, neben vielen guten) und dass er sehr emotional ist und zu sprunghaftem, schwarz-weiß denkendem Verhalten neigt, sich sehr schnell und stark begeistern, aber auch hassen kann (das ist eine Eigenschaft, die ja auch positiv sein kann und die ich an ihm geliebt habe, weil ich das selbst nicht so habe).
Irgendjemand schrieb hier mal, dass man als Verlasser tatsächlich auch nur an sich denken und alles andere ausblenden "müsse", gewissermaßen, sonst könne man nicht gehen. Das trifft es gut, denke ich - auch wenn das von Seiten der Verlasser sicher größtenteils unbewusst passiert.