Hallo @unaerdbeere
Zitat von unaerdbeere: Höre auf, über sie nachzugrübeln. Sobald Du Gedanken in ihre Richtung merkst, sage Nein (und ich meine sprechen). Sage: "Nein, dass will ich nicht, was will ICH?"
Nun, diese Frage kann ich eben (noch) nicht für mich beantworten.
Entsprechend kann ich mir selbst noch konkret darauf keine Antwort geben.
Aktuell gewöhne ich mich an das alleine sein. Mache alles, was ich mit ihr gemacht habe, alleine.
Ja, klar. Noch fühle ich mich dabei elend, doch das wird auch irgendwann vorbeigehen.
Zitat von unaerdbeere: - "Warum will ich - sogar jetzt noch - die Beziehung resp. warum fehlt sie mir?"
So ganz verstehe ich die Frage nicht.
Am Ende des Tages war sie sieben Jahre lang, von Tag eins an, an meiner Seite.
Sei es physisch oder in Form von Nachrichten.
Entsprechend kenne ich es nicht, ohne sie zu sein. Es spielt eben viel Gewohnheit mit rein.
Des Weiteren kommt auch noch das Podestdenken hinzu.
Zitat von unaerdbeere: Gehe aus dieser Abhängigkeit heraus, in dem Du jeden Kontakt unterlässt. Auch kein: "Ach wir müssen ja noch diese und jenes regeln. Das sind Ausreden. Dafür hast Du bestimmt einen Mittelsmann, der Dich da unterstützen kann.
Ich habe sie das letzte Mal gesehen und gehört, vor knapp fünf Monaten.
So gut es geht, versuche ich es auch zu vermeiden, irgendwas von ihr zu erfahren.
Mir ist natürlich auch bewusst, dass eine Kontaktaufnahme von ihr mich wieder ein hoch erleben lassen würde.
Allerdings ist es auf der anderen Seite schon irgendwo traurig, dem Menschen aus dem Weg zu gehen.
Sich quasi versuchen zu verstecken vor dem Menschen.
Auf der anderen Seite würde ich sie irgendwie mal wieder gerne sehen oder aber was von ihr hören.
Keine Ahnung warum.
Zitat von unaerdbeere: Dir Zuspruch in Form von "Du bist liebenswert" geben bringt außer Verständis gar nichts.
Was passiert bei Dir, wenn jemand Dir genau das Gegenteil vor die Füße wirft?
Das ist richtig. Mir selbst sowas aufzusagen kann ich nicht respektive bewirkt nichts.
Wenn mir jemand das Gegenteil vor die Füße wirft? Nun ich denke, dass das für mich in dem Moment die Wahrheit ist.
Ich würde »Jemand« mehr glauben als mir selbst.
Zitat von unaerdbeere: Gleichzeitig ist sie für Dich die Pille ......
Definitiv. Würde es wieder zu einer Annäherung kommen, würde es mir sicherlich direkt wieder besser gehen.
Dass das aber der falsche Weg ist, dessen bin ich mir bewusst. Schließlich ist es schon irgendwo »krank«, dass ich mein Lebensglück und meine Lebensfreude von
einer Person abhängig mache.
Zitat von unaerdbeere: Der Schritt den Du getan hast, nämlich Hilfe zu bekommen, ist genau richtig.
Ich habe keine andere Wahl, wenn ich für die Zukunft besser aufgestellt sein möchte.
Zitat von unaerdbeere: Du Doch mittlerweile mehr bei Deinen Emotionen
Das war eben nach der Trennung und innerhalb der Beziehung ein Problem.
Ich habe meinen Emotionen gar keinen Raum gelassen.
Nach der Trennung nicht, weil doch alle sagten »
Sei froh, dass sie weg ist« – entsprechend habe ich die ganze Trauer nicht zugelassen. Sondern alles verdrängt.
Auch innerhalb der Beziehung habe ich alle Emotionen gefressen. Zum einen, weil ich doch der starke Mann sein muss, der Fels in der Brandung. Zum anderen aber auch, weil mir meine Emotionen irgendwann von Marie um die Ohren geschmissen wurden.
Irgendwann habe ich mich dann doch getraut, zu öffnen. Wir lagen im Bett. Sie schaute eine Serie auf dem Tablet.
Habe ihr gesagt, dass das hier alles gerade komisch ist. Ich nicht weiß was mit ihr los ist.
Ohne sich umzudrehen, sagte sie mir lediglich »Alles gut. Mach dir keine Sorgen« – und schaute ihre Serie weiter.
Mein Gott hab ich mich schlecht gefühlt.
Zitat von unaerdbeere: Das mit dem Selbsthass ist genau das Gleiche wie mit dem Verlassenwerden (Ex-Freundin).
Natürlich hasse ich mich in irgendeiner Form selbst.
Ich komme mir am Ende des Tages vor wie ein Trottel der Liebe.
Zitat von unaerdbeere: In Deiner - meistens Kindheit - ist aller Voraussicht nach etwas aufgetreten, dass Dir nicht gezeigt hat, wie liebenswert und überhaupt wertvoll Du bist.
Mit Sicherheit. Nur ist das eben schwer herauszufinden, da ich kaum Erinnerungen an meine Kindheit habe.
Zitat von unaerdbeere: Bleib tapfer und genese bitt
Das tue ich.
Wie es auch letztendlich lief – am Ende des Tages wäre das Ergebnis aber das gleiche:
Trennung.
Denn ich hätte mich trennen
müssen. Spätestens nach der ganzen Schoße, die im letzten Jahr ablief.
Doch ich war blöd. War ich kurz davor, soweit den Schritt zu gehen, war Marie gut darin, die Tränen kullern zu lassen.
Ihr noch Zeit zu geben. Da ich ihr nicht weh tun wollte, tat ich es nicht. Ich hatte Mitleid. Mit ihr. Wollte sie nicht leiden sehen. Auch drei Wochen vor der Trennung sagte sie mir, sie habe Angst, dass ich mich trenne … um sich dann selbst zu trennen.
Ich hatte immer Mitleid mit ihr. Ich hatte aber nie für mich gesundes Mitleid.
Meine Emotionen und Gefühle habe ich heruntergeschluckt, verdrängt, dagegen angekämpft.
Entsprechend hat sie mich emotional komplett durchgespielt und ich habe ihr noch die Platin Trophäe dafür gegeben.
Sie kannte alle meine Emotionalen Triggerpunkte und konnte diese sehr Gut Bedienen, um es mir dann hinterher noch um die Ohren zu werfen. Chapeau! Viel schlimmer aber: Ich habe es zugelassen.
Das Ergebnis der Verdrängung meiner Emotionen merke ich nun.
Es kommt scheinbar alles hoch, was ich so lange verdrängt habe und ich muss lernen, das alles einfach zuzulassen.
Auch wenn ich mir das nicht zugestehe, weil ich muss schließlich stark sein.