Seneca22
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Zitat von DieSeherin:ich glaube, du kennst meine geschichte (die mehrere ecken hatte) schon?
Um ehrlich zu sein, nein bzw habe ich sie nicht am Schirm. Aber vllt. kannst Du erklären, weshalb der / die für die Affäre Verlassende seinen bisherigen Beziehungspartner teils so dermassen „mies“ behandelt. Bei mir war es meine „(Teil)Erzeugerin“, die meinen Vater absurderweise nach jahrelanger Ehe nur noch mit förmlichen „Sie“ und Hr. [berufliche Bezeichnung] ansprach.
Meine „Teil-Erzeugerin“ beantwortete dies - auf meine Nachfrage - dass sie es zur „Abgrenzung“ im Rahmen zufälliger Strassenbegegnungen „brauchen“ würde.
Darüberhinaus beschwerte sie sich am Jugendamt, dass mein Vater nach der Scheidung mehrere Freundinnen gehabt hätte, und dies dem Kind (also mir) ein falsches Frauenbild vermitteln würde (ich wusste vor meiner Stiefmutter nur von einer). Das Ganze wohlgemerkt, nachdem sie meinen Vater und mich an einem Wochenende Knall auf Fall für ihre Affäre hat sitzen lassen (wir kamen gerade von einem Ausflug mit einem Freund meines Vaters retour).
Ich dachte mir damals als Kind nur, dass sie irgendwie „krank“ bzw. durchgedreht ist. Um ehrlich zu sein, denke ich das bis heute und seit ich eigene Kinder hatte, vermute ich eigentlich noch viel mehr, dass da eine Art (hoffentlich nicht vererbbare) Geisteskrankheit vorliegt… Es war auch äusserst unangenehm meinen engeren Freunden zu erzählen, wie sich meine „(Teil)Erzeugerin“ verhalten hat, weil Du an der Mimik ablesen kannst, dass sich alle denken „OMG, ihre Mutter ist komplett verpeilt“. Noch schlimmer war es bei potentiellen Partnern zur Familiengründung bzw deren Familien. Denn natürlich spürte ich, dass diese Bedenken hatten, ich könnte mich genauso entwickeln, wie meine (Teil)erzeugerin und den Mann mit Kindern wegen irgendeiner Liebschaft sitzen lassen.
Um ehrlich zu sein, es war der blanke Horror für mich als Trennungskind.