Guten Abend @unaerdbeere und danke dir für deinen Beitrag.
Zitat von unaerdbeere: Meine Warung: Wenn es Dir wieder gut gehen soll: Mach das nicht, gehe weg von dieser Person und sei es auch noch so schwer.
Danke dir für deine Warnung.
Auch wenn ich meine ehemalige Partnerin (nennen wir sie einfach mal Marie nachfolgend) noch vermisse und ich auch in irgendeiner Form noch etwas für sie empfinde, werde ich mich in diesem Fall gegen meine Emotionen stellen und dies vehement abblocken. Von meiner Seite passiert in der Richtung ohnehin nichts. Sollte dem unwahrscheinlichen Fall nach was von ihr kommen: Nein.
Was die Muster oder aber die Beschreibung von Marie angeht, das lasse ich so unkommentiert stehen.
Ich denke, wir haben schon genug über sie gesprochen. Dennoch hilft es mir in irgendeiner Form etwas besser zum Verständnis. Daher auch an dieser Stelle danke.
Zitat von unaerdbeere: Es wurde bei Dir eine Co-Abhängigkeit implementiert. Die Du zugelassen hast.
Definitiv, das ist meine Verantwortung.
Zitat von unaerdbeere: Bevor Du auf Sie getroffen bist, scheinst Du relativ gesund gewesen zu sein, bis auf die Tatsache, dass Dir Emotionen mit einer Partnerin fehlten. Diese Emotionen haben Dich die rosarote Brille aufsetzen lassen und Du bist über Deine eigenen Empfingungen gegangen
Dem stimme ich zu. Auch dem »relativ«. Das ist so, wie du es ausführst (in meiner Erinnerung) richtig.
Rosarote Brille. Nie zu 100 %. Glaube ich jedenfalls. Hat sie mir das anfangs irgendwie vorgeworfen.
Jedoch brauche ich selbst etwas länger, um Gefühle zu entwickeln. Wohl auch dadurch begründet, dass sich Anfangs bereits mein Bauchgefühl mit Unwohlsein gemeldet hat.
Zitat von unaerdbeere: Ich vermute, dass Hifsbereitschaft bei Dir ein hohes Gut ist.
Zum einen das, zum anderen aber möchte ich andere Menschen nicht verletzen und in dem Zuge enttäuschen.
Zitat von unaerdbeere: Gleichzeitig wars Du vor ihr sicherlich sehr geerdet. Bist durch einige Eigenschaften zwar angeeckt, warst ohne Partnerin aber Du warst Du.
Auch das ist korrekt. Angeeckt. Mit Sicherheit.
Ich war eben ein junger Bursche mit 30 bzw. 29 der das Leben genossen hat.
Zitat von unaerdbeere: Nun kommt jemand, der Dich so hebt, innerhalb von kürzester Zeit, dass Du Dich in die Rolle des Supermanns gesehen hast.
Sehr gut beschrieben, das trifft zu.
Zitat von unaerdbeere: - "Da ist doch tatsächlich ein Mensch, der mich so toll sieht, wie ich es mir selbst gar nicht vorstellen konnte."
und
- "Da ist jemand, der mich niiiieeee wieder los lässt und ich bin niiiieeee wieder alleine".
- Haben Dir am Anfang die Dinge von Ihr geschmeichelt?
Volltreffer. Sie haben mir geschmeichelt,
aber mit einem Beigeschmack.
Zitat von unaerdbeere: - Denke an Deine innere Ordnung vor eurer Beziehung.
Da bin ich gerade bei, dafür ist aber noch etwas anderes notwendig, bis ich da wieder hinkommen kann.
Nämlich:
Zitat von unaerdbeere: - Erkenne, dass Du derzeit krank bist.
Ist ein großes Problem, das ich habe.
Ich kämpfe gegen meinen Zustand an, statt ihn zu akzeptieren.
Selbiges gilt für meine emotionale Lage. Ich gestatte es mir nicht, so zu fühlen, wie ich mir fühle.
Ich bin viel zu streng zu mir.
Ich habe mehr Mitleid mit Marie als mit mir selbst. Im Gegenteil – ich selbst hasse mich und bin sauer auf mich. Mir fehlt quasi die Selbstfürsorge. Solange ich das aber beibehalte, komme ich in dem Prozess nicht weiter.
Warum, wieso, weshalb – gleich.
Zitat von unaerdbeere: - "Warum war ich bereit über die Signale hinweg zu gehen?"
Das ist eine spannende Frage, die mehrere Antworten inkludiert.
Mein Unterbewusstsein wusste, dass das alles nicht richtig ist. Jedenfalls, wie sich die Beziehung anfühlt.
Das die Dynamik nicht korrekt ist. Das etwas nicht stimmt. Daher war ich auch blockiert, weitere Schritte zu gehen.
Konnte mich aber auf der anderen Seite auch nicht trennen und habe somit mich und meine Gefühle nicht ernst genommen und diese nicht zugelassen.
Warum ich mich nicht trennen konnte, inkludiert auch mehrere Aspekte.
Zum einen wollte ich Marie nicht enttäuschen oder aber ihr weh tun. Mir fällt es auch etwas schwer, das gerade zu beschreiben.
In meiner Wahrnehmung war sie nun mal die Frau, die mich so sehr liebt, die so viel in mir gesehen hat, die so viel mit mir wollte. Wie also konnte ich es bitte über das Herz bringen, diese Frau zu verlassen, sie tief zu verletzen und sie enttäuschen.
Ich wollte oder aber konnte sie nicht leiden sehen. Wollte sie nicht weinen sehen, wenn ich mich trenne. Ich wollte ihr eben nicht weh tun. Das wäre total widersprüchlich gewesen. Sie liebt dich so sehr und du verlässt sie? Das arme Mädchen. Das kannst du ihr nicht antun.
Auf der anderen Seite haben mir ihre Eskapaden natürlich auch etwas gegeben. Zum einen Sicherheit, zum anderen aber auch eine Form der Bestätigung.
Ich war also in einer Situation, in der es weder nach vorne noch nach hinten ging. Ich war quasi gefangen.
Das führt dann eben dazu, dass ich nun mal auch abgerutscht bin. Krank wurde. usw. usw. – ihr wisst, was ich meine.
Durch die Trennung ist es dann für mich nämlich dann passiert, dass ich genau das getan habe, was ich nicht wollte.
Sie hat sich getrennt weil ich sie enttäuscht habe. Das wollte ich eben nicht. Weil? Nun, wie oben beschrieben.
Das führt dann wiederum dazu, dass ich nach der Trennung eben mehr Mitleid mit ihr habe als mit mir – ich sauer auf mich bin, dass ich diesen Menschen verletzt habe. Sie doch zum Weinen gebracht habe. Sie doch enttäuscht habe. Alles was ich nicht wollte … und somit wurde mir dann eben auch signalisiert: Du hast mich enttäuscht. Du bist nicht gut genug.
Ich werde morgen auf den Rest noch eingehen, muss nur jetzt in die Heia!
PS: Ich würde mich freuen, wenn ich nun nicht sowas lese wie »Du hängst noch voll drin« usw.
Dessen bin ich mir selbst bewusst.
Das alles kann ich gerade auch nur schreiben, weil meine Therapeutin heute Glück mit mir hatte und ich endlich mal emotional wurde und nicht alles wie einen Bericht runtergerattert habe.
Das ist einfach komplett reflektiert wie sich das für mich abspielt und auch emotional hochgekommen ist warum, wieso, weshalb.