Zitat von Joeyjo: Und nun wünsche ich mir sie so sehnlichst zurück.
naja, das ist nach so kurzer Zeit ja auch nicht allzu ungewöhnlich, Du wolltest die Trennung nicht - lange davor hast Du enorm unter diesem andauernden Damoklesschwert: "Beendigung dieser Beziehung" gelitten.
Jetzt willst Du sie zurück, damit der unselige Trennungsschmerz aufhört. Mehr oder weniger das normalste auf der Welt, diese Gefühle eines Menschen, der verlassen wurde.
Zitat von Joeyjo: Nur ein paar Fetzen an schöne Zeiten. Urlaube. Unternehmungen.
Auch das mehr oder weniger Gang und gäbe - man erinnert sich lediglich an vermeintlich tolle Zeiten - das Gehirn trickst einen geschickt aus, um den Entzug zu beenden. Denn das:
Zitat von Joeyjo: Keine Ahnung. Total süchtig machen lassen.
Stimmt nun mal, jede Trennung ist ein Entzug, die Stresshormone spielen komplett verrückt, der Körper ist im kompletten Ausnahmezustand und noch lange nicht in der Lage, eine normale Balance der Stress. + Wohlfühlhormone herzustellen.
Wenn die ganz konträr gehen, kommt es dann zum regelmäßigen Aufwachen zur sogenannten Wolfsstunde (um 3 herum).
Zitat von Joeyjo: Wurde immer um 3:00 Uhr Nachts wach.
Kein Wunder. Dahinter verbirgt sich oft ein medizinisches Phänomen. Das Aufwachen in dieser Zeit hängt mit unserem Hormonspiegel zusammen, genauer gesagt mit dem Zusammenspiel aus Melatonin, Serotonin und Cortisol.
Zwischen 1-3 Uhr kann es auch an der Leberentgiftung liegen, die um diese Zeit besonders aktiv ist. Probleme mit dem Organ werden häufig mit Wut/Ärger assoziiert (Laus über die Leber gelaufen).
So, was mich zum Punkt bringt, all das oben genannte ist im Grunde bei einer ungewollten Trennung erst mal nichts ungewöhnliches. Wahnsinnig schmerzhaft, aber alles meiner Meinung nach "im Rahmen".
Was für mich nicht so im Rahmen ist, das ist Deine Neigung zu selbstzerstörerischem Verhalten. Eine Beziehung, für die Du nach eigener Aussage alles gegeben (geopfert?) hast, um Dich doch - egal wie sehr Du Dich bemüht hast - immer wieder in psychisch äußerst herausfordernden Situationen wieder zu finden.
Nicht viele Menschen würden so einen Zirkus mitmachen. Menschen mit einem "durchschnittlich" entwickeltem Selbstschutz / Selbstwert würden da die Reissleine ziehen.
Du schreibst, sie hätte initiiert, dass Du den Knontakt zu den Eltern einstellst, weil sie Dir nicht gut tun. Damit gehst Du ja auch d'accord:
Zitat von Joeyjo: das die mir nicht gut tun (hat sie uach zum teil recht mit)
wie war denn da die Prägung zu Hause, als Du aufgewachsen bist. Musstest Du um Zuneigung kämpfen? Wenn es Unmut zu Hause gab, hattest Du das Gefühl, trotzdem noch akzeptiert zu sein?
Oft ist abgelehnt werden als Kind, wenn man was ausgefressen hat, ja existenziell bedrohend. Zwar relativiert sich das als Erwachsener zwangsläufig, aber Muster bleiben halt Muster. Und man muss da manchmal gewaltig aufpassen, um nicht in dieselbigen zu fallen.
Zitat von Joeyjo: ich dachte mir nur die tickt nicht richtig.
um Thema Haus kaufen, hast Du da "mitgespielt", nach dem Motto, "ja Schatz, gucken wir mal nach Häusern", oder hast Du Deinen Gedanken (etwas höflicher natürlich) Ausdruck verliehen?
Jedenfalls: der Schmerz ist normal, durch das Leiden muss man durch. Alles nix was Du jetzt gerne hörst.
Sei Dir gewiss, eine Neuauflage wäre ein verlängertes Leiden. Im Moment klar erleichternd, im Endeffekt Zeitverschwendung. Das ist jedenfalls das, was ich aus diesem doch reichlich dysfunktionalem Beziehungsmuster lese.
Alles Gute